Welche Art Überweisung für eine Immobilie, Bankspesen etc.

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Re: Welche Art Überweisung für eine Immobilie, Bankspesen et

Beitragvon frankieb66 » Fr 29. Jun 2012, 22:09

amazonasklaus hat geschrieben:Vielen Dank für das ausführliche Feedback. Von anderen Fragestellern kommt so etwas leider viel zu selten.

ganz meine Meinung!

amazonasklaus hat geschrieben:Nur eine Frage: Woher stammt Deine Information, dass bei einer internationalen Banküberweisung nach Brasilien 16% Gebühren anfallen? Meiner Erfahrung nach entstehen Kosten, einschließlich des Verlusts durch den von der Bank gewählten Wechselkurs, von ca. 5-7 Prozent. Was immer noch viel zu viel ist.

das mit den 16% ist mir auch irgendwie schleierhaft und erscheint mir zu hoch ... ich kenne auch eher die 5-7% die du angibst ... aber vielleicht kann der TE "uns" ja noch weiter aufklären ...
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Re: Welche Art Überweisung für eine Immobilie, Bankspesen et

Beitragvon Pernambucana11 » Sa 30. Jun 2012, 16:29

Ja die 5 bis 7%, das habe ich auch erwähnt bei Entelli, dass mir bis anhin nie gross etwas an Spesen flöten gegangen ist, wie sie denn auf die 16% kommen. Sie sagten, bei kleineren Beträgen ist das nicht der Fall, aber bei grossen eben schon. Ich werde am Montag nochmals genau nachfragen ab wieviel Reais das der Fall ist.

Bis 10'000 Reais pro Tag fallen diese Spesen eben nicht an, aber alles was über 10'000 Reais ist, geht automatisch zur Banco Central und wird dort deklariert. Kann sein, dass alles, was unter 10'000 Reais ist, nicht deklariert wird und somit auch keine 16% fällig werden. Das ist der Grund, warum so viele Immobilien so abgewickelt werden möchten. Erstens ist es so für den Emfpänger viel einfacher, ans Geld heranzukommen, da er nicht nachweisen muss, woher es stammt. Zweitens "spart" der Überweiser, also der Käufer, die Bürokratie sowie diese Spesen die meiner Ansicht nach entstehen, sobald ein Betrag von über 10'000 Reais nach Brasilien überwiesen wird, und dann läuft es automatisch über die Banco Central, und der Verkäufer muss nachweisen können, woher er das Geld hat, ansonsten kommt er nicht ran.

Ist natürlich für beide Parteien wesentlich einfacher so, darum lese ich auch so oft immer wieder, wie manche hier es recht umständlich machen und am Bankomaten in Brasil täglich 1000 Reais rausholen, oder mit Bargeld in der Tasche zu den Câmbios spazieren. Das Problem dabei ist einfach: wer eine Immobilie so kauft und sie irgendeines Tages wieder verkaufen möchte, und das Geld ausser Landes bringen möchte, wird Probleme bekommen weil es eben nicht bei der Banco Central deklariert wurde.

Das ist einfach meine Logik, aber wenn ich hier irgendwo falsch liege, bitte korrigieren. Weitere Info folgt!
Um abraço, Pernambucana
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Re: Welche Art Überweisung für eine Immobilie, Bankspesen et

Beitragvon sonhador » Sa 30. Jun 2012, 17:05

Pernambucana11 hat geschrieben: Das Problem dabei ist einfach: wer eine Immobilie so kauft und sie irgendeines Tages wieder verkaufen möchte, und das Geld ausser Landes bringen möchte, wird Probleme bekommen weil es eben nicht bei der Banco Central deklariert wurde.

Das ist einfach meine Logik, aber wenn ich hier irgendwo falsch liege, bitte korrigieren. Weitere Info folgt!



Nein, ist nicht deine Logik aber Tatsache. Dass das Wechselbüro in der Schweiz sich ein Bein ausreisst für dich, ist in der Sache begründet. Die verdienen nähmlich daran.

Frag doch mal ob sie dir eine Fotokopie von der Zulassung durch die Banco Central von Brasilien überlassen könnten und stell mir dann diese via Scan an meine Privat e mail Adresse zu. Wenn du sie hast, schick mir einen PN. Ok ?
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Re: Welche Art Überweisung für eine Immobilie, Bankspesen et

Beitragvon amazonasklaus » Sa 30. Jun 2012, 17:26

Du machst es schon richtig, das Geld offiziell einzuführen.

