brasilienflug Portal - Infoportal für Flugreisen nach Brasilien
brasilblog Magazin - Nachrichten live aus Brasilien



Neu:


Die Europäische Reiseversicherung




Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 104 Beiträge ]   Gehe zu Seite: [ Vorherige ]  1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11  [ Nächste ]
Autor Nachricht
 Betreff des Beitrags: Auch hier
BeitragVerfasst: 26 Jun 2007 01:01 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 22 Aug 2006 14:59
Beiträge: 1204
Wohnort: Ceará
gibt es Unterschiede.

Einfache Leute Brasil afora können ganz interessant sein. Mein piloteiro fürs Tucunaréfischen hat mich nie gelangweilt.

"Alienados" sind natürlich "um saco".


Nach oben
 Profil  
     Bedankt  


 Betreff des Beitrags: Re: Maconha etc.
BeitragVerfasst: 26 Jun 2007 07:22 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 28 Jan 2007 16:52
Beiträge: 233
brasilblog hat geschrieben:
Aber um mal ganz konkret zu werden: Du glaubst nicht, dass es hier Familien gibt, die mit 1 R$ pro Kopf und Tag auskommen müssen? Nein? Dann komm hierher und seh es dir an!!!! Und dann sag diesen Menschen ins Gesicht, dass ihr Leben "kindischer Unfug" ist ....


Oops, Brasilblog, jetzt strafst du kuniberts Urteil über dich ("der ist zwar anderer Meninung, aber er hat was in der Birne") aber Lügen. Er hat weder behauptet, daß es solche Familien nicht gibt noch daß deren Leben "kindischer Unfug" ist. Aber um so zu leben, wandert wohl kaum ein Europäer nach Brasilien aus. Deshalb ist es "kindischer Unfug" von Zwitscherer dieses Beispiel hier anzuführen.


Nach oben
 Profil  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Hi
BeitragVerfasst: 26 Jun 2007 10:40 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 28 Nov 2004 11:31
Beiträge: 699
Wohnort: Stuttgart
Klar ist es "kindischer Unfug" in ein Land zu gehen , wo 80 % der Bevölkerung an der Armutsgrenze leben und dann mit 5000 im Monat richtig einen raushängen lassen . Logisch gibt es auch reiche Brasilianer , die bestimmt auch noch mehr als 5000 im Monat haben , aber die Mehrheit ist das nunmal nicht und das ist fakt .
Und wenn ich in so ein Land gehe , will ich doch nicht abgekapselt unter den paar Reichen leben und mit dem gemeinen Volk im Endeffekt nichts zu tun haben . Das wäre ja dann so eine Art "verlängerter Urlaub" .
Wenn man dann dort Familie hat , wäre das geben und nehmen dann eh nur eine Einbahnstraße .
na ja , jeder wählt sich sein Leben anders

P.S. Neto , Du hast wenigstens nie den Bezug zur normalen Bevölkerung verloren , einige andere wahrscheinlich schon :cry:



Ciao Zwi


Nach oben
 Profil E-Mail senden  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Re: Hi
BeitragVerfasst: 26 Jun 2007 11:12 
Offline

Registriert: 07 Feb 2006 15:02
Beiträge: 3179
Wohnort: Anapolis GO
Zwitscherer hat geschrieben:
....Und wenn ich in so ein Land gehe , will ich doch nicht abgekapselt unter den paar Reichen leben und mit dem gemeinen Volk im Endeffekt nichts zu tun haben . Das wäre ja dann so eine Art "verlängerter Urlaub" .
Wenn man dann dort Familie hat , wäre das geben und nehmen dann eh nur eine Einbahnstraße .
na ja , jeder wählt sich sein Leben anders
P.S. Neto , Du hast wenigstens nie den Bezug zur normalen Bevölkerung verloren , einige andere wahrscheinlich schon :cry:

