Wen wuerdet ihr in Deutschland waehlen? 2. Umfrage

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Wen wuerdet ihr in Deutschland waehlen? 2. Umfrage

Sozialisten (CDU, SPD, Gruene, Linkspartei, NPD)
1
20%
Sozialdemokraten (FDP)
4
80%
 
Abstimmungen insgesamt : 5

Beitragvon Moranguinho » Mo 12. Sep 2005, 10:18

tinto hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass in Deutschland alles falsch läuft.

Es braucht eigentlich nur
- etwas weniger Neid,
- mehr Gelassenheit,
- etwas Mut,
- Selbstvertrauen
- Selbstbewusstsein
- Engagement für Staat und Gesellschaft
-vor allem nicht immer das Feindbild Staat-Privat, als wenn es miteinander nicht ginge
- Patriotismus
- Privatinvestition (Konsum)!



Durchaus richtig.


[...] Etwas ist auch anders in Deutschland, nicht die Nebenkosten, sondern schlicht die Löhne sind "zu hoch"-jedenfalls im Vergleich. Vor allem in der mittleren Führungsebene und bei den einfachen Jobs. Wenn ein Facharbeiter 4,50 € verdient oder wie hier 18€, da ist es dann auch egal, ob 20% oder nur 11% Abgaben dazukommen...Das ist der Punkt, doch nicht die Quote bei den Abgaben. Aber wer an den Löhnen dreht, in Zeiten, in denen auch die private Krankenkasse, die Autokonzerne, die Energiekonzerne etc ihre Preise um mehr als 10% erhöhen, der darf sich über mangelnde Nachfrage auch nicht wundern. [...]


Das ist nicht ganz richtig. Nicht die absolute Höhe der Lohnkosten ist interessant, sondern die Lohnkosten in Relation zur Produktivität.
Wenn einer doppelt soviel verdient, aber viermal mehr produziert, als eine vergleichbarer Arbeiter, dann ist er trotz höherer Lohnkosten im Endeffekt nur halb so teuer.
Die Quote bei den Abgaben ist interessant, weil sie die Lohnkosten künstlich verteuert, und Arbeit dadurch tendenziell weniger atraktiv macht. (Strafsteuer auf Arbeit) Zu Hochzinszeiten ist dies uninteressant, zu niedrigzinszeiten problematisch. (z.B. lasse ich von einer Putzfrau putzen, oder kaufe ich mir einen Staubsauger, der automatisch in meiner Abwesendheit hin und her fährt.)

Die Lohnnebenkosten liegen übrigens nicht bei 20%, sondern bei über 40%, auf dem Lohnzettel wird aber meist nur der Arbeitnehmeranteil ausgewiesen, da fällt das dann nicht so auf.

Viele Grüße

Moranguinho



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Beitragvon thomas » Mo 12. Sep 2005, 11:10

Seufz.. hab eigentlich keinen Bock mehr auf Politikdiskussionen im Sambaforum ;) aber irgendwie kann ich den Yenz da jetzt nicht sitzen lassen. Denn er vertritt einen validen Ansatz und verdient keine Beleidigungen.

@Vasco:
Das ist ein klassisches Missverständnis. Es geht nicht gegen Solidarität als Wert an sich, es geht gegen den Zwang zu einer staatlich verordneten Solidarität. Es geht zB um das Recht anstatt zwangsstaatlich die Steinkohlesubventionen mit meinen Steuern zu zahlen, dieses Geld lieber an die Kinder in Lemis Projekt überweisen zu können.

@Namorado:
Würde der Staat nur hoheitliche Aufgaben übernehmen, wäre er zehn Mal kleiner als heute. Es gibt interessante Konzepte, für die Lösung all der von Dir aufgeworfenen Fragen durch nicht-staatliche Institutionen.

Mal ganz grundsätzlich: was ist Steuernzahlen denn nichts anderes als durch eine Gruppe von Menschen organisierter und von den Umstehenden gebilligter (aka staatlicher) Raub. Wenn ich nicht zahle, werde ich mit physischer Gewalt dazu gezwungen.

Welches Menschenbild ist denn das ? :?:
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Beitragvon tinto » Mo 12. Sep 2005, 11:21

Der Yens hat scharf geschossen und ordentlich was zurückbekommen - ich meine: wer austeilt muss auch einstecken können, und sorry mir gegenüber ist er - auch in vorangegangenen Beiträgen - schon sehr persönlich geworden. Ist ja auch nicht gerade so als könnte er mit einer anderen Meinung gut leben...

Ich danke vasco, namorado und careca für die Beiträge. Auch wenn wir nicht immer einer Meinung sind, ist's absolut ok wie ihr das schreibt!