Wenn ich Dich richtig verstande habe, sind die 16% eine Gebühr von Entelli, was für mich ein Grund wäre, dort keine Überweisung zu machen.

Dass die Zentralbank Gebühren für eine Überweisung aus dem Ausland erhebt, wäre mir nämlich neu. Und bei meiner Bank liegen die Gebühren deutlich unter 16%. Der Hauptposten ist der standardmäßig ungünstige, aber in der Praxis verhandelbare Umrechungskurs.
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Re: Welche Art Überweisung für eine Immobilie, Bankspesen et

Beitragvon Elsass » So 1. Jul 2012, 04:29

Ich hab mal nachgeschaut in meinen Unterlagen:
Fuer Ueberweisungen (ca. 2-4 USD) aus USA nach Bradesco fielen ca. 3-4% "Kosten" an und es dauert lange. (Kosten = Unterschied zwischen interbankrate(Oanda) und tatsaechlich erhaltenem Kurs)
In einem Fall (Autokauf, ca. 20T USD) waren es sogar nur 1.5%. Da hatte aber der Autoverkauefer seinen eigen FX-despachanten. Die Ueberweisung lief superschnell und hatte den besten Kurs bisher.
Ich weiss aber von Bekannten, dass es viel Nerven kosten kann, wenn man groessere Mengen Geld (20-50T BRL) aufs Konto erhaelt, und dass es jede Mengen Stress und Rennerei bedeutet, bis man endlich ueber das Geld verfuegen kann.
Das ist oft einfach auch nur die Bank selbst(gerente), die gerne etwas laenger auf dem Geld sitzen bleibt :twisted: .
Bei Entelli & Co. ist das Geld am Tag nach der Einzahlung (Schweiz) in Brasilien verfuegbar. Das hat gewaltige Vorteile, wenns schnell gehen muss.
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Re: Welche Art Überweisung für eine Immobilie, Bankspesen et

Beitragvon Mazzaropi » So 1. Jul 2012, 17:16

Elsass hat geschrieben:Ich weiss aber von Bekannten, dass es viel Nerven kosten kann, wenn man groessere Mengen Geld (20-50T BRL) aufs Konto erhaelt, und dass es jede Mengen Stress und Rennerei bedeutet, bis man endlich ueber das Geld verfuegen kann.
Das ist oft einfach auch nur die Bank selbst(gerente), die gerne etwas laenger auf dem Geld sitzen bleibt :twisted:


Klar versucht die Bank da ein bisschen die Freigabe hinauszuzögern, ein Tag mehr auf deren Konto bei zig- oder hunderten von Auslandseingängen, bedeute am Monatsende schon mal die eine oder andere Million mehr an Gewinn, was dann auch nicht zum Schaden des verantwortl. GERENTE ist! :twisted:

Aber der Hauptgrund liegt darin, das der bras. Empfänger vorab nicht nach den richtigen Ansprechpartnern bei der Bank erkundigt.
Denn selbst der 08/15 Gerente einer normalen Filiale hat keine grosse Ahnung wie überhaupt Auslandseingänge oder -überweisung ablaufen. Deshalb muss man den zuständigen Gerente der Devisen-Auslandsabteirlung ausfindig machen. Hinzukommt das natürlich nicht jede Filiale eine eigene Devisenabteilung hat, selbst in den Hauptstädten gibt´s oft nur eine einzige, die dann für sämtliche Filialen das internationale Geschäft abwickelt.
Da dauert es dann erstmal ein paar Tage bis man weiss in welcher Filiale die Devisenabteilung ist und wer denn dann auch noch der zuständige Gerente für Dein Konto ist.

