Wen wuerdet ihr in Deutschland waehlen? 2. Umfrage

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Wen wuerdet ihr in Deutschland waehlen? 2. Umfrage

Sozialisten (CDU, SPD, Gruene, Linkspartei, NPD)
1
20%
Sozialdemokraten (FDP)
4
80%
 
Abstimmungen insgesamt : 5

Wen wuerdet ihr in Deutschland waehlen? 2. Umfrage

Beitragvon yens » Mi 7. Sep 2005, 22:28

So macht man eine Umfrage!
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Beitragvon Lemi » Mi 7. Sep 2005, 23:51

Aha.
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Beitragvon G-Man » Do 8. Sep 2005, 08:46

Das erklärt einiges.

Danke G-Man
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Beitragvon thomas » Fr 9. Sep 2005, 21:59

Hatte ich schon erwähnt, dass Yenz ein bewundernswertes Talent für politische Kommunikation hat :) ?

Aber hinter dem harten Kern steckt ein wahrer Gedanke.. glaubt mir..
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Beitragvon tinto » Sa 10. Sep 2005, 20:38

thomas hat geschrieben:Hatte ich schon erwähnt, dass Yenz ein bewundernswertes Talent für politische Kommunikation hat :) ?

Aber hinter dem harten Kern steckt ein wahrer Gedanke.. glaubt mir..


Welcher denn?

Hier mal so meine Meinung:

Die FDP hat mit allen schon mal Sex gehabt, mit CDU wie SPD!

Was da oben zur Wahl steht wird es so nie geben.

Niemand kriegt die FDP allein, weil es kaum welche gibt, die diese Spasspartei der Besserverdienenden wirklich wählt. Also SPD mit FDP oder CDU mit FDP, aber wahrscheinlich hält der Bürger die FDP für sooo gut, dass er lieber'ne große Koalition wählt.

Und dann kann die FDP ja mit den ganz linken und den ganz rechten Parteien eine konstruktive Oppostionsarbeit kleisten. Sagen wir FPÖ!
Oder besser ganz liberal: FPD!
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Beitragvon namorado » Sa 10. Sep 2005, 21:17

Oi gente,

klar, das größte Problem der FDP ist wohl das Image von "Guidos Spaßmobil", das denen immer noch anhaftet. Ansonsten gilt ja auch hier eher -wie in den übrigen Parteien auch- so eine Profilierungssucht. Es werden lediglich parteipolitische Interessen gesehen; das Wohl Deutschlands kommt (bei den meisten zumindest) erst mal an zweiter oder dritter Stelle.
Was auch klar sein sollte - als liberale und sehr wirtschaftlich orientierte, kleine Partei, schauen die natürlich auch, wer von den "großen" Parteien am ehesten ihren Erwartungen entspricht bzw. ihnen die größeren Chancen einräumt.

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Beitragvon thomas » Sa 10. Sep 2005, 22:55

Aus Sicht eines programmatisch Libertären wie Yenz (und in weiten Teilen auch ich) hat die FDP noch sozialdemokratischen Charakter und alle anderen Parteien mit ihren 50%-Staatsquoten kann man durchaus in den Sozialistentopf packen.

Deutschland, wie kaum eine andere Gesellschaft staatsgläubig, würde etwas mehr Freiheit gut tun. Das ist alles.

Im Wahlkampf kommt seriöse Programmdiskussion leider etwas zu kurz, deshalb verzeihen wir Tinto auch mal die billige Polemik hier..
;)

Aber es ist immer wieder bezeichnend, wie in Deutschland nicht über die Sache diskutiert wird, sondern versucht wird, andere durch Attacken unter der Gürtellinie zu diskreditieren. Aber so ist das eben wenn man gegen die Privilegien vorgehen will, die sich einige auf Kosten aller leisten.

t.
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Beitragvon namorado » So 11. Sep 2005, 01:42

