Was tun mit ca. 400k?

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Beitragvon tapirus » Do 3. Mai 2007, 07:40

400000*4 %= 16000 € pro Jahr zinsen = 16000€ *2,75 =R$ 44000= R$ 3666,66 im Monat. Runden wird das mal ab (-überweisungskosten,steuern etc). Du hast ca. R$3500 im Monat!!!

Du lebst nie von der Substanz!! Ich würde es so machen, wie ich beschrieben habe.


Nomimal lebt man dann zwar nicht von der Substanz, real aber schon, da die Geldmenge weltweit derzeit um 12 % pro Jahr steigt. Inflationäre Zeiten.
Um also keine Kaufkraft zu verlieren und von den Zinsen leben zu können, müßtest du also schon 12 + 4 % Rendite erzielen. Nicht einfach, aber möglich.
Benutzeravatar
tapirus
 
Beiträge: 50
Registriert: Mi 25. Apr 2007, 10:42
Bedankt: 0 mal
Danke erhalten: 0 mal in 0 Post

Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon Brummelbärchen » Do 3. Mai 2007, 12:05

tapirus hat geschrieben:[...]da die Geldmenge weltweit derzeit um 12 % pro Jahr steigt. Inflationäre Zeiten.
Um also keine Kaufkraft zu verlieren und von den Zinsen leben zu können, müßtest du also schon 12 + 4 % Rendite erzielen.


Ähemm, ich will hier ja nicht den Oberlehrer spielen, aber Geldmengenausweitung korrelliert *nicht* mit Inflation. Und vor allem hat die weltweite Geldmengenausweitung wenig mit der Inflation einer bestimmten Währung zu tun.

Korrekt an der Aussage ist, dass langfristig die Rendite die Inflation übetreffen muss, also zB 2% (Inflation) plus 4% (Rendite) = 6%. 12% Inflation dann, wenn die Anlage in BRL ist.

BB
Benutzeravatar
Brummelbärchen
 
Beiträge: 966
Registriert: Mo 24. Apr 2006, 17:31
Wohnort: Belo Horizonte
Bedankt: 1 mal
Danke erhalten: 3 mal in 2 Posts

sem titulo

Beitragvon bruzundanga » Do 3. Mai 2007, 17:29

@BB
Stimme mit Deinem Posting überein, nur was der folgende Satz bedeuten soll ist mir nicht klar:

[url]12% Inflation dann, wenn die Anlage in BRL ist.
[/url]

Meines Wissen liegen die Inflationsraten wie folgt:

Deutschland 1,7% (2006)
Brasil 3,7% (2006)

@alleswirdgut
Glaube Du vergisst hier den Zusammenhang: Der zitierte ging von den in D. üblichen Zinsätzen aus, aus welchen Gründen auch immer, war er nicht dafür das Geld nach Br. zu transferieren.


Sehe die Sache in etwa so:

Ein Anlage in Brasilien bringt in etwa 11% Zinsen (nach Kapitalertragsteuer) bei einer Inflation von 3,5% = Inflationsbereinigt 7,5%

Ein Anlage in Deutschland bringt ca. 4% Zinsen bei einer Inflation von ca. 1,5% = IB 2,5%

Wohlgemerkt, dass ist nur ein Schritt in einer Überlegungskette die auch z.B. Verluste beim Geldtransfer, Landesrisiko etc. berücksichtigen sollte.

Noch eine Frage: Ist der folgende Satz falsch?

Man ist der Inflation des Landes ausgesetzt, in dem man wohnt.

