Wer pendelt zwischen Brasilien und Argentinien?

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Wer pendelt zwischen Brasilien und Argentinien?

Beitragvon coconut » Mo 12. Feb 2007, 17:20

Da ich mich ja nur mit einem Touristenvisum in Brasilien maximal 180 Tage aufhalten darf und danach nicht einfach so ein neues beantragen kann da man ja im Land nur 6 Monate bleiben darf musste ich mir zwangsläufig eine Lösung suchen. Ohne dabei aber Südamerika zu verlassen und zumindest in der Nähe von Brasilien zu wohnen. Nach langer Recherche (warum nicht früher drauf gekommen?) habe ich mich nun entschieden, jeweils 6 Monate in Brasilien und 6 Monate in Argentinien zu leben. Das passt, denn ich muss nicht immer teure Flüge bezahlen und interessant ist es allemal da Argentinien auch sehr viel schönes zu bieten hat und günstig ist es noch dazu.

Eine Wohnung würde sich wahrscheinlich nicht lohnen ... dann lieber eine Pension bzw. sich in eine kleine gemütliche Pousada einmieten.

1. Kennt jemand günstige Pousadas in der Nähe des Meeres (Brasilien)?
2. Vielleicht auch noch kleine Hostals, Pensionen in Argentinien?
3. Ich habe keinen festen Arbeitgeber sondern bin freiberuflich
selbstständig und für deutsche Firmen tätig. Kann ich in Deutschland
weiter als "Selbsständiger" angemeldet bleiben obwohl ich dann dort
nur noch sehr selten bin?
4. Reicht eine einfache EC-Karte für Brasilien?

Ich denke, dass es allemal eine günstige Alternative ist wenn man nicht ständig die teuren Pendelflüge bezahlen möchte vorausgesetzt man ist finanziell etwas unabhängig und hat ein wenig mehr Freiheiten.

Vielen Dank für die Antworten wenn sie kommen sollten und keine bissigen Kommentare ... :D

Beste Grüsse, Coconut
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Beitragvon roman3 » Mi 14. Feb 2007, 03:15

Lieber Coconut,

Wie wäre es mit der Region Salvador? Ich betreibe seit etwa 4 Jahren eine kleine Pousada auf der Insel Itaparica direkt am Meer. Die Insel Itaparica liegt in etwa genau gegenüber der Altstadt von Salvador und ist mit dieser durch Fähren verbunden. Das dies hier der schönste Ort von Brasilien ist, versteht sich von selbst. Doch Spass beiseite, ich bin gern bereit mit Dir in Gedankenaustausch darüber zu treten, weiteres Interesse vorausgesetzt. Ich hatte hier bei mir schon einmal unlängst einen solchen Langzeitgast, habe erste Hilfestellungen gegeben und daraus ist eine angenehme anhaltende freundschaftliche Beziehung entstanden.
Allerdings hat er das Bleibeproblem auf seine Weise gelöst und ist nach Ablauf der Frist einfach hier geblieben und hat sich jetzt in Salvador eine Dienstleistungsexistenz geschaffen. Doch illegal ist nun mal nicht jedermanns Sache, doch im schlimmsten Fall steht ja dann die sogenannte Strafgebühr, wenn man erwischt wird. Doch da das an anderer Stelle bereits ausführlich diskutiert wurde, führe ich das jetzt nicht weiter aus.
Wenn Du ein umgänglicher pflegeleichter Mensch bist, darauf verzichtest ein Frühstück ans Bett gebracht zu bekommen, denke ich, haben wir Chancen daraus was zu machen.
Ich bedauere nur, nicht eher auf dieses Forum darauf gestossen zu sein, mit vielen Dingen wäre ich ungleich schneller zum Ziel gekommen und hätte nicht erst das Rad selbst erfinden müssen.
Roman

PS: Ich habe unzählige Fotos von der Insel, Salvador, Festen, Hinterland ,doch das einlesen dauert hier ja ewig und 3 Tage. Also belasse ich es erstmal bei den 3 Hotelfotos. Auf ein Bild bekomme ich die drei Häuser einfach nicht drauf.
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Beitragvon mikelo » Mi 14. Feb 2