Oi Manu,

Welche Laus is dir denn über die Leber gelaufen? Wieso so ein aggressives Auftreten? Ist wohl auch eine Verallgemeinerung, wenn du meinst alle "fallen über Deutschland her" , "lästern" und "haben den Rachen noch nicht voll genug".
Was is eigentlich das Deutschland, über das angeblich alle Herfallen? Ich als deutscher Bürger bin doch ein Teil davon. Fall ich jetzt über mich selber her????
Und zum Thema "Lästern": unsere Demokratie lebt von Meinungsvielfalt. Wenn jemand seine Meinung äußert, ob mit sachlich, konstruktiven Argumenten, durch Polemik oder Witze ist das wohl kaum gelästert - unter Lästern verstehe ich was anderes; nämlich seine Meinung nicht zu äußern und dann hinterher abzukotzen, wenn was nicht zur eigenen Zufriedenheit lief.
Dass die Parteien exakt das machen, was der Wähler will, entspricht wohl auch nicht den Tatsachen. Weshalb sonst werden von der jeweiligen Regierung (egal welcher Partei) z.B. bestimmte Gesetze befürwortet, die sie in Rolle der Opposition noch blockierten?
Wenn du mit "den Rachen nicht vollkriegen" meinst, dass ein Großteil der Wahlberechtigten mit Blick in den eigenen Geldbeutel wählen, muss ich dir recht geben. Allerdings denke ich, dass auf der anderen Seite auch viele zu Einschnitten bereit wären, wenn klar ist, dass es was bringt und nicht nur Berichte in den Medien zu sehen sind, wie z.B. Steuergelder verschwendet werden oder neue Löcher in der Haushaltskasse auftauchen. Ein bissle Transparenz und Erfolge, die mit der eingesparten Kohle bzw. den erhöhten Steuern erreicht wurden, wären da vielleicht Balsam für die Volksseele.

Grüssle vom namorado (der längst nicht alles so negativ sieht wie es manchem scheint, für den aber geäußerte Kritik zur Stabilität der Demokratie gehören)
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Beitragvon tinto » So 11. Sep 2005, 08:21

Ich glaube nicht, dass in Deutschland alles falsch läuft.

Es braucht eigentlich nur
- etwas weniger Neid,
- mehr Gelassenheit,
- etwas Mut,
- Selbstvertrauen
- Selbstbewusstsein
- Engagement für Staat und Gesellschaft
-vor allem nicht immer das Feindbild Staat-Privat, als wenn es miteinander nicht ginge
- Patriotismus
- Privatinvestition (Konsum)!


Die Beiträge in diesem Tread sind ja ganz interessant, doch die Polemik begann schon mit der Ausgangsfrage. Und echte Lösungsansätze hab ich hier auch bei den FDP-Anhängern nicht gesehen. Ich finde weder die Staatsqoute noch die Steuern hier zu hoch. Immer dieses Jammern darüber. Wer genau hinsieht, wird feststellen, dass alles auch im Vergleich mit Europa oder der USA insoweit alles normal ist hier. Oder was glaubt ihr wie die USA und GB ihre Kriege finanzieren.

Es gibt zwei wesentliche Dinge, die hier anders sind: Kranken- und Rentenversicherung für die Armen werden von den Beitragszahlern finanzeirt und nicht von den Steuerzahlern. Dass aber ist auch in den USA mittlerweile sogar für die Besserverdienenden so wo die Firmen nicht mal mehr die Betribsrente zahlen können und mehrere Milliarden an Deckungslücken auf den staatlichen Auffangfonds übertragen. Klingt das nicht eher sozialistisch... Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren?

Tja und dann die lieben Subventionen, von denen ein Teil der Wirtschaft überhaupt erst floriert oder existieren kann. Ist ja alles so leicht, es einfach abzuschaffen. Riesterrente, Steuerfreiheit für die Altersvorsorge überhaupt, Bergbau, Kohle, Eigenheimzulage, Pendlerpauschale, Werbungskosten. Ich bin mal gespannt, welche Liberalen da aufschreien, wenn Paul Kirchhoff das alles angeht. Denn auch die Kosten für wegfallende Arbeitsplätze z.B. in Bauwirtschaft und im ländlichen Raum (Pendlerpauschale ist vor allen Anreiz für den ländlichen Lebensraum). Jaja, da werden so einige noch ganz schnell zurückrudern, weil sie die Wirkungen nicht bedacht haben. Es gibt ja zufällig keinen Staat auf der Welt, der ohne Subventionen auskommt....und wo sie fehlen, fehlt auch was wie z.B, in New Orleans ein hochsubventioniertes THW, was wir hier an jedem ort haben, gut ausgerüstet und einsatzbereit :idea:

