Was sind die monatlichen Lebenshaltungskosten in Floripa

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Einreihung

Beitragvon bruzundanga » Sa 23. Jun 2007, 02:55

Mikelo und O_periquito liegen meiner Meinung nach durchaus realistisch. Brasilblog berücksichtigt zu wenig das vorgegebene Profil.

Genau Preise der IPTU von Florianopolis kenn ich zwar nicht. Aber wenns meine Frau und ich mit 2.500,00, inklusive dem ganzen Schnickschnack den mikelo aufgezählt hat, schaffen, kann beto28 mit Sicherheit mit 4-5 mille auskommen, aber üppig. Da müssten auch noch kleinere Rücklagen für Reisen und anderen Luxus übrigbleiben.



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Beitragvon |SONY| » Sa 23. Jun 2007, 13:11

hallo zusammen,

also ich selbst lebe noch in deutschland aber wenn ich die auswanderer in fortaleza einbeziehe mit denen ich guten kontakt habe, die spreu vom weizen trenne, bekomme ich immer wieder den tipp:

voraussetzung eigene wohnung und auto

kann man wenn man vernünftig ist mit ca. 1.200€ in FOR gut auskommen.

mfg
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Beitragvon kunibertk » Sa 23. Jun 2007, 15:54

tadinho hat geschrieben:- hier tummelt sich nur die Upperclass

.....in den großstädten ist es halt einfach mal teurer...in rio kannst du wählen ob du hinter mauern wohnen willst oder in einer favela...aber selbst in einer besseren favela wirst du keine wohnung für R$ 290,00 finden....


Obrigado für Deinen realistischen Ansatz. In der Tat, die Wohnung in einem besseren Wohnviertel in RJ oder SP, die nur 290 RS kostet, möchte ich lieber NICHT sehen.

Natürlich kann man auch mit 2000 RS "leben". Dann darf man aber kein Auto haben, nie in Urlaub fahren und die Kleider der Kinder möchte ich lieber nicht sehen. Und ernsthaft krank werden bzw. Medikamente brauchen, das sollte man auf keinen Fall!!

Der Fragesteller ist ja wohl den Lebensstandard der dt. Mittelklasse gewohnt und wenn man den in BR (zumindetsens in einer grösseren Stadt) fortsetzen will, dann geht unter 5000RS definitivamente nada!!!!

Ich habe mich zu diesem Thema bei zahlreichen meiner Freunde und Bekannten, die durchwegs aus der Mitteklasse stammen (favelados und Millionäre kenne ich tatsächlich nicht näher), erkundigt und die 5000RS kamen als Mittelwert dabei raus. Natürlich tat ich das, weil ich selber Pläne habe wie der Fragesteller.

Aber dieser Billigwahn (z.B. "ich kenne eine comida a kilo, die kostet nur 3RS und ist von bester - leberschädigender (KK)- Qualität") ist eine typisch deutsche Angeberei, die man bei keiner anderen Nation so ausgeprägt findet.
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Beitragvon pocoto » Sa 23. Jun 2007, 16:28

Ich würde sagen man kann es nicht so pauschalisieren. Der eine braucht mehr der andere weniger. Kommt auf viele Faktoren an. Irgendwo zwischen R$ 2000 und R$ 5000 wird der Durchschnitt liegen.
Paz, Justiça e Liberdade
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Beitragvon bruzundanga » Sa 23. Jun 2007, 16:32

natürlich vergisst das Mietpreise ja gar nicht gefragt waren.

Mal abgesehen von der IPTU und den sonstigen Instandhaltunskosten eines Hauses kan man folgendes sagen:

KV, kleines Auto,Fixkosten inklusive Schnickschnack(Pay-TV, etc.), 4-5 mal auswärts essen, Ernährung auf europ. Niveau (soweit möglich) und ohne Rücklagen sind R$ 3500 definitivamente genug in FOR. Sollte Floripa etwas teurer sein?

Auf jeden Fall sind R$ 1.500,00 (Differenz zwischen 5000 und 3500) genug um dies zu kompensieren und noch Spielraum für kleinere Rücklagen zu lassen.

Würde mal sagen:

Nach unten hat es bis mindestens 3.500 nichts mit Billigwahn zu tun.

Nach oben fängt ab 6.000 ein anderer Wahn an.

