Was nervt am meisten in Brasilien

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Wenn man es nicht gut kennt...

Beitragvon Hans-Joachim Menzel » Mi 9. Feb 2005, 15:52

Barriga verde hat geschrieben:Hallo,

Als ich im Jahr 2000 in Deutschland ankam, habe ich das Land auch !&@*$#! gefunden, es war nicht leicht, Freunde zu machen. Nach einem Jahr Aufenthalt, war die Sache ganz anders, ich hatte schon eine menge Freunden, die mit mir auch sicher ins kalte Wasser springen würden. Ich hatte mich eingelebt.

Eins habe ich mit dem Aufenthalt in Deutschland gelernt: man muss sich immer anpassen, da wo man lebt. Also in D fahre ich anders als in BR. In D gehe ich mit den Leute anders um als in BR. Das muss man natürlich erst lernen, und das lernt man nur, wenn man mehrere Jahren aus der Heimat weg ist.

Abraços
Barriga verde


Oi Barriga Verde,

das kann ich mir gut vorstellen, daß es dir zunächst mal nicht in Deutschland gefallen hat. Einige Dinge sind schon gewöhnungsbedürftig, wenn man aus Lateinamerika nach D'land kommt, wie z.B. diese Tendenz zum Besserwisser und Belehren der Anderen, was manchmal schon an Intolleranz grenzen kann, weil in Deutschland Viele glauben, es gäbe nur eine, die deutsche Art, wie man Dinge zu erledigen hat. Wenn man hier im Forum mal fragen würde, was uns Deutschen an Deutschland nervt, dann käme da sicherlich auch eine ordentliche Liste zustande. Im Augenblick muß man ja nur in den sächsischen Landtag schauen, um sich zu schämen. Die Idioten von der NPD und deren Wähler sind eben auch ein Teil von Deutschland, auch wenn es nur eine kleine Minderheit ist.
Wenn man hier in konzentrierter Form all das liest, was wir Deutsche an Brasilien auszusetzen haben, könnte man wirklich fragen, weshalb wir denn dann noch hier in Brasilien sind oder Brasilien immer noch besuchen. Aber da hier im Forum eigentlich nur Brasilienfans zu finden sind, ist das ja nur eine Möglichkeit mal Luft abzulassen. Im alltälichen Leben stauen sich manchmal die Dinge etwas an, und dann ist es etwas leichter, das zu ertragen, wenn man sich die Geschichten gegenseitig erzählt. Und im Übrigen leiden meine brasil. Kollegen und Freunde genau wie ich unter den oben angesprochenen Dingen.
Ich fühle mich übrigens sehr wohl in Brasilien und mag meine Arbeit. Die UFMG ist eine gute Universität und die Arbeit macht mir Spaß. Meine Kollegen aus anderen Fachbereichen, mit denen ich in verschiedenen Projekten zusammenarbeite, sind kompetent und freundlich und ich kann mich wirklich über nichts beklagen. Ich bin mit einer Brasilianerin verheiratet, habe brasil. Freunde und da ich schon seit 12 Jahren in Brasilien lebe, fühle ich mich nicht als Ausländer in der brasil. Gesellschaft.
Also, laß' es dir nicht so nahe gehen, was wir hier schreiben. Wir mögen Brasilien, deshalb gibt es dieses Forum!

Gruß

H-J


P.S. Die übertrieben hohen Zinsen finde ich auch eine Sauerei !!!
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Beitragvon belinda » Mi 9. Feb 2005, 16:04

...
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belinda.
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Re: Wenn man es nicht gut kennt...

Beitragvon Zambo » Mi 9. Feb 2005, 16:48

Barriga verde hat geschrieben:Hallo,

... und das lernt man nur, wenn man mehrere Jahren aus der Heimat weg ist.

Abraços
Barriga verde


Bin mit allem einverstanden, ausser diesem Satz. Es gibt leider Menschen, die es nie lernen werden und wollen, weil sie dumm und ignorant sind.
Du bist eine Ausnahme, weil bei Dir Bildung und soziale Intelligenz vorhanden ist.

Der Unterschied zwischen Brasilien und Deutschland in Bezug auf Rücksichtsnahme ist ganz eindeutig. Nehmen wir mal Ruhestörung als Beispiel:

Wenn in einem Wohngebiet die meisten Menschen samstag abends feiern wollen, dann bekommt in Brasilien die Mehrheit das Recht. Ein einzelner "Spassverderber" wird da nicht geduldet. Wenn es im "gesunden Rahmen" ist, macht nicht mal die Polizei etwas.