P.S.: Bitte nicht an Zehntelprozenten sondern am Prinzip rütteln.
In einen hohlen Kopf geht viel Wissen (Karl Kraus)
Benutzeravatar
bruzundanga
Moderator
 
Beiträge: 1916
Registriert: Di 22. Aug 2006, 14:59
Wohnort: Ceará
Bedankt: 28 mal
Danke erhalten: 96 mal in 80 Posts

Beitragvon PALHACO » Do 3. Mai 2007, 19:52

tapirus hat geschrieben:
Nomimal lebt man dann zwar nicht von der Substanz, real aber schon, da die Geldmenge weltweit derzeit um 12 % pro Jahr steigt. Inflationäre Zeiten.
Um also keine Kaufkraft zu verlieren und von den Zinsen leben zu können, müßtest du also schon 12 + 4 % Rendite erzielen. Nicht einfach, aber möglich.



Erstmal vieln Dankl für die vielen hilfreichen und durchweg ernstgemeinten Antworten hier im Forum. Ich bin ja schon längere Zeit ein stiller Leser gewesen, ehe ich mit meinem Anliegen auf Euch zukam und muss sagen, dass ich sehr froh bin eine Austauschplattform wie diese zu haben.

Zu den 12%: Da kann ich mich nur meinen Vorrednern anschließen. Wenn die Geldmenge weltweit um 12% zunimmt bedeutet dies nicht im Umkehrschluss, dass die Infaltion auch 12 % betragen muss. Richtig ist aber, dass eine steigende Geldmenge zu steigender Infaltion führen muss.



Vielleicht noch etwas zu mir: ich bin unverheiratet und würde dann alleine mich auf den Weg nach BR machen. Die Frage tauchte weiter oben mal auf. Zusammenfassend scheint also mein Vorhaben nicht am Finanziellen zu scheitern.

Ich erlaube mir mal folgende Frage zu stellen: Gibt es jemand unter Euch, der auch nur sein Leben in BR genießen will, es aber trotzdem was gefunden hat, womit er sich sinnvoll beschäftigen kann? Kommt vielleicht soetwas wie ein Hilfsprojekt für Ausländer in Frage?
Ich denke da an soetwas wie eine (zumindest am Anfang) kleine Mikrokredit-Bank. Würde mich über einen Meinungsaustausch bezüglich dieser "Idee" sehr freuen.



Palhaco palhacado
Benutzeravatar
PALHACO
 
Beiträge: 4
Registriert: Di 1. Mai 2007, 19:58
Bedankt: 0 mal
Danke erhalten: 0 mal in 0 Post

Beitragvon sefant » Do 3. Mai 2007, 20:00

PALHACO hat geschrieben:Vielleicht noch etwas zu mir: ich bin unverheiratet und würde dann alleine mich auf den Weg nach BR machen. Die Frage tauchte weiter oben mal auf. Zusammenfassend scheint also mein Vorhaben nicht am Finanziellen zu scheitern.


Ich glaube das größte Risiko in diesem Fall wäre fast schon, dass du dich in die falsche Frau verguckst :wink: Vorallem auch wegen der Regel, dass schon Ansprüche nach 2 Jahren reinen Zusammenlebens besteht.

Ich erlaube mir mal folgende Frage zu stellen: Gibt es jemand unter Euch, der auch nur sein Leben in BR genießen will, es aber trotzdem was gefunden hat, womit er sich sinnvoll beschäftigen kann? Kommt vielleicht soetwas wie ein Hilfsprojekt für Ausländer in Frage?
Ich denke da an soetwas wie eine (zumindest am Anfang) kleine Mikrokredit-Bank. Würde mich über einen Meinungsaustausch bezüglich dieser "Idee" sehr freuen.

Palhaco palhacado


Ich denke da kann man schon genug an Freiwilligenarbeit finden (Creches, Kirche usw).
Beleeeza
Benutzeravatar
sefant
 
Beiträge: 1094
Registriert: Mi 4. Mai 2005, 02:13
Wohnort: Münster/Belo Horizonte
Bedankt: 6 mal
Danke erhalten: 127 mal in 88 Posts

Re: sem titulo

Beitragvon Claudio » Do 3. Mai 2007, 20:06

bruzundanga hat geschrieben:Man ist der Inflation des Landes ausgesetzt, in dem man wohnt.


