Was sind die monatlichen Lebenshaltungskosten in Floripa

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Beitragvon Severino » Di 26. Jun 2007, 12:42

Anna82 hat geschrieben:....Aber gut, BAUSTEINE!!!!!
...Also, zusammenfassend kann ich sagen, wir machen in einem 2 -Personen Haushalt einmal einen grossen Monatseinkauf fuer ca. 180-200 Reais und dann jede Woche so ein kleiner Nachschub von ca. 40-60 Reais....

Wir haben mit zwei Erwachsenen und vier Kindern ein Budget von R$ 500 für Lebensmittel und Gas. Dabei ist das meist ein Monatseinkauf von R$ 300 im Supermarkt, der Rest sind auch Nachkäufe, meist Obst und Fleisch und natürlich der Bäcker.
Auch im Supemarkt geht es zuerst meist Richtung Bohnen, Reis, Öl, Zucker und Kaffee. Und die Preise dafür steigen immer sofort mit der Erhöhung des Salario Minimo. Für 500g Café Rancheiro zahlen wir nun schon 6,79 R$. Vor einem Jahr lag der Preis noch bei 5,49 R$
Fleisch und Bier für churrasco zählen aber nicht zu diesem Baustein. Auch ist Anápolis recht günstig, denn es liegt zwischen Sao Paulo und Belem und so einige Logistikfirmen haben hier ihren "Drehpunkt". In weiter abseits gelegenen Gegenden innerhalb von Goias kosten Lebensmittel schnell Mal 20% mehr. In Florianopolis vermutlich 70%. Das ist auch beim Benzin so. Gebrauchte Autos hingegen kommen meist aus Minas.
Damit ihr noch ein paar Preise vergleichen könnt: Die Pulle Gas kostet hier 35 R$, der Kasten SKOL gekühlt 51,50 R$ (davon 4 R$ fürs kühlen)
Prost
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Re: Hi

Beitragvon Severino » Di 26. Jun 2007, 12:48

supergringo hat geschrieben:
Tudacudaduda hat geschrieben:PS: Ich habe diese abstrusen Vorstellungen vom "normalen brasilianischen Leben" mal ein paar brasilianischen Bekannten erzählt, die als Möbelschreiner, Lackierer, Reisebürokaufmann, Krankenschwester arbeiten. Was die dazu meinen, gebe ich besser nicht im Wortlaut wieder, es könnte einige Träumer erschüttern.
Dann schreibs wenigstens mir per PN. Bitte.

Die haben sich wahrscheinlich halb tot gelacht, denn alle oben genannten brasilianischen Bekannten zusammen verdienen keine 7.000 R$. Dafür leben und wohnen sie aber wohl auch so, wie sich das ein 52-jähriges europäisches Pärchen in Florianopolis auch nicht vorstellen möchte.
Die ganz Diskussion hier läuft ziemlich konfus.... Vielleicht sollte der Threadsteller den Titel ändern: "Wer darf wieviel Kohle verprassen - Hintergrundinformationen"
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Re: Hi

Beitragvon Bernado » Di 26. Jun 2007, 13:05

Tudacudaduda hat geschrieben:PS: Ich habe diese abstrusen Vorstellungen vom "normalen brasilianischen Leben" mal ein paar brasilianischen Bekannten erzählt, die als Möbelschreiner, Lackierer, Reisebürokaufmann, Krankenschwester arbeiten. Was die dazu meinen, gebe ich besser nicht im Wortlaut wieder, es könnte einige Träumer erschüttern.


Also ich maße mir nicht an, das brasilianische Leben nicht zu kennen. Ich weiss, nur eins, ich könnte ein Leben der Upperclass führen. Ich kann mir vorstellen wie die Leute denken. Wahrscheinlich dasselbe was ich denken würde, wenn einer sagt, dass man erst mit 20.000 Euro monatlich in Europa leben kann.
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Nicht arm und trotzdem mittendrin ....

Beitragvon cebolinha » Di 26. Jun 2007, 13:12

... was mir in dieser Diskussion bislang fehlt, ist die Alternative, trotz relativ eines guten Einkommens (oder vorhandener Ersparnisse) mittendrin zu leben, ohne dabei groß den Larry heraushängen zu lassen.
Das passt übrigens sehr gut zur deutschen Mentalität, immer etwas "auf der Kante zu haben" ....
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Re: Hi

Beitragvon Tudacudaduda » Di 26. Jun 2007, 13:16

Severino hat geschrieben:Die haben sich wahrscheinlich halb tot gelacht, denn alle oben genannten brasilianischen Bekannten zusammen verdienen keine 7.000 R$.