Etwas ist auch anders in Deutschland, nicht die Nebenkosten, sondern schlicht die Löhne sind "zu hoch"-jedenfalls im Vergleich. Vor allem in der mittleren Führungsebene und bei den einfachen Jobs. Wenn ein Facharbeiter 4,50 € verdient oder wie hier 18€, da ist es dann auch egal, ob 20% oder nur 11% Abgaben dazukommen...Das ist der Punkt, doch nicht die Quote bei den Abgaben. Aber wer an den Löhnen dreht, in Zeiten, in denen auch die private Krankenkasse, die Autokonzerne, die Energiekonzerne etc ihre Preise um mehr als 10% erhöhen, der darf sich über mangelnde Nachfrage auch nicht wundern.

Übrigens konnte man bei Beamten das Weihnachtsgeld, das Urlaubsgeld, einen freien Tag streichen, die 42 Stundenwoche und deren Eigenbeteiligung bei Gesundheitskosten auf bis zu 600 € durchsetzen, einfach per Gesetz und ganz ohne Gewerkschaften zu fragen oder Streiks befürchten zu müssen. Ist doch arbeitgerfreundlich, denn da wo es Angestellte beim Staat gibt, gibt es da bis heute noch nicht.

Um noch einmal das alte Feindbild Staat-Privat zu bemühen, das hier so oft zu Lasten des Staates ausgefochten wird:

Ich glaube wir haben in Deutschland grobe Managementfehler in der freien Wirtschaft -die nicht zu bestreiten sind- und nicht nur tollcollect oder VW, Daimlerchrysler, auch BMW, mit Rover oder die Bahn, aber auch die Gas- und Energiekonzerne offenbaren dies tagtäglich, welche Unfähigen da am Werk sind. Die machen mehr kaputt als jeder Politiker.
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Schöne Grüße,
tinto
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Beitragvon namorado » So 11. Sep 2005, 09:59

Oi tinto,

super Beitrag, den ich in weiten Teilen unterschreiben würde.
Ich denke gerade was den Niedriglohnsektor betrifft kann der Schuss ganz schön nach hinten losgehen, wenn Steuern erhöht oder Zuschüsse wie z.B. die Pendlerpauschale gestrichen werden.
Denke da gerade an eine alleinerziehende Mutti aus meinem Bekanntenkreis, voll berufstätig und mit 1100 Euro netto im Monat. Die muss jetzt schon schauen wie sie über die Runden kommt. Und wenn du mal den Vergleich ziehst, was sie kriegen würde, wenn sie nicht arbeiten würde, dann ist der Unterschied schon jetzt nicht so riesig. Wenn so jemand jetzt noch höher belastet würde, dann fehlt einfach der Anreiz (gerade für ungelernte Kräfte) überhaupt noch einer legalen Beschäftigung nachzugehen.
Ja, und zum Thema "Managementfehler" bzw. "Energiekonzerne"; habe gerade gestern meine Stromrechnung erhalten. Darf 99 Euronen nachzahlen, obwohl ich im letzten Jahr 400 Kilowattstunden weniger verbraucht habe als im Vorjahr. Da wurde wohl kräftig an der Preisschraube gedreht. Und das in einem Bereich der Grundversorgung, wo keiner wirklich sparen kann (... O.K., könnte ja in Zukunft den PC ausgeschaltet lassen... :? ). Ein Managementfehler isses wohl nicht, denn die Konzerne sahnen hier ab...Aber das nur mal so am Rande.
Ich denke, es ist doch eigentlich die interessante Frage, wieviel (Sozial-)Staat muss sein und wo muss jeder für sich selber sorgen. Dazu gehört auch, welche Aufgaben werden vom Staat übernommen und was wird privatisiert. Und um zur Ausgangsfrage in diesem Thread zurückzukommen, ab wann beginnt der Sozialismus, wo isses noch Sozialdemokratisch und ab wann beginnt der Kapitalismus?

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