Das ist ein wichtiger Einwand. Wer Familie (oder Angehörige) hat und offensichtlich über genügend Geld verfügt muss sich quasi selbst einsperren. Eine Entführung ist ja sonst vorprogrammiert.....
Die eigene angeheiratete Familie zu "erziehen" ist eine Aufgabe, die der Gringo selbst lösen muss. Natürlich gibt es auch in "meiner" Familie diese "Taugenichtse" und "Profiteure". Jeder Gringo zählt nunmal als reich. Aber geschenkt gibt es bei mir nichts. Es gibt genug Arbeit an unserem Haus. Wer Geld braucht: Bitte schön, hier ist die Schubkarre.... So trennt sich die Spreu vom Weizen. Dass das bei der kränkelnden schwierigen Mutter natürlich nicht geht ist ein anderes Thema. Aber auch sie kriegt nichts in den A... geblasen. Geht gar nicht. Ich zahle die 150 R$ Miete (aber direkt an den Vermieter) und gebe Geld für Zigaretten und Medikamente (ja, eigentlich widersinnig). Dann bekommt sie noch bolsa familiar für den angenommenen Sohn, der ja nun bei uns wohnt und irgendwann vielleicht auch noch die ihr zustehende IV-Rente. Der Antrag läuft jetzt fast drei Jahre. Aber wenn man das Arbeitsbuch nicht mehr finden kann, dann ist es eben etwas schwieriger den ganzen Bestätigungen nach zu laufen. Jetzt wollen sie nur noch Mal ein neues ärtzliches Attest, denn das andere ist ja nun schon drei Jahre alt....
Aber um zum Thema zurückzukommen: In Brasilien lebt arm und reich sehr eng zusammen. Ein Leben in einem condorminio fechado wäre nichts für mich. Das ist ja wie ein Luxus-Knast. Da bleibt die Freiheit auf der Strecke. Und die kann man nicht bezahlen. Das ist jedenfalls meine Vorstellung von einem guten Leben....
Für ein 52 jähriges Ehepaar, das vielleicht nicht soviel von Brasilien kennt, dem medizinische Versorgung sehr wichtig ist und das in Floripa ein Haus hat, ergeben sich da die ersten Unstimmigkeiten. Entweder kann ich 7.000 R$ für meine Gesundheit und meine Security ausgeben, oder ich komme mit 3.000 relativ gut über die Runden. Das durchschnittliche HAUSHALTS-Einkommen in Brasilien liegt übrigens bei 1.100 R$ Und dabei sollte wohl nicht erwähnt werden müssen, aus wieviel Personen der durchschnittliche Haushalt besteht....
P.S.: Ich denke Neto kann schon als "Durchschnitts"-Brasilianer durchgehen - nur aufgrund von dem, was ich hier über/von ihm gelesen habe. Er lebt das brasilianische Leben. Jeden Tag. Wer 7.000 R$ im Monat raushaut lebt in einer anderen Welt. Soviel bekommt etwa ein Bankdirektor. Also wenn schon klotzen, dann richtig. Weiss denn niemand was ein Helikopter kostet?



paz e amor
Severino


Nach oben
 Profil  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Re: Hi
BeitragVerfasst: 26 Jun 2007 11:39 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 28 Jan 2007 16:52
Beiträge: 233
Zwitscherer hat geschrieben:
Klar ist es "kindischer Unfug" in ein Land zu gehen , wo 80 % der Bevölkerung an der Armutsgrenze leben und dann mit 5000 im Monat richtig einen raushängen lassen .


Zum einen sind es "nur" 50 Prozent die an der Armutsgrenze leben, zum anderen wäre es doch wohl eher "kindischer Unfug" in Monaco oder Liechtenstein mit "5000 im Monat richtig einen raushängen lassen" zu wollen. Da klappt das nämlich kaum. :lol: In Brasilien kann man das mit dieser Kohle immerhin, wenn man will. Aber ums "raushängen lassen" ging es überhaupt nicht.


Zwitscherer hat geschrieben:
P.S. Neto , Du hast wenigstens nie den Bezug zur normalen Bevölkerung verloren , einige andere wahrscheinlich schon :cry:


Ach, und ich dachte zur normalen Bevölkerung eines Landes gehörten auch Verkäufer, Bankangestellte, Ingenieure, etc. pp. und nicht nur einfache, arme Schlucker vom Lande.