Steuern sind kein staatlicher Raub, sondern eine Lebensgestaltung, die demokratisch legitimiert und damit von der Mehrheit so gewollt ist. :idea:

So ist das eben in einer Demokratie, und ich muss sagen, dass ich ganz froh bin, dass Yens da lebt wo er ist, und da kann er von mir aus auch bleiben.

@thomas - warst Du denn beim FDP-Parteitag? Hab ich Dich vielleicht auf dem podium gesehen? :wink:
Zuletzt geändert von tinto am Mo 12. Sep 2005, 17:04, insgesamt 1-mal geändert.
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Schöne Grüße,
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Beitragvon Jorginho » Mo 12. Sep 2005, 11:36

Ist aber doch lustig anzuschauen, wie sich FDP und CDU/CSU jetzt kurz vor der Wahl noch versuchen, selbst zu zerfleischen. Doch, doch... einen solche Regierung braucht Deutschland jetzt unbedingt. :twisted:
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Beitragvon vasco » Mo 12. Sep 2005, 11:57

thomas hat geschrieben:@Vasco:
Das ist ein klassisches Missverständnis. Es geht nicht gegen Solidarität als Wert an sich, es geht gegen den Zwang zu einer staatlich verordneten Solidarität. Es geht zB um das Recht anstatt zwangsstaatlich die Steinkohlesubventionen mit meinen Steuern zu zahlen, dieses Geld lieber an die Kinder in Lemis Projekt überweisen zu können.


Hallo Thomas,

das klingt ja auf den ersten Blick ganz vernünftig. Aber wie würde das wirklich funktionieren ?

Freiheit ist eine Illusion. Wenn der Mensch zu viel Entscheidungsfreiheit hat, steht er vor dem Problem Entscheidungen fällen zu müssen (und das ist für viele Menschen ein Problem).
Hier würde doch die versuchte Einflußnahme verschiedener Gruppierungen über Medien weiter zunehmen. Hinterher kämen sich die Leute wieder verarscht vor, weil sie sich durch Medien/Werbung haben beeinflußen lasen und (aus späterer Sicht) falsche Entscheidungen getroffen haben.

Ein gutes Beispiel, warum diese Entscheidungsfreiheit des Volkes meiner Meinung nach nicht funktioniert ist der Umweltschutz in Dritte Welt Ländern. Spanien und Portugal wurde er von der EU quasi aufgezwungen (die Bevölkerung hat bis heute keine Sensibilität hierfür), ähnliches ist in Osteuropa zu bemerken.

Würde hier die Entscheidung bei der Bevölkerung liegen, hätten die Regierungen doch keine müde Steuermark dafür ausgegeben und müßten später die höheren Folgekosten tragen.
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Beitragvon Jorginho » Mo 12. Sep 2005, 18:49

Falls Yenz in den USA noch mal als Politiker Karriere machen möchte, sollte er bei seinem nächsten Rio-Aufenthalt aufpassen, was er tut...


Bild


Arnies dunkle "Playboy"-Vergangenheit

Wer wäre als Aushängeschild eines Bodybuilding-Magazins besser geeignet als Arnold Schwarzenegger? Das dachte sich auch American Media Inc. und kaufte den Gouvernator ein. Nur seine Vergangenheit als Darsteller in einem "Playboy"-Film passte da gar nicht ins Bild. Doch der Verlag wusste einen Ausweg.

Gülden sind die Bikinis, die die tanzenden Mädchen in dem Nachtclub tragen. Gülden und knapp. Der männliche Tänzer greift der einen Schönheit an den Hintern, vorwurfsvoll fasst sie ihn an seinen Handgelenken und stößt ihn zurück. "Weißt du", sagt der Mann, "nachdem ich gesehen habe, wie die Mädchen hier tanzen, kann ich absolut verstehen, warum Brasilien sich ganz meinem bevorzugten Körperteil hingibt - dem Po." Dann füttert der wenig grazil tanzende Muskelprotz eine Schönheit lasziv mit einer Möhre.

"Club Oba Oba" - das klingt nach Urlaub, Sommer, Sonnenschein, vielleicht auch nach tanzenden, leicht bekleideten Schönheiten. Nach Politik klingt das nicht. 1983 hatte Mister Universe Arnold Schwarzenegger tatsächlich in etwa so viel mit Politik zu tun, wie die "Playboy"-Produktion "Carnival in Rio" mit einer Dokumentation.

Der Rest steht hier: http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,374216,00.html
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Beitragvon yens » Mo 12. Sep 2005, 19:28

Jorginho hat geschrieben:
Arnies dunkle "Playboy"-Vergangenheit


Wundert mich, dass dies jetzt so aufgebauscht wird. Der Film lief in NYC vor einem Jahr bei einem Filmfestival. Ich wollte ihn mir eigentich anschauen, habe es dann aber nicht geschafft. Angeblich hatte jemand das Video in einem 2nd Hand Shopd in der Gabbelkiste gefunden.

Gruss Yens
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