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BeitragVerfasst: 25 Jun 2007 04:25 
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Neto hat geschrieben:
hier wird mit Summen jongliert, da wird mir schwindlig.
Komisch, seit knapp 5 Jahren bin ich unter dem brasilianischem Volk,
hautnah, mittendrin, einfach toll.
Noch nie hörte ich ein Gespräch über Geld, allerhöchstens über Grundstücke.


Dann komm' auf garkeinen Fall ins Centro-Oeste. Die agrarirische Landbevökerung jongliert nämlich da mit Summen, da wird mir schwindelig... egal welche, es hört immer mit Millionen US$ auf... ...und über Geld, Finanzierungen und Investitionen reden die NUR... dat sind aber auch echte Brasilianer... ?


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 Betreff des Beitrags: Re: Hi
BeitragVerfasst: 25 Jun 2007 04:33 
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Registriert: 27 Jun 2005 23:00
Beiträge: 1968
Zwitscherer hat geschrieben:
Wenn Leute 5000 erwähnen , muß ich mich echt für die schämen . Mit brasilianischen Leuten wollen solche sicher so wenig wie möglich Kontakt haben .


Ich verweise auf meinen eigenen Thread... und Euch Schönrednern kann ich eine Unverschämtheit unterstellen, nämlich die, dass in diesem Thread durchkommt, beziehungsweise grundsäztlich so getan wird, als ob echte Brasilianer arm sind, sonst sind es keine echten Brasilianer. Nach der Logik zu folgern zeichnet ihr in euren Köpfen das Bild des grundsätzlich armen Brasilianers... das ist ignorant, quadratisch und doof... dann kommt ihr nämlich hinterher wieder mit eurem bescheurten Oberklasse und Unterklasse Einteilungsverfahren mit Gut-Böse Schema... hört doch endlich auf damit - und schaut in Brasilien mal in beide Richtungen...

Dietmar hat aber trotzdem recht mit dem was er so sagt.


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 Betreff des Beitrags: Re: Hi
BeitragVerfasst: 25 Jun 2007 08:11 
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Beiträge: 233
Zwitscherer hat geschrieben:
Mein Schwager verdient 250 im Monat und kann davon mit Frau und 3 Kindern leben .
Wenn Leute 5000 erwähnen , muß ich mich echt für die schämen . Mit brasilianischen Leuten wollen solche sicher so wenig wie möglich Kontakt haben .
Brasilblog , Du bist bei dem Thema der einzige Realist , der das wahre Leben in Brasilien kennt , ohne abzuheben oder auf die Kacke zu hauen .
Jetzt will ich nur noch die Meinung von Takeo , weil der auf dem Gebiet genauso firm ist wie Du :wink:


Da haben wir es wieder: "das wahre Leben". Das ist doch Quatsch. Das Leben eines Millionärs ist genauso "wahr" wie das eines Bettlers, nur - Vorsicht: Understatement! - ein klein bißchen anders. Ich finde es ja prima, daß der Brasilblogger mit so wenig Kohl über die Runden kommt und vor allem auch noch zufrieden ist. Aber zum einen lebt er - ohne Toledo beleidigen zu wollen - in der Provinz und zum anderen hat ein jeder andere Ansprüche.

Aber einfach mal etwas Grundsätzliches: Ein Einwanderer, der nicht eine große brasilianische Familie hat, die ihn vielleicht einmal (oder öfter) durchfüttert, muß von vornherein natürlich mehr Geld zur Deckung der Lebenshaltungskosten einkalkulieren. Damit will ich jetzt nicht unterstellen, daß Brasilblogger von seiner brasilianischen Familie unterhalten wird. Aber bei mehr als genug Brasilianern sieht es eben genau so aus.* Ein Einwanderer (möglichst noch nicht einmal mit einer Brasilianerin verheiratet) zahlt da natürlich in jeglicher Beziehung drauf und muß anders kalkulieren, weil ihm die Beziehungen, die das Leben preiswerter machen, fehlen.

* Da brauche ich nur an den Bruder meiner Frau zu denken: Der geht jetzt auf die 40 zu und hat noch nie einen wirklichen Job gehabt. Er hat irgendwann angefangen, mit von seinem Vater geliehener Kohle Autos zu kaufen, diese dann aufgemöbelt und wieder verkauft. Für seinen Lebensunterhalt hat er aber, da er im Hause seiner Eltern wohnte, nie bezahlen müssen. Wenn das Geschäft also nicht lief, wurde er durchgefüttert, wenn es lief, hat er Gewinn gemacht, von dem er sich irgendwann ein eigenes Haus kaufen konnte. Gegessen wir natürlich nach wie vor bei Muttern. Und er ist kein Einzelfall.


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BeitragVerfasst: 25 Jun 2007 11:21 
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Beiträge: 303
Wohnort: Planeta terra
Oi, Gente !
Habe mir mal den ganzen Thread durchgelesen und finde die Diskussion ziemlich amüsant. Es liegt doch nunmal in erster Linie an mir selbst, was ich mir leisten will oder nicht bzw. wo und wie ich mein leben führen will. Wer dafür 4000 Real und mehr monatlich ausgeben kann und noch dazu fleißig spart, dem spreche ich meine Glückwunsch aus. Mir ist dieses Glück leider nicht vergönnt, also hat mein Leben bereits hier eine diesem Umstand angepasste Richtung genommen. Für die "Fort- und Umsetzung" dort, orientiere ich mich doch lieber an den realen Fakten des brasilianischen Alltags meiner Familie. Keiner hat dort mehr als 700/800 Real im Monat für sein Rudel und selbst diese Latte liegt noch ziemlich hoch für die meisten Brasilianer. Auch finde ich auch eine Diskussion über Ober- Mittel-Unterschicht ziemlich belanglos, weil für mich "Schicht" nicht eine Frage des Geldes ist. :wink:

Gruss
Jacare



A maioria de erros acontecem entre as orelhas!


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BeitragVerfasst: 25 Jun 2007 14:54 
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Registriert: 21 Mär 2007 13:04
Beiträge: 9
Mich würde mal interessieren, wie hoch die Lebenshaltungskosten der einzelnen Forenteilnehmer hier in Europa sind.
Ob bei der Diskusion die Wellen dann genau so hoch schlagen??? :lol:
Jorge


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 Betreff des Beitrags: Hi
BeitragVerfasst: 25 Jun 2007 15:07 
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Registriert: 28 Nov 2004 11:31
Beiträge: 699
Wohnort: Stuttgart
Hartz 4 Empfänger können sich hier auch keine größeren Sprünge leisten . Und selbst Anwälte oder Ärzte können manchmal durch eine Scheidung finanziell keine Luft mehr holen .
Bin allerdings keiner der 3 Richtungen :wink:



Ciao Zwi


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 Betreff des Beitrags: Maconha etc.
BeitragVerfasst: 25 Jun 2007 16:25 
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Registriert: 10 Apr 2007 15:31
Beiträge: 25
Wohnort: münchen
Zwitscherer hat geschrieben:
Mein Schwager verdient 250 im Monat und kann davon mit Frau und 3 Kindern leben. Wenn Leute 5000 erwähnen , muß ich mich echt für die schämen . Mit brasilianischen Leuten wollen solche sicher so wenig wie möglich Kontakt haben .


Finde solche Äusserungen von der psychologischen Seite her ziemlich interessant. Das mit den 250RS ist kindischer Unfug und es erübrigt sich jedes weitere Wort, denn es wäre reine Zeitverschwendung. Nur noch eines: Der Schwager kauft sich natürlich von den 250RS monatlich einen Neuwagen und hat mindestens 4 amantes, die er mit durchfüttert.
Zwitscherer: Voce gosta muito da maconha??

Ich hatte mich eigentlich hier bei den Brasilienfreunden deshalb angemeldet, weil ich in BR so sehr intergriert bin, dass ich keinen einzigen Deutschen kenne, der hier lebt. Und wenn mir hier überhaupt etwas fehlt, dann ist es die Möglichkeit, sich einmal auf deutsch unterhalten zu können.

Solche Leute wollte ich kennenlernen:

Tudacudaduda oder tadinho oder Guenter S und auch brasilblog (der ist zwar anderer Meninung, aber er hat was in der Birne), aber Zwitscherer um Gottes Willen NEIN (er hält wohl alle Brasilianer für Hungerleider, ehrlich gesagt, zu dem fällt mir nun wirklich nichts mehr ein.)



Brasilien ist wie das Leben selbst:
Schrecklich und herrlich zugleich


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 25 Jun 2007 16:44 
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Beiträge: 555
Wohnort: Itacaré-Bahia
oi Kuni,

ich lade dich ein, KOSTENLOS
dann siehst du, wie Familien mit 250.- Reais leben und überleben.
Bitte schreibe so einen Unsinn nie wieder, lerne Brasilien kennen.
Wer 4x monatlich europäisch Essen gehen muss, kennt das tolle Brasilien bzw. die lieben Leute nicht, hat vielleicht Angst davor.


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BeitragVerfasst: 25 Jun 2007 16:46 
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Registriert: 07 Feb 2006 15:02
Beiträge: 3179
Wohnort: Anapolis GO
Mit Hartz4 hat man aber kein "gutbürgerliches" Leben. Schon gar nicht in Floripa. Danach hatte beto28 doch ursprünglich gefragt.
Überrascht bin ich mit Ausgaben von 7.000 R$. Werft ihr das Geld zum Fenster raus?
Wir haben hier in GO mit einem anständigen Leben, regelmässig Churrasco im quintal, ab und zu beim Fischen, Ausflüge mit den Kindern usw. monatliche Ausgaben von unter 2.000 R$
Ein sparsameres Leben könnten wir mit etwa 1.500 R$ bestreiten. Notfalls würden wir sogar mit 800 R$ durchkommen, bzw. das wäre dann überleben. "Wir" sind im Übrigen zwei Erwachsens, vier Kinder und Geld für Miete und Medikamente der schwierigen Mutter.
Natürlich ist Floripa teurer und ein 52 jähriges Ehepaar aus Europa dürfte daher wohl mit 3.000 R$ im Monat bereits ein gutes Leben haben.
P.S.: Meine Angaben beziehen sich ebenfalls ohne Einberechnung der Miete...



paz e amor
Severino


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 Betreff des Beitrags: Re: Maconha etc.
BeitragVerfasst: 25 Jun 2007 18:17 
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Registriert: 26 Nov 2004 16:30
Beiträge: 2880
kunibertk hat geschrieben:
Finde solche Äusserungen von der psychologischen Seite her ziemlich interessant. Das mit den 250RS ist kindischer Unfug und es erübrigt sich jedes weitere Wort, denn es wäre reine Zeitverschwendung.


Dann blick endlich mal der Realität ins Gesicht. Ich kann dir auch genügend Beispiele nennen, wo es so ist. Da brauche ich nur hier bei mir 5 Minuten runter zum Fluss zu laufen.

Bild
Das Gelände ist übrigens illegal besetzt - und Stromanschluss gibts da keinen - die illegale Anzapferei wird hier rigoros unterbunden.

Hier gibt es einige Menschen, die kaum mehr als Bolsa Família haben. Die haben für 3-4 Personen vielleicht 150 R$ für Lebensmittel und bekommen max. die Cesta básica noch obendrauf. Wenn sie Glück haben, nennen sie eine Bretterbude und ein kleines Grundstück ihr eigen, die ihnen niemand mehr wegnimmt.

Bild

Für die ist selbst das Restaurante popular (gibts in Toledo 2x) mit dem Mitagessen für 1.50 R$ je Teller noch zu teuer, um es regelmässig zu frequentieren (wären bei 3 Pers. über 100 R$ im Monat).

Aber um mal ganz konkret zu werden: Du glaubst nicht, dass es hier Familien gibt, die mit 1 R$ pro Kopf und Tag auskommen müssen? Nein? Dann komm hierher und seh es dir an!!!! Und dann sag diesen Menschen ins Gesicht, dass ihr Leben "kindischer Unfug" ist ....

Liebe Grüsse nach MÜNCHEN ....



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