eben, deswegen bei wohnsitz in Brasil statt:

bruzundanga hat geschrieben:Ein Anlage in Deutschland bringt ca. 4% Zinsen bei einer Inflation von ca. 1,5% = IB 2,5%


Ein Anlage in Deutschland bringt ca. 4% Zinsen bei einer (brasilianischen) Inflation von ca. 3,7% = IB 0,3% :!: :!: :!: :!:


ich weiss immer nicht was die leute hier teilweise für geld ausgeben.
bei einer angenommenen Rendite von 10% hier in Brasilien hat er mit seinen 400.000EUR = 1.100.000 Reais :!: :!: :!: ein monatliches Einkommen von 9166 Reais :!: :!: :!: :!:

Das ist ein Managergehalt
Benutzeravatar
Claudio
 
Beiträge: 1302
Registriert: Fr 4. Nov 2005, 21:06
Wohnort: Vila Velha-ES-Brasil
Bedankt: 32 mal
Danke erhalten: 18 mal in 14 Posts

Beitragvon tapirus » Do 3. Mai 2007, 21:07

Meines Wissen liegen die Inflationsraten wie folgt:

Deutschland 1,7% (2006)
Brasil 3,7% (2006)


Das was in den Medien gerne veröffentlicht wird ist in der Regel der Konsumentenpreisindex. Manche nennen dies Inflation, andere verwenden den Begriff Inflation für die Geldmengenausweitung, andere ziehen von Ihr noch etwas ab.

Nur ist meines Erachtens der zugrunde liegende Warenkorb für den Konsumentenpreisindex bewußt so manipuliert, das ein niedriger Wert herauskommt. Kann man einfach über die Gewichtung, bzw. das Weglassen von Gütern gestalten.

Also relevant wäre eigentlich ein individueller Warenkorb für die Restlebenszeit eines jeden Menschen. Muss man halt selbst erarbeiten.

Langfristig schlägt die Geldmengenausweitung auf den Konsumentenpreisindex durch. Kann ein paar Jahre dauern.

Im Moment geht die ganze Knete in Aktien und Immobilienpreise und übrige Sachwerte (Ein Blick auf den Gold und Silberpreis der letzten 5 Jahre ist aufschlußreich.)

Vergleicht doch mal selbst, was Ihr im letzten Lebensjahr der Deutschen Mark für Eure Güter bezahlt habt und was die heute in Euro kosten. Meist das doppelte, und das bei 6/7 Jahren Euro. Sind also fast 2stellige Prozentuale Beträge. Gegenbeispiele gibt's natürlch auch. Z.B. Textilien und Elektrotand aus China, wo fürn Appel und ein Ei gearbeitet wird.

Ich will hier ja keine schlechte Stimmung schaffen, aber der Betrug der Hochfinanz und der Politiker ist verdammt groß. Leiden muss hier der kleine Mann, der es nicht versteht und nicht sein Vermögen in Sachwerten erhalten kann und dessen Einkommen nicht mit der Geldmengenausweitung, später dem Konsumentenpreisindex mithalten kann.

Sorry, bin kein BWLer, man kann das bestimmt feiner und ausführlicher Formulieren, aber ich schlabber mir jetzt lieber ein Bierchen.

Euer tapirus
Benutzeravatar
tapirus
 
Beiträge: 50
Registriert: Mi 25. Apr 2007, 10:42
Bedankt: 0 mal
Danke erhalten: 0 mal in 0 Post

Re: sem titulo

Beitragvon Brummelbärchen » Do 3. Mai 2007, 23:07

bruzundanga hat geschrieben:@BB
Stimme mit Deinem Posting überein, nur was der folgende Satz bedeuten soll ist mir nicht klar:

[url]12% Inflation dann, wenn die Anlage in BRL ist.
[/url]

Meines Wissen liegen die Inflationsraten wie folgt:

Deutschland 1,7% (2006)
Brasil 3,7% (2006)


Du hast natürlich vollkommen recht, die 12er Zeiten sind zum Glück vorbei.

