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Oi Gente Wir waren auch mal während einer Südstaaten-Tour in Bento-Goncalves, übrigens eine nicht-schöne, nichtssagende Stadt ohne irgendetwas, außer einem Bahnhof mit einer erlebniswerten Touristik-Dampfbahn. Nicht so sehr wegen der Landschaft, durch die man fährt, sondern wegen dem künstlerischen Programm, was man während der Fahrt erlebt.
Ganz in der Nähe ist das Vale do Vinhedo, auf das sich auch der Beitrag von Africa bezieht. Dort fühlt man sich nach Klein-Italien versetzt. Alles voller Weinberge, grün, gepflegt und alles ordentlich. Wir haben dann in 3 Tagen einen Großteil der Weingüter durchprobiert, aber nur 3 mit nach unseren europäischen Maßstäben (Gaumen) vernünftigen Kellereien. Das war Miolo, die praktisch industriell Massenproduktion machen, da kommt nicht besonders, aber immerhin trinkbares raus. Dann Aurora, die kleiner sind, aber in der Qualität besser und dafür auch teurer. Die besten Weine haben wir bei Don Laurindo, einem kleinen Betrieb, gefunden. Für brasilianischen Durchschnitt ein sehr trockener Wein, mit sehr viel Fruchtbuquet und wenig Säure. Wir haben den abendlich getrunken und auch einige Kisten mitgenommen. Drauf gekommen sind wir, weil da eine Gruppe von Blumenauer Gastwirten in unserem Hotel hatten, die uns zu Don Laurindo mitgenommen hatte. Wahrscheinlich produzieren auch noch andere Kleine Winzer in dem Tal sehenswerte Weine. Jetzt kommt aber das Problem. Da es ja in Brasilien nur einen schwach ausgeprägten Groß- und Zwischenhandel gibt, bekomme ich den großmaßstäblich hergestellten und über Supermarktketten vertriebenen Miolo praktisch an jeder Ecker in den 3 Sorten normal, Reserva und Grande Reserva oder wie die den nennen. Dazu noch Jahr für Jahr die etwa gleiche Qualität. Beim Aurora sieht das schon dünner aus, den gibt nicht überall, vor allem dioe guten Jahrgänge sind schnell weg und die können sehr unterschiedlich sein. Den Don Laurindo kann man sich in den Kofferraum packen und mitnehmen (was die Blumenauer mit ihren Großraumfahrzeugen auch gemacht haben) aber dann ist Schluss. Kaufen kann man den im Laden in BH nicht, nicht mal auf der jährlichen Getränke(Cachaca)-Messe auf der auch Weinhändler ausstellen. Ist also auch ein Vertriebsproblem, wenn man keinen guten Wein findet. Das ganze wird wohl in SP ganz anders aussehen, aber in Minas. Da bleibt einem halt nur CyT oder ein Sao Miguel aus Mendoza übrige
Manfred
PS: Es gibt auch noch ein Weinanbaugebiet, ein paar Kilometer südlich von Curitiba (Stanta Felicidade oder so, wenn ich mich recht erinnere) Alles Italienisch, aber leider gutes dabei, aber was kann auch aus einer Weinprobe um die Mittagszeit herum gutes herauskommen.
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