In Deutschland muss in diesem Wohngebiet von Hunderten nur ein Einziger sein, der etwas dagegen hat, und schon fällt die Party spätestens um Mitternacht wegen Polizeibesuch ins Wasser.
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Beitragvon Zambo » Mi 9. Feb 2005, 16:54

belinda hat geschrieben:
Hans-Joachim Menzel hat geschrieben:In Deutschland gehen einem ja auch hin und wieder einige Dinge gegen den Strich, wie z.B. die Ladenöffnungszeiten. Da finde ich es schon sehr angenehm in Brasilien, wenn man eigentlich zu jederzeit in die Bäckerei gehen kann. Und im brasil. Supermarkt müssen die natürlich länger geöffnet haben, weil die ja auch langsamer arbeiten. :lol:


Hallo Hans-Joachim,

darauf hatte ich nur gewartet!!! Es ist wohl so ziemlich eagl, in welchem Land man lebt, denn jedes Land hat seine Haken und Ösen und wenn man erstmal hinter die Kulissen geschaut hat, dann findet man auch die Dinge, die einen persönlich stören. Wenn ich nun eine Liste über D. machen sollte, hätte ich wahrscheinlich eine Endlosliste für mich persönlich... (aber wir sind im Brasil-Forum und darum mache ich das nicht! :wink: )

Allerdings hätte ich am Sonntag um 9.30 Uhr ganz dringend etwas aus dem Supermarkt gebraucht,
was ich eben nicht an der Tankstelle bekomme.... nun wir sind dann halt abends Essen gegangen :lol:



Wär doch interessant, einen neuen Thread aufzumachen: "Was nervt am meisten in Deutschland?".

Deine Endlosliste würde ich gerne lesen.
Bei mir sind es nur ein paar Eigenschaften, die mich hier stören. Am Sonsten bin ich sehr zufrieden in Deutschland.
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Re: Wenn man es nicht gut kennt...

Beitragvon Barriga verde » Mi 9. Feb 2005, 18:32

Zambo hat geschrieben:
Barriga verde hat geschrieben:Hallo,

... und das lernt man nur, wenn man mehrere Jahren aus der Heimat weg ist.

Abraços
Barriga verde


Bin mit allem einverstanden, ausser diesem Satz. Es gibt leider Menschen, die es nie lernen werden und wollen, weil sie dumm und ignorant sind.
Du bist eine Ausnahme, weil bei Dir Bildung und soziale Intelligenz vorhanden ist.

Der Unterschied zwischen Brasilien und Deutschland in Bezug auf Rücksichtsnahme ist ganz eindeutig. Nehmen wir mal Ruhestörung als Beispiel:

Wenn in einem Wohngebiet die meisten Menschen samstag abends feiern wollen, dann bekommt in Brasilien die Mehrheit das Recht. Ein einzelner "Spassverderber" wird da nicht geduldet. Wenn es im "gesunden Rahmen" ist, macht nicht mal die Polizei etwas.

In Deutschland muss in diesem Wohngebiet von Hunderten nur ein Einziger sein, der etwas dagegen hat, und schon fällt die Party spätestens um Mitternacht wegen Polizeibesuch ins Wasser.


Das stimmt natürlich. Es ist fast eine Eigenschaft, sich an andere Denk- bzw. Lebenweise anzupassen. Man hat da eine Menge mit den Kindern zu lernen, die passen sich zu jeder Gesellschaft an. Wenn man älter wird, will man natürlich die eigene Denkweise durchsetzen, weil man denkt, man wäre schon erfahren genug.

Noch eine Sache die ich an Brasilien nicht so mag: bei den meisten Firmen, wird nach Ereignisse gearbeitet, nicht zielorientiert. Also fast wie eine Feuerwehrmannschaft: wo es brennt, muss gelöscht werden. Es wird auf keinen Fall die Ursache der Probleme gesucht, sondern einfach nur irgendwie gelös(ch)t, und nach 1 Woche ist das Problem wieder da :lol: Läuft es z.B. mit dem Verkauf gut, setzen man sich hin und tut gar nichts. Läuft es schlecht, wird nur rumgeschimpft, aber keine Planung um wieder nach oben zu kommen.

Abraços
Barriga verde
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Re: Wenn man es nicht gut kennt...

Beitragvon Bagi » Mi 9. Feb 2005, 20:46

Hans-Joachim Menzel hat geschrieben:P.S. Die übertrieben hohen Zinsen finde ich auch eine Sauerei !!!



Ach, von mir aus könnten es sogar noch ein oder zwei Prozent mehr sein... :lol:
Bis dann
Bagi
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Beitragvon patecuco » Do 10. Feb 2005, 11:39

@HJM

ob man ein Land gut oder mies findet, haengt wahrscheinlich auch davon ab, wie gut man sich dort wirklich auskennt, und haengt nicht nur vom Wetter und den huebschen Maedels ab.