Nein, die haben über die Leute geflucht, die so tun, als gäbe es in Brasilien nur arme Schlucker, die von der Hand im Mund leben. Natürlich hat keiner von denen 7.000 R$ im Monat (zusammen haben sie allerdings durchaus auf mehr als diese Summe) und braucht die auch gar nicht.
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Re: Maconha etc.

Beitragvon dietmar » Di 26. Jun 2007, 14:22

Tudacudaduda hat geschrieben:
brasilblog hat geschrieben:Aber um mal ganz konkret zu werden: Du glaubst nicht, dass es hier Familien gibt, die mit 1 R$ pro Kopf und Tag auskommen müssen? Nein? Dann komm hierher und seh es dir an!!!! Und dann sag diesen Menschen ins Gesicht, dass ihr Leben "kindischer Unfug" ist ....


Oops, Brasilblog, jetzt strafst du kuniberts Urteil über dich ("der ist zwar anderer Meninung, aber er hat was in der Birne") aber Lügen. Er hat weder behauptet, daß es solche Familien nicht gibt noch daß deren Leben "kindischer Unfug" ist. Aber um so zu leben, wandert wohl kaum ein Europäer nach Brasilien aus. Deshalb ist es "kindischer Unfug" von Zwitscherer dieses Beispiel hier anzuführen.


Ich schreibe meine Artikel hier nicht, nur um immer die max. Menge an Applaus rauszuholen. Daher ist sei Urteil prinzipiell irrelevant.

Ich hatte es aber so verstanden, dass es den 250 R$ Haushalt seiner Meinung nach nicht gibt. Genauso wie Seiten vorher jemand geschrieben hat, dass er die Kleindung der Kinder in einem Haushalt, der mit weniger als 2000 R$ auskommen muss, "lieber nicht sehen möchte".

Aber mal meine eigenen Bausteine:

Haushaltseinkauf für 3 Pers.: 120-150 R$ + 30 R$/Woche für Nachkäufe. Wobei dabei weniger Reis/Bohnen gekauft werden, da Frau und Tochter mittags im Kindergarten, repek. Arbeitsstelle essen. Daher wird mehr für Frühstück/Abendessen eingekauft. Mehr Kuchen, mehr Fleisch f. Churrasco, Brot, Wurst, Käse.

Gasflasche, irgendwas zwischen 30 - 40 R$ hält rund 2 Monate.

Strom 127 V mit 2 PC, die eigentlich rund um die Uhr laufen, ohne Klima und ansonsten nur ein paar nackten Glühbirnen, Kühlschrank ca. 100-110 R$. (wobei ein Batzen dabei für drei Trafos bestimmt draufgeht, die die 127 V für meine 220 V Geräte umwandeln). Nachts ist sämtliches Licht, auch im Aussenbereich aus. Habe je schliesslich rundherum eine Mauer von ca. 80 cm Höhe.

Wasser: Verbrauchsminimum 30 R$

Auto: Keines, da keine Kosten

Krankenversicherung: Keine

Auswärts essen: etwa 2x im Monat vielleicht ein X-Salada (ca. 15 R$ am Ende für uns drei), 1-2x esse ich Mittags mit meiner Frau (sie hat Vale, ansonsten, Buffet 5.50 R$)

Kleidung: würde mal schätzen, so 100 R$ im Monat (mal Winterklamotten für 300 R$ für die Kleine, dann 2 Monate nix)

Medikamente: nach Bedarf, im Jahresdurchschnitt vielleicht 50 R$ im Monat

Internet: 100 R$ für eine 256 K Anbindung via Radio, habe früher 55 R$ für die 128 K bezahlt, mir nun seit 2 Monaten die doppelte Geschwindigkeit geleistet. Alternativen dazu: keine!

Monatlich muss ich 265 R$ Miete (75qm Wohnfläche auf Lote 12x30) + 21.23 R$ ITPU bezahlen.

So, mal ein paar Bausteine. Wenn der Eindruck entstanden sein sollte, dass der Durchschnittsbrasilianer ein armer Schlucker ist, der von der Hand in den Mund lebt und seine Kinder, die hungrig ins Bett gehen, in Lumpen kleidet, dann muss ich wohl an meiner Ausdrucksweise arbeiten.

Nochmal zu meiner Grundthese (nicht mehr und nicht weniger): Man kann in Brasilien mit einem Haushaltseinkommen von 1.000 R$ leben, ohne dass Hunger gelitten wird und/oder die Kinder in Lumpen laufen.