Nach oben
 Profil  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Re: Hi
BeitragVerfasst: 26 Jun 2007 11:54 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 24 Jan 2006 15:13
Beiträge: 303
Wohnort: Planeta terra
Zitat:Severino
Aber um zum Thema zurückzukommen: In Brasilien lebt arm und reich sehr eng zusammen. Ein Leben in einem condorminio fechado wäre nichts für mich. Das ist ja wie ein Luxus-Knast. Da bleibt die Freiheit auf der Strecke. Und die kann man nicht bezahlen. Das ist jedenfalls meine Vorstellung von einem guten Leben....

Richtig! Deshalb finde ich diese Diskussion belanglos, da der Großteil derjenigen die 5000 Real im Monat und mehr brauchen hinter dicken Mauern sitzen. Ich lebe für meinen Teil lieber mittendrin. :wink:



A maioria de erros acontecem entre as orelhas!


Nach oben
 Profil  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Re: Hi
BeitragVerfasst: 26 Jun 2007 11:55 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 28 Jan 2007 16:52
Beiträge: 233
Severino hat geschrieben:
....Und wenn ich in so ein Land gehe , will ich doch nicht abgekapselt unter den paar Reichen leben und mit dem gemeinen Volk im Endeffekt nichts zu tun haben . Das wäre ja dann so eine Art "verlängerter Urlaub" .


Auch das ist doch wieder nur Schwarz-Weiß-Malerei. Zwischen dem luxuriösen Condomínio Fechado und einer armseligen Bretterhütte gibt es in Brasilien noch sehr viel anderes. Ich habe in São Paulo (Stadtteil Penha) in einem stinknormalen Sobrado gewohnt, wie viele brasilianische Stadtbewohner. Ohne Alarmanlage oder sonstigen Sicherheitsfirlefanz. Entführt hat mich keiner. Und verdient habe ich soviel, daß ich in Brasilien locker zu den oberen 10 Prozent der Einkommenschicht zählte.

Severino hat geschrieben:
Ich denke Neto kann schon als "Durchschnitts"-Brasilianer durchgehen - nur aufgrund von dem, was ich hier über/von ihm gelesen habe. Er lebt das brasilianische Leben. Jeden Tag.


Ein Leben, das 50 Prozent der Brasilianer wiederum nicht leben. :lol:


PS: Ich habe diese abstrusen Vorstellungen vom "normalen brasilianischen Leben" mal ein paar brasilianischen Bekannten erzählt, die als Möbelschreiner, Lackierer, Reisebürokaufmann, Krankenschwester arbeiten. Was die dazu meinen, gebe ich besser nicht im Wortlaut wieder, es könnte einige Träumer erschüttern.


Nach oben
 Profil  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 26 Jun 2007 12:07 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 16 Apr 2007 22:06
Beiträge: 71
Wohnort: Piracicaba / Brasilien
Ich wuerde doch mal bruzundanga's Vorschlag folgen und Bausteine diskutieren. Dass jeder andere Vorstellungen von einem MITTLEREN Lebenstandard usw. hat, sollte ja wohl klar sein.

Genauso ist sicherlich klar, dass ein Ehepaar um die 50 Jahre bestimmt nicht in ein anderes Land auswandern will, um in einer Favela zu leben - egal wieviel % der Bevoelkerung dort dies tun (muessen).
Aufzuzeigen, dass hier Menschen mit 250 Reais im Monat eine komplette Familie ueber Wasser halten, finde ich in diesem Zusammenhang genauso unsinnig wie zu behaupten, man braeuchte gleich ein halbes Vermoegen, um sich wohlzufuehlen.

Aber gut, BAUSTEINE!!!!!

Ich finde den Teil Lebensmittel ganz interessant, denn mir ist aufgefallen, wie nur innerhalb des einen Jahres, das ich nun hier bin, sich fast ausschliesslich alles im Supermarkt sehr verteuert hat. Sowas muss man auch beachten, denn - wie in Deutschland auch - steigen zwar die Preise gerne, aber das Einkommen dann leider doch nicht...

Mein liebstes Beispiel: Milch
Vor einem Jahr ca. 1,14 pro Liter, gestern im Carefour bin ich fast umgefallen - 1,89!!