Da ich mich in D natuerlich besser mit Aemtern und allem auskenne, habe ich meine Angelegenheiten recht schnell erledigt und gehe auch nicht zur falschen Behoerde. In BR habe ich schon gute Erfahrungen gemacht, z.B. beim ersten mal Visa verlaengern, ging ganz problemlos, bei der Beantragung eines Passes fuer meine Tochter haben wir aber total Schiffbruch erlitten, da ging gar nichts, das erledigten wir dann auf dem Konsulat in Muenchen.

Nach dem Auto/Motorrad-kauf bei der Zulassungsstelle hatte ich immer die groessten Probleme, in D erledige ich das Zulassen in 12 Minuten (gestoppt) in BR braucht es mehrere Tage bis Wochen, dazu vorher noch zur Bank etc. ein wirres Geflecht von Zustaendigkeiten, das viele Brasilianer auch nicht verstehen. Dazu der angebliche Vorteil dass keine Meldepfllicht besteht, aber deshalb irgendwelche Rechnungen als Nachweis verlangt werden.

Und genau hier liegt der Hund begraben. Wenn man sich auskennt, macht man weniger schlechte Erfahrungen. In D bekam meine erste Frau einmal ein Schreiben vom Einwohnermeldeamt, in dem eine Anzeige angekuendigt wurde, da sie sich nicht ordnungsgemaess umgemeldet haette. Dass ich mich mit ihr zusammen umgemeldet hatte, aber keine Anzeige erhielt, wusste der Oberarsch auf dem Amt nicht. Dem hab ich den Marsch geblasen und mich bei seinem Chef beschwert, da bekamen wir sogar eine schriftliche Entschuldigung. Wie ein Auslaender das in D erleben wuerde, wenn ihm die Behoerden Probleme machen, ist da schon ein anderes Kapitel. Und speziell Grosstaedte sind dafuer ja schon beruehmt. Ich hab in D schon das halbe Amt zusammengebruellt und mit dem Verwaltungsgericht gedroht, da waren die verschwundenen Dokumente am naechsten Tag auf einmal gefunden, alles genehmigt und zur Abholung bereit. Welcher Auslaender wuerde sich das trauen ?

Und diejenigen, die sich schon laenger in BR aufhalten, haben schon ihre Frustzeit ueberstanden und wissen wo und wie man etwas regelt. Ich lebe viel im Ausland und bin immer wieder in der Anfaenger-Position. Am einfachsten ist es, ich schicke mein einheimisches Personal mit meinen persoehnlichen Angelegenheiten los, dann habe ich, egal wie lange es dauert, keine Probleme damit und vor allem keine Wut auf die unfaehigen Behoerden.

Es kann sich wahrscheinlich niemand vorstellen , wie kompliziert es sein kann in Usbekistan ein Visa zu verlaengern, doch wenn man es nicht selbst machen muss, ist es doch auch egal. In Brasilien habe ich den Vorteil, dass wir zumindest rechtlich besser dastehen, da Sra ja Brasileira ist.

Und wenn ich sonst was zu erledigen habe, wie Erklaerung fuer alleinreisenden Elternteil mit Tochter und das wieder ewig dauert, dann schimpf ich auch entsprechend ueber BR.

@Zinsen

Wenn die Inflationsrate niedriger waere und es keine Abwertungsgefahr fuer den R$ gaebe, dann haette BR auch keine hohen Zinsen. Also Geld in Euro lassen, dann ist es sicher, wer allerdings Lust hat auf Risiko, der kann sich von den hohen Zinsen verzaubern lassen.
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Beitragvon Trem Mineiro » Mo 14. Feb 2005, 23:40

Würde ich eine Liste machen, mit all dem, was mich nervt, wäre die sicher lang. Wenn die Brasilianer eine Liste machen dürften, mit Dingen, bei denen ich die Brasilianer nerve, hätte die auch einige Positionen.

Ich werde eingeladen – und komme dann unverständlicherweise auch, zur Überraschung der Gastgeber, die das gar nicht so ernst gemeint hatten. Da habe ich genervt.

Ich bin verabredet, erscheine pünktlich und lasse meinen Frust heraushängen, wenn der Brasilianer zu spät kommt. Wie unhöflich von mir.

Ich verlange etwas, bekomme es versprochen und habe die Frechheit, da einer Woche zu insistieren. – Mein Gott, kann so ein Ausländer nicht ein wenig Geduld haben.