Wenn es trotzdem der Fall ist, haben die Leute was falsch gemacht. z.B. wieder unnötiges Zeug auf Raten gekauft, deren monatliche Abzahlung nun am Essen eingespart werden muss ... auch da kenne ich zig-Beispiele. Oder sie zahlen ein Auto ab, haben aber keinen Centavo für Sprit. Dafür wird es dann täglich gewaschen :D ... Brasilien ist gross ... hier ist fast alles möglich ....
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Re: Maconha etc.

Beitragvon pocoto » Di 26. Jun 2007, 14:43

@brasilblog
hab grad auf deiner Hompage gelesen das gerzeit Bürgerkrieg in Brasilien (Rio de Janeiro) herrscht. Sag mal bist du noch bei Trost? Du kannst doch nicht so einen Horrormeldung loslassen. Damit schädigst du nachhaltig eine ganze Nation! Hier gehts nicht um Aufständische die die Regierung übernehmen wollen, sondern um Drugdealer die ihr Gebiet verteidigen. Sowas gibts in mehreren Staaten auf unserer Welt (Kolumbien, Bolivien usw.) Deswegen ist aber dort noch lange kein Bürgerkrieg!
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Beitragvon Severino » Di 26. Jun 2007, 14:46

brasilblog hat geschrieben:...So, mal ein paar Bausteine. Wenn der Eindruck entstanden sein sollte, dass der Durchschnittsbrasilianer ein armer Schlucker ist, der von der Hand in den Mund lebt und seine Kinder, die hungrig ins Bett gehen, in Lumpen kleidet, dann muss ich wohl an meiner Ausdrucksweise arbeiten.
Nochmal zu meiner Grundthese (nicht mehr und nicht weniger): Man kann in Brasilien mit einem Haushaltseinkommen von 1.000 R$ leben, ohne dass Hunger gelitten wird und/oder die Kinder in Lumpen laufen.
Wenn es trotzdem der Fall ist, haben die Leute was falsch gemacht. z.B. wieder unnötiges Zeug auf Raten gekauft, deren monatliche Abzahlung nun am Essen eingespart werden muss ... auch da kenne ich zig-Beispiele. Oder sie zahlen ein Auto ab, haben aber keinen Centavo für Sprit. Dafür wird es dann täglich gewaschen :D ... Brasilien ist gross ... hier ist fast alles möglich ....

Dem kann ich zu 100% zustimmern. Beto28 hatte ja nach gutbürgerlich gefragt. Nehmen wir das Beispiel Churrasco. Früher hatten wir aus Ziegelsteinen und einem Gitterrost einen Grill gebaut. Kostenpunkt 5 R$. Heute sieht das so aus: Kostenpunkt Churrasqueira inkl. Balcao und aller Arbeiten 2.900 R$
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Re: Maconha etc.

Beitragvon dietmar » Di 26. Jun 2007, 14:55

pocoto hat geschrieben:@brasilblog
hab grad auf deiner Hompage gelesen das gerzeit Bürgerkrieg in Brasilien (Rio de Janeiro) herrscht. Sag mal bist du noch bei Trost? Du kannst doch nicht so einen Horrormeldung loslassen. Damit schädigst du nachhaltig eine ganze Nation! Hier gehts nicht um Aufständische die die Regierung übernehmen wollen, sondern um Drugdealer die ihr Gebiet verteidigen. Sowas gibts in mehreren Staaten auf unserer Welt (Kolumbien, Bolivien usw.) Deswegen ist aber dort noch lange kein Bürgerkrieg!


Offtopic ... diskutier das bei mir im Blog! Ansonsten empfehle ich dir mal der Wahrheit ins Gesicht zu blicken ...
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Re: Maconha etc.

Beitragvon Tudacudaduda » Di 26. Jun 2007, 14:58

brasilblog hat geschrieben:Wenn der Eindruck entstanden sein sollte, dass der Durchschnittsbrasilianer ein armer Schlucker ist, der von der Hand in den Mund lebt und seine Kinder, die hungrig ins Bett gehen, in Lumpen kleidet, dann muss ich wohl an meiner Ausdrucksweise arbeiten.


Der Eindruck ist ja nicht durch dich entstanden.

brasilblog hat geschrieben:Nochmal zu meiner Grundthese (nicht mehr und nicht weniger): Man kann in Brasilien mit einem Haushaltseinkommen von 1.000 R$ leben, ohne dass Hunger gelitten wird und/oder die Kinder in Lumpen laufen.


An dieser Grundthese ist auch nichts falsch, nur schwebt ein solches Leben wohl jemandem, der nach Florianopólis auswandern möchte, wohl kaum vor. beto28, der diesen Thread mit seiner Frage begonnen hat, möchte ja einen gewissen, aber keineswegs übertriebenen Lebensstandard halten. Mit monatlich 1000 R$ könnte er das nicht bewerkstelligen. Das ist der springende Punkt.
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