(Nicht vergessen Paar ohne Kinder)

Die Iptu hängt von der Grösse (oder Wert) der Immobilie ab, also müsste man diese und die Sätze (in Floripa) dafür kennen.

Brasil não é mais caro do que Alemanha, definitivamente.

Vivendo quinze anos no brasil.

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Beitragvon dietmar » Sa 23. Jun 2007, 17:46

kunibertk hat geschrieben:
tadinho hat geschrieben:- hier tummelt sich nur die Upperclass

.....in den großstädten ist es halt einfach mal teurer...in rio kannst du wählen ob du hinter mauern wohnen willst oder in einer favela...aber selbst in einer besseren favela wirst du keine wohnung für R$ 290,00 finden....


Obrigado für Deinen realistischen Ansatz. In der Tat, die Wohnung in einem besseren Wohnviertel in RJ oder SP, die nur 290 RS kostet, möchte ich lieber NICHT sehen.

Natürlich kann man auch mit 2000 RS "leben". Dann darf man aber kein Auto haben, nie in Urlaub fahren und die Kleider der Kinder möchte ich lieber nicht sehen. Und ernsthaft krank werden bzw. Medikamente brauchen, das sollte man auf keinen Fall!!

Der Fragesteller ist ja wohl den Lebensstandard der dt. Mittelklasse gewohnt und wenn man den in BR (zumindetsens in einer grösseren Stadt) fortsetzen will, dann geht unter 5000RS definitivamente nada!!!!

Ich habe mich zu diesem Thema bei zahlreichen meiner Freunde und Bekannten, die durchwegs aus der Mitteklasse stammen (favelados und Millionäre kenne ich tatsächlich nicht näher), erkundigt und die 5000RS kamen als Mittelwert dabei raus. Natürlich tat ich das, weil ich selber Pläne habe wie der Fragesteller.

Aber dieser Billigwahn (z.B. "ich kenne eine comida a kilo, die kostet nur 3RS und ist von bester - leberschädigender (KK)- Qualität") ist eine typisch deutsche Angeberei, die man bei keiner anderen Nation so ausgeprägt findet.


Du hast absolut keine Ahnung von Brasilien. Wie du selbst sagst, willst du ja erst Auswandern. Kannst ja vielleicht noch was lernen. Auch mit 2.000 R$ kann man ein Auto haben (z.B. Gol 4 Jahre alt), sich anständig anziehen und sogar mal ein paar Tage wegfahren. Viele machen das sogar mit weniger Geld. Denn nicht allzuviele verdienen überhaupt 2.000 R$. Und die Mittelklasse hat keine 5.000 R$, die Mittelklasse ist laut IBGE ab 5 SM angesiedelt. 5.000 R$ ist Oberklasse (die nach oben hin natürlich keine Grenzen kennt).

Und wenn ich das schon höre: europäischer Lebensstandard in Brasilien! Den gibt es einfach nicht. Entweder man hat Geld und muss dafür extreme persönliche Freiheiten aufgeben oder man lebt bescheidener, hat viel mehr Freiraum in Brasilien aber verzichtet eben auf den ein oder anderen Luxus.

Achja, nicht das da was falsch verstanden wird. Ich habe durchschnittlich 1.000 R$ Kosten im Monat, der Rest wird gespart.

Und ich behaupte einfach einmal, die Menschen hier in meiner Region, die keine 2000 R$ zur Verfügung haben, sind trotzdem ordentlich angezogen - erst recht die Kinder. Obwohl die Klamotten sogar im Verhältnis ja noch teurer sind.

Krankheit.? Ernsthaft Krank müsste dann mal definieren. Meiner Tochter hat zum Beispiel der Aufenthalt im städtischen Krankenhaus mit ihrer Lungenenzündung sehr gut getan. Es halt übrigens so gut wie nichts gekosten. Lediglich 50 R$ am Ende noch für zusätzliche Medikamente, die dann zu Haus einzunehmen waren. Selbst die Mutter wird versorgt, Essen darf man gar nicht mitbringen. Von der Lohnfortzahlung des Arbeitgeber, weil die Tochter im KH war und die Mutter sie dort betreute, ganz zu schweigen.