BB
Benutzeravatar
Brummelbärchen
 
Beiträge: 966
Registriert: Mo 24. Apr 2006, 17:31
Wohnort: Belo Horizonte
Bedankt: 1 mal
Danke erhalten: 3 mal in 2 Posts

Immobilien

Beitragvon halbtot » Fr 4. Mai 2007, 03:48

kaufe auf keinen Fall fertige Wohnungen um sie zu vermieten. Die Mietrendite beträgt dabei (zumindest hier in Fortaleza) weniger als 1% monatlich (Wertsteigerungen nicht einberechnet). Also weniger als Festgeld in Reals.
Wenn überhaupt, dann kaufe Wohnungen ganz zu Beginn eines Bauprojektes, da werden Sie mit großem Abschlag verkauft, weil die Baugesellschaften notorisch knapp bei Kasse sind und i.d.R. erstmal ungebaute Wohnungen verkaufen müssen, um überhaupt mit dem Bauen anfangen zu können.

Firmen kriegen in Brasilien z.Zt. Geld im Schnitt zu 30% pro Jahr geborgt (Privatpersonen zu über 100%). Es gibt also viele Geschäftsmöglichkeiten, die bis zu 29% Rendite abwerfen, aber aus Kapitalmangel nicht gemacht werden. Ich würde mich deshalb nicht mit den Zinsen von Festgeld (egal ob D oder BR) zufrieden geben. Abgesehen davon ist sowas ja wirklich langweilig :-)
Benutzeravatar
halbtot
 
Beiträge: 52
Registriert: Mo 31. Jan 2005, 21:06
Wohnort: Fortaleza
Bedankt: 0 mal
Danke erhalten: 0 mal in 0 Post

Beitragvon Frankfurter » Fr 4. Mai 2007, 07:18

@ tapirus: Die sog. BWLer - die ich kenne - haben auch nicht DAS Vermögen um ihre schlauen Vorhersagen zu belegen :lol: . Also DU liegt mit Deiner Meinung völlig richtig !

@ halbtot : Der Preis der Zinsen beinhaltet immer auch das Risiko ! Daher bekommen eben in Br. Private nur zu 100 % Zinsen einen Kredit. Weil Du , wenn er nicht mehr bezahlen kann , diesem Nackten nichts mehr holen kannst. Und halbfertige Wohnungen: Das hatten wir in D auch schon( 70 Jahre ). Frage wer garantiert die Fertigstellung einer ETW - Anlage in Brasilien. Ich habe in keinem anderen Land so viele unfertige Häuser gesehen , wie in Brasilien. Hast Du schon mal mit Baufirmen in D gearbeitet ( Ich ja :sndsck: ) Das ist ein Kinderspiel gegen meine Erfahrungen in Brasilien ( Da brauchst Du die Spezial Anwälte aus der Favela :bazooka: ) Und als Ausländer fällt man leicht auf Abzocker rein . Ist mal so.

Frankfurter
Frankfurter
 
Beiträge: 948
Registriert: Mo 1. Jan 2007, 18:14
Bedankt: 180 mal
Danke erhalten: 191 mal in 158 Posts

VorherigeNächste

Zurück zu Auswandern

 



Berechtigungen in diesem Forum

Du darfst keine neuen Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst keine Antworten zu Themen in diesem Forum erstellen.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht ändern.
Du darfst deine Beiträge in diesem Forum nicht löschen.
Du darfst keine Dateianhänge in diesem Forum erstellen.

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 0 Gäste

Persönlicher Bereich

Anmelden

Empfehlung

Wortübersetzer

Deutsch/Portugiesisch - Übersetzer in Kooperation mit Transdept

Neu im IAP PortalNetwork

Please enable / Bitte aktiviere JavaScript!
Veuillez activer / Por favor activa el Javascript![ ? ]