Toastbrot Wickbold von 1,99 auf 2,69

So geht das weiter mit Kaese und Schinken, Cornflakes, Fleisch im allgemeinen, saemtlichen Milchprodukten, Kaffee, Reinigungsprodukten, selbst Klopapier kostet hier ja schon ganz schoen... Und von kleinen Luxusguetern wie Nutella, Schokolade, Chips oder Alkoholischem mal ganz abgesehen...

Mein Mann hatte mal in Deutschland bei Plus einen Wocheneinkauf wie wir ihn hier in Brasilien machen "nachgestellt" und gleich ein Foto von den ganzen Sachen gemacht, die wir in Dtl. fuer denselben Preis (in Zahlen, also 1 Real BRA = 1 Euro Dtl.) gekauft haben - weil er es nicht glauben konnte, wie relativ billig doch der Einkauf in Dtl. war bzw. um wieviel teurer doch "normale" Lebensmittel in Brasilien sind....

Aber alles hat zwei Seiten:
Was ich hier liebe, ist einkaufen im Varejão oder auf der feira (Obst- & Gemuesemarkt). Alles meist frisch und lecker und wirklich guenstig. Wir schleppen jede Woche mehrere Kilo an Obst & Gemuese nach Hause und zahlen nur ca. 15 Reais.
Da kann Dtl. meines Wissens nach nicht mithalten und ausserdem gibt's ja hier Fruechte, von denen ich vorher noch nicht mal ein Bild gesehen hatte :D

Also, zusammenfassend kann ich sagen, wir machen in einem 2 -Personen Haushalt einmal einen grossen Monatseinkauf fuer ca. 180-200 Reais und dann jede Woche so ein kleiner Nachschub von ca. 40-60 Reais.

Hoffe, das hilft, die Originalfrage ein bisschen zu beantworten.

Mehr Baustein-Diskussion, bitte!



Viver é a coisa mais rara do mundo,
a maioria das pessoas apenas existe.

Provérbio de São Paulo


Zuletzt geändert von Anna82 am 26 Jun 2007 12:09, insgesamt 1-mal geändert.

Nach oben
 Profil  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Re: Hi
BeitragVerfasst: 26 Jun 2007 12:08 
Offline
Benutzeravatar

Registriert: 28 Jan 2007 16:52
Beiträge: 233
Zwitscherer hat geschrieben:
Neto , Du hast wenigstens nie den Bezug zur normalen Bevölkerung verloren , einige andere wahrscheinlich schon :cry:


Da 80 Prozent der Brasilianer in Großstädten leben und nicht in einem bahianischen Hundert-Seelen-Kaff, hat er den Bezug zur normalen Bevölkerung nie gehabt. :lol:


Nach oben
 Profil  
     Bedankt  
 Betreff des Beitrags: Re: Hi
BeitragVerfasst: 26 Jun 2007 12:26 
Offline

Registriert: 28 Nov 2004 18:40
Beiträge: 1548
Tudacudaduda hat geschrieben:
PS: Ich habe diese abstrusen Vorstellungen vom "normalen brasilianischen Leben" mal ein paar brasilianischen Bekannten erzählt, die als Möbelschreiner, Lackierer, Reisebürokaufmann, Krankenschwester arbeiten. Was die dazu meinen, gebe ich besser nicht im Wortlaut wieder, es könnte einige Träumer erschüttern.
Dann schreibs wenigstens mir per PN. Bitte.


Nach oben
 Profil  
     Bedankt  


Beiträge der letzten Zeit anzeigen:  Sortiere nach  
Ein neues Thema erstellen Auf das Thema antworten  [ 104 Beiträge ]  Gehe zu Seite: [ Vorherige ]  1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11  [ Nächste ]





» Foren-Übersicht » INFOS, TIPPS UND HILFEN ZU BRASILIEN » Auswandern

Alle Zeiten sind UTC + 1 Stunde

Aktuelle Zeit: 02 Dez 2008 22:51


Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste


Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Dieses Thema durchsuchen:
Gehe zu:  



* Kontakt/Hilfe    * Brasilien Podcasts    * RSS News    * RSS Kanäle    * Brasilien Reisen    * Linienflüge Brasilien    * Flüge Salvador    * Urlaub Recife