Ich habt ein Bild von Brasilien, das oftmals sowas von falsch ist. Lebt doch einfach mal in der Realität. 190 Mio. Einwohner, dass die leben nicht alle in Favela und Penthouse. Ein riesiger Teil lebt in Städten wie meiner. Und dort ist es weitaus besser als ihr denkt. Die Arbeitslosenquote ist hier auch nicht höher als in Deutschland. Und richtet nicht immer euren Focus auf SP und RJ. Das ist die Müllhalde Brasiliens. Da geht man nur hin, wenn man muss. Oder eben aus Verzweiflung.

Naja, was rege ich mich wieder auf. Ich kümmere mich lieber um meine Tochter, die hat mehr AUfmerksamkeit verdient als dieses Forum.
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Beitragvon tadinho » Sa 23. Jun 2007, 17:48

....ich denke um eine realistische aussage treffen zu können muß schon näher definiert werden wo der zukünftige wohnsitz liegen wird....ist doch in deutschland nicht anders mit € 1500 kann ich wahrscheinlich in aurich super leben werde aber in münchen mehr als zu kämpfen haben.....
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Beitragvon mikelo » Sa 23. Jun 2007, 17:50

brasilblog hat geschrieben:
Naja, was rege ich mich wieder auf. Ich kümmere mich lieber um meine Tochter, die hat mehr AUfmerksamkeit verdient als dieses Forum.


hast absolut recht---dietmar. aber lass dir die freude am forum doch bitte nicht vermiesen.
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Beitragvon tadinho » Sa 23. Jun 2007, 17:55

@brasilblog

....ich verstehe die aufregung nicht...nimm die sachen doch nicht so persönlich....hier geht es ja nicht um deine person sondern das es verschiedene meinungen zu den lebenhaltungskosten gibt......

-----euren Focus auf SP und RJ. Das ist die Müllhalde Brasiliens. Da geht man nur hin, wenn man muss. Oder eben aus Verzweiflung----

...hier werden wieder mal alle angeprangert die dort leben...finde ich voll daneben....
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Beitragvon dietmar » Sa 23. Jun 2007, 18:22

tadinho hat geschrieben:@brasilblog

....ich verstehe die aufregung nicht...nimm die sachen doch nicht so persönlich....hier geht es ja nicht um deine person sondern das es verschiedene meinungen zu den lebenhaltungskosten gibt......

-----euren Focus auf SP und RJ. Das ist die Müllhalde Brasiliens. Da geht man nur hin, wenn man muss. Oder eben aus Verzweiflung----

...hier werden wieder mal alle angeprangert die dort leben...finde ich voll daneben....


Ich muss es nur dann persönlich nehmen - und da geht es nicht um meine Person - sondern wenn du als Möchtegerngringo® und evtl. Auswanderer abwertend über Geringverdiener sprichst. Zumal du absolut kein Plan hast und Zeug in den Raum wirfst, dass mit der Realität nichts zu tun hat.

Und zu SP und RJ: Frag doch mal die restlichen 160 Mio. Brasilianer. SP und RJ können sich schon gegenseitig nicht ausstehen und dagegen steht dann nochmal der Rest.

Lebenshaltungskosten, ok. Brasilien ist also genauso teuer wie Deutschland. Oder vielleicht sogar noch teurer? Ober ihr lebt bereits in Deutschland im Luxus.

Empfehle ich die Doku über die Tafel von Stralsund. Lief vor einigen Wochen im deutschen TV. Oder fragt mal die Verkäuferin mit ihren 750 Euro netto bei euch in der Nachbarschaft. Es ist halt alles nicht mehr realistisch hier. Ich warte hier schon wieder auf den nächsten, der fragt, wie man am besten 300K anlegt oder 50.000 Euro nach Brasilien überweist. Aber wehe es geht um die Flugpreise hier. Da kanns gar nicht billig genug sein.

Ich habe absolut kein Problem, wenn jemand hier 5.000 R$ im Monat ausgibt, die aus dem fernen Europa kamen. Geht ja in die Wirtschaft, haben hoffentlich alle was davon. Aber vielleicht sollte man mal fragen, ob man sie auch tatsächlich braucht. Und wieviel man ausgibt, weil man eben z.B. die Zeit dazu hat und wieviele Dinge man unnötig ausgibt. Oder wieviel man zuviel ausgibt, weil man als Möchtegerngringo® mit seiner grossen Fresse einfach dann abgezockt wird (wer mag es ihnen verdenken) ....

Wie Mikelo schon gesagt hat, man kann auch 20.000 R$ im Monat unter die Leute bringen .....
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