Wir bestellen Essen, ich bekomme was falsches Gericht und reklamiere. - So ein Zicker, zuhause muss der doch auch essen, was auf den Tisch kommt, was kann ich dazu wenn der Gringo so nuschelt.

Wie, der will seinen GOL in rot haben und dann auch noch mit Bremskraftverstärker, weis der denn nicht, dass ich nur diese 4 Autos im Laden habe, wenn er die nicht will, soll er doch woanders suchen. Tss Tss Tss und leichtes Kopfschütteln.

Die Liste läßt sich endlos fortsetzen

Alles Beispiele, bei dem irgendwie beide Seiten Recht haben. Ich bin hier Gast im Land und wurde nicht gerufen. Und meine Mission, Brasilien zu bessern, habe ich schon vor Jahren aufgegeben. Ich versuche für Verständnis für uns arme Ausländer zu werben und gleichzeitig an praktischen Beispielen zu zeigen, dass es in Europa auch anders geht.
Ansonsten versuche ich die Vorteile des Landes zu leben und zu erleben.
Und manchmal bin ich sooooo stinkig. :axed:

Gruß

Manfred

@Zinsen:
Wenn ein Staat hoch verschuldet ist, muss er sich Geld leihen. Wenn die eigenen Kassen aber leer sind, muss man sich Geld im Ausland leihen, die geben einem aber nur Geld, wenn die Zinsen hoch sind. Und braucht man ganz viel Geld, müssen die Zinsen sehr hoch sein. Und über den Schuldenstand von Brasilien brauche ich wohl nichts zu sagen. Auch wenn derzeit Brasilien vermehrt Schulden zurückzahlt, ändert das nicht an den gigantischen Schulden.
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Beitragvon patecuco » Di 15. Feb 2005, 10:16

@Manfred

Bin nicht ganz Deiner Meinung.

Meine Sergipana hat "britische" Puenktlichkeit.

Wenn sie jemand zu einem Fest etc. einlaedt, und diejenigen kommen nicht, ist sie sauer.

Wenn sie etwas bestellt, und der Verkaeufer verspricht einen Termin, den er mehrmals verschiebt und dann doch nicht haelt, schimpft sie ueber soviel Unfaehigkeit/Desinteresse/Respektlosigkeit.

Es ist nicht nur die Unorganisiertheit/Verantwortungslosigkeit/Schlamperei die fuer uns Brasilien-typisch ist. Viele sind anders und moegen das auch nicht. Nur wenn einige Typen wirklich zu faul und unfaehig sind irgendetwas zu organisieren schieben sie den jeito brasiieiro als Erklaerung vor.

PS: Auslandskredite und Inlandszinsen haben nichts miteinander zu tun. Eher schon Inflationsrate und Waehrungsverfall.
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Beitragvon Trem Mineiro » Di 15. Feb 2005, 13:09

Manfred

Nee, du darfst nicht die Beispiele jetzt von der falschen Seite nehmen. Ich wollte Punkte aufzeigen, wo wir (oder noch besser) ich Sachen von Brasilianern verlange, bei denen ich schlichtweg meine europäischen Maßstäbe und Gewohnheiten ansetzte, was man nicht machen soll, wenn man hier relaxed leben will.

Und damit nerve ich Brasilianer und die schauen mich dann zu Recht als Gringo-loco an. Und ich habe gelernt, ruhiger zu werden, meine Partner nicht zu überfordern und mich an gewisse Regeln zu halten. Das gilt übrigens noch viel mehr für geschäftliche Dinge, wobei da Fehler viel weher tun.

Aber manchmal ärgere ich mich trotzdem, trotz besserem Wissen

Die Beispiele sollten natürlich nicht (wieder mal) die Brasilianer pauschal verunglimpfen.

Viele Grüsse

Manfred

@Zinsen:
Natürlich sind Zinsen ein Mittel, um Inflation zu steuern. Aber bei der offiziellen niedrigen Inflation der letzten Jahre hätten die Zinsen hier in den Keller gehen müssen. Siehe dazu das Beispiel in Deutschland.
Wenn du gnadenlos verschuldet bist, gehst du zum Kredithai. Brasilien macht das dadurch, das es mit den sehr hohen Zinsen Investoren (und leider auch Spekulanten) anlockt, die ihr Geld trotz der unsicheren Währungssituation zumindest kurzfristig in Brasilien anlegen (wie richtig gesagt = Währungsverfall)
Lula hatte sicher gerne in der Zeit der Stagnation (1999-2002) mit niedrigen Zinsen die Wirtschaft angekurbelt. Konnte er aber nicht, weil dann das Kapital ehr abgeflossen wäre, was die Situation verschlimmert hätte.
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