Deshalb, eine gute Vorbereitung kann vieles erleichtern. Klar, wie immer in Brasiland, vor überraschungen ist man nie sicher. :lol:
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Re: Welche Art Überweisung für eine Immobilie, Bankspesen et

Beitragvon brasiuuu » So 1. Jul 2012, 18:59

tja ....die mühlen mahlen halt anders und vor allem langsamer in brasilien als in unseren breitengraden.
ich bin jetzt auch seit ca. 7 monaten eine immobilie am kaufen.
bis da alles mal in ordnung ist braucht man schon nerven.
und wenn man denkt jetzt ist es soweit dann kommt wieder etwas neues.
hab zum beispiel nicht gewusst dass man bei einer "imobilia rural" die nachbarlichen fazendeiros per unterschrift um ihr einverständnis bitten muss!
aber auch das kriegen wir noch hin. steter tropfen hölt den stein.
schlimm sind vor allem die zuständigen ministerien (INCRA :evil:) die in sachen inkompetenz alles übertreffen.

was mir beim geldtransfer wichtig ist, ist legalität, geschwindigkeit, sicherheit, transparenz, gutschrift (berechenbare kosten) und service.

genau darum habe ich den service von entelli schon viel in anspruch genommen.
es spielt doch eigentlich überhaupt keine rolle wie der kurs ist oder wieviel sie dran verdienen.
wichtig ist wieviel wird meinem konto in brasilien gutgeschrieben.
wenn ich bei einer bank X einen super kurs bekomme und ich dann bemerke das auf dem brasilianischen konto weniger eingeht weil die noch diese und jene gebühr abziehen dann ist das für mich bauernfängerei und absolut intransparent.

ich finde wer einen guten service liefert der sollte doch auch etwas verdienen dürfen oder sonhador?
oder würdest du es gratis machen?

auf jeden fall finde ich es gut wenn leute wie pernambucana die sachen kritisch hinterfragen. dies ist zwar zeitaufwendig aber immerhin noch um welten besser als einem safado auf den leim zu kriechen.
in diesem fall hat es mächtig nach "golpe" gerochen!

das mit der zulassung der zentralbank würde mich dann auch interessieren. warum nicht öffentlich posten?
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Re: Welche Art Überweisung für eine Immobilie, Bankspesen et

Beitragvon amazonasklaus » So 1. Jul 2012, 20:56

brasiuuu hat geschrieben:genau darum habe ich den service von entelli schon viel in anspruch genommen.
es spielt doch eigentlich überhaupt keine rolle wie der kurs ist oder wieviel sie dran verdienen.
wichtig ist wieviel wird meinem konto in brasilien gutgeschrieben.

Richtig, nur die Frage bleibt: Wieviel kommt denn jetzt bei einer Überweisung mit Entelli konkret an? Die Aussage von Pernambucana, dass ab einem Überweisungsbetrag von 10.000 Reais 16% auf der Strecke bleiben, klingt nach keinem attraktiven Angebot.
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Re: Welche Art Überweisung für eine Immobilie, Bankspesen et

Beitragvon brasiuuu » So 1. Jul 2012, 21:40

amazonasklaus hat geschrieben:
brasiuuu hat geschrieben:genau darum habe ich den service von entelli schon viel in anspruch genommen.
es spielt doch eigentlich überhaupt keine rolle wie der kurs ist oder wieviel sie dran verdienen.
wichtig ist wieviel wird meinem konto in brasilien gutgeschrieben.

Richtig, nur die Frage bleibt: Wieviel kommt denn jetzt bei ein
er Überweisung mit Entelli konkret an? Die Aussage von Pernambucana, dass ab einem Überweisungsbetrag von 10.000 Reais 16% auf der Strecke bleiben, klingt nach keinem attraktiven Angebot.



Nein.
Sie hat geschrieben bei banküberweisung. Bei entelli seien diese gebühren schon abgezogen.
Das heisst wenn der Kurs z.b. 2.15 ist, dann wird auch 2.15 gutgeschrieben. Deswegen sagte ich Transparenz.
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Re: Welche Art Überweisung für eine Immobilie, Bankspesen et

Beitragvon amazonasklaus » Mo 2. Jul 2012, 06:53

Pernambucana11 hat geschrieben:Ja die 5 bis 7%, das habe ich auch erwähnt bei Entelli, dass mir bis anhin nie gross etwas an Spesen flöten gegangen ist, wie sie denn auf die 16% kommen.

Ich habe verstanden, dass sich diese 16%-Aussage, die ja anscheinend Entelli gemacht hat, auch auf Überweisungen mit Entelli bezieht.

Andernfalls fände ich es recht fragwürdig von Entelli zu behaupten, bei Banken müsste man 16% Gebühren zahlen, weil dies offensichtlich nicht stimmt. Warum wird unbedarften Kunden solcher Unsinn erzählt?
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