Was tun mit ca. 400k?

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Beitragvon Joachim2007 » So 6. Mai 2007, 01:26

RonaldoII hat geschrieben:1.Wohin willst du überhaupt in brasilien leben??
2. alleine oder mit Freundin??

Idee: geld sich hier anlegen und nicht in Brasilien

400000*4 %= 16000 € pro Jahr zinsen = 16000€ *2,75 =R$ 44000= R$ 3666,66 im Monat. Runden wird das mal ab (-überweisungskosten,steuern etc). Du hast ca. R$3500 im Monat!!!

Du lebst nie von der Substanz!! Ich würde es so machen, wie ich beschrieben habe.
_______________________________________________________

2. Möglichkeit für Dich

300000€ in sicher anlegen und von den Zinsen leben....immerhin ca. 2500 R$ pro monat

100000€ in immoblien investieren. z.b 2 kleine wohnungen kaufen, in einer lebst du und die andere vermietest du!!!

RonaldoII


Warum soll er als armer Schlucker in Brasilien mit 3500R$/Monat leben, wenn er über 1.200.000R$ auf der hohen Kante hat?Er will sich doch in verschlechtern, oder?
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Beitragvon Holger3 » So 6. Mai 2007, 05:27

PALHACO hat geschrieben:
tapirus hat geschrieben:
Richtig ist aber, dass eine steigende Geldmenge zu steigender Infaltion führen muss.


Nur, wenn das Geldmengenwachstum das Produktivitaetswachstum uebersteigt. (Selbst das stimmt nur so halb).
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Beitragvon RonaldoII » So 6. Mai 2007, 15:13

Warum soll er als armer Schlucker in Brasilien mit 3500R$/Monat leben, wenn er über 1.200.000R$ auf der hohen Kante hat?Er will sich doch in verschlechtern, oder?


Oi joachim,

1.und wie soll die Kohle ohne abzug Steuer nach Brasilien?Da ist bestimmt so 10000-20000 € für nix weg!!!!!

2. Würdest 400000€ in Papiergeld tauschen.? Starker Reais hin und her, aber bist du Dir sicher, das der Reais in den nächsten 5 Jahren noch existiert??Kann alles passieren, aber du hast ja dann genug Papier um Dir Tränen vom Gesicht zu wischen.

3. Bist wirklich so naiv, das Du denkst die Brasilianer sind dumm und schenken Dir Geld und dann noch die Bank!!!!Hahaha

4. Wenn du mal die Zinsen minus den Steuern, Inflation etc rechnest was bleibt EFFEKTIV wohl über???Ich hätte diese Frage hier schonmal in einen anderen Thread gestellt, aber selbst die Cracks haben nicht geantwortet!!!

Also ich bleibe dabei, die Kohle sicher in Europa anlegen und von 3500 Reais im Monat leben. Ich glaube auch, bei dieser Summe (400k) in Brasilien wirst du auch netten Besuch bekommen!! Der Mensch ist ja gierig nach immer mehr Geld!!Ich würde mit 3500 Reais super auskommen!!
Der Spatz in der Hand ist besser, als die Taube auf dem Dach........

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Beitragvon tadinho » So 6. Mai 2007, 17:00

.....in europa bleibt doch fast nicht von den zinsen über...(Zinshöhe,Steuern,Inflation)...hier ist eine konservative anlageform gemeint und nicht die zockerabteilung....hinzu kommen kosten des geldtransfer wenn man von europa den zinsgewinn in welcher form auch immer nach brasilien transferiert....ich würde das anlagekapital z.b auf BB,Itau und Citibank verteilen....alle haben fast identische anlageprodukte und man hat den vorteil das die jeweiligen gerentes am springen sind wenn man was haben möchte....
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Re: Hast natürlich recht

Beitragvon PALHACO » So 6. Mai 2007, 17:13

bruzundanga hat geschrieben:P.S. Ein neuer interessanter Thread tut not. Hier hat isch der Author schon verabschiedet (ich weiss ich weiss, der Spiegel an der Wand)



Ich bin schon noch da 8) . Also nach meiner persönlichen Meinung ist es wohl auch am besten einen Teil nach BR von dem Vermögen mitzunehmen und auch nur von diesem Teil zu leben. Der Rest bleibt in Europa. Da fühl ich mich einfach am sichersten dabei. Auch wenn es derzeit nicht danach aussieht, dass es den Real in 5 Jahren nicht mehr geben wird, ist es trotzdem besser nicht alles unnötiger Weise auf einen Karte zu setzen und alles nach BR mitzunehmen.

Zur Ortswahl: Ich kann mich wahrlich noch nicht zwischen dem Nordosten, speziell die Region um FOR und Rio de Janeiro entscheiden. Beide Standorte gefallen mir sehr gut und jeder hat gegenüber dem anderen seinen Vor- und Nachteile.

Da ja teilweise auch die negativen Seiten von Brasilien angesprochen wurden, möchte ich mich hierzu auch noch kurz äußern.
Manchmal frage ich mich echt was es genau ist, warum ich unbedingt dort hin, speziell nach RJ, möchte. V.a. in RJ ist die Kriminalität ja unglaublich hoch. Dies ist nur ein Gesichtspunkt unter mehreren der eigentlich gegen Brasilien spricht. Trotzdem, und das meine ich voll im Ernst, hat dieses Land einen ganz speziellen Reiz, den ich so noch nirgends vorgefunden habe. In vielen Momenten fühlt man sich, auch wenn das für einige jetzt beuscheuert klingen mag, dem Paradies doch recht nah.


Abr.

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Inlation, Zinsen ... und Wechselkursveränderung

Beitragvon Troller_fan » Mi 9. Mai 2007, 14:43

Bei all den Diskussionen wurde der Bergleich von Zinssatz und Inflation in Deutschland und Brasilien hervorgehoben, der Einfluß der Wechselkursveränderung wurde aber nur am Rande gestreift.

Ich war von 2000 bis 2005 in Brasilien und habe einen Real erlebt, der Anfangs etwas mehr als eine DM wert war, vor der Präsidentenwahl (2002?) stand er bei 4 R$/1 EUR und nun ist er wieder bei 2.75 R$/EUR.

Langfristig wird sicher der Wechselkurs den unterschiedlichen Inlationsraten anpassen und wieder nachgeben so wqie sich auch der Selic - Taxa dos Juros hat sich in den letzten Jahren von ca 25% mit der Inflationsrate nach unten bewegt hat.

Mein Fazit:
Auch ich würde nicht 100% des Kapitals nach Brasilien verlagern, aufgrund der Risikoverteilung.
Einen Teil des Risikos kann man in Brasilien reduzieren, indem man statt in einer Mietwohnung zu leben sich ein Häuschen oder Wohnung kauft
Das größte Problem ist wohl, wie man die Zeit verbringt, sinnvoll, ohne das Vermögen sinnlos zu verprassen. - Auch mir erscheint der Mikrokreditansatz durchaus reizvoll. Es gibt übrigens bereits Organisationen, die den Ansatz der Grameen Bank nach Brasilien brachten und dort praktizieren.

Viel Erfolg
Der Troller_fan (hoffentlich ab 2008 wieder in Brasilien)
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Beitragvon Severino » Mi 9. Mai 2007, 15:05

Nur mal ein kleines Rechenbeispiel. Stell Dir vor Du bist ca. 40 Jahre alt. Dann hast Du noch ca. 40 weitere Jahre vor Dir.
400.000 Euro gibt etwa 1.100.000 R$. Gibt knapp 2.300 R$ im Monat für 40 Jahre. Wenn jetzt einer schon 50 ist und nur 70 wird, wo ist dann das Problem? :twisted:
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Beitragvon Troller_fan » Mi 9. Mai 2007, 15:16

Severino hat geschrieben:Nur mal ein kleines Rechenbeispiel. Stell Dir vor Du bist ca. 40 Jahre alt. Dann hast Du noch ca. 40 weitere Jahre vor Dir.
400.000 Euro gibt etwa 1.100.000 R$. Gibt knapp 2.300 R$ im Monat für 40 Jahre. Wenn jetzt einer schon 50 ist und nur 70 wird, wo ist dann das Problem? :twisted:


Das Problem heißt Inflation ... hast Du schon mal berechnet, was 2.300 R$ in 30 Jahren bei einer Inflation von 3.7% (wenn es dabei bleibt) wert sind?
[Lösung: 2.300 / (1 + 0.037)^30]

Habe zwar gerade keinen Taschenrechner zur Hand, bin mir aber sicher, die Zahl ist erschrecken klein.

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Beitragvon Severino » Mi 9. Mai 2007, 15:56

Ja, und für was brauch ich mit 70 oder 80 dann noch soviel Kohle? Wenn ich bis dahin nicht ausgeraubt und erschossen wurde, dann bleibt ja nur noch pinga trinken, denn mit einem armen alten Gringo will in Brasilien kein Mädel was zu tun haben. Daher liegt nämlich das Problem nicht bei der Inflation, sondern eher bei der Errektion.... dinheiro na mão - calcinha no chao / dinheiro sumiu - calcinha subiu

P.S: ein nicht ganz ernstgemeinter Beitrag :D (773,33 R$ wenn man mit 2.300 /1,037 ^30 rechnet)
Zuletzt geändert von Severino am Mi 9. Mai 2007, 16:12, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon Troller_fan » Mi 9. Mai 2007, 16:08

Der Beitrag war witzig aber auch wahr ... ob calcinha oder offroadfahren ... für beides wird man mit 70+ weniger Geld brauchen als mit 40.

Die Formel ergibt bei meinem Windows xp Taschenrechner aber nur 773 R$.
D.h. 2300 R$ in 2007 haben bei einer Inflation von durchschnittlich 3.7% 30 Jahre später noch eine Kaufkraft von 773 R$.

Und das ist auch ohne Calcinha und Jeep zu wenig zum Überleben (für mich jedenfalls).

Deshalb - und auch wegen der Langeweile - sollte man auch als Aussteiger/Umsiedler/Wandersmann noch irgendwas machen, das Spaß macht und am besten auch noch ein paar Groschen (=R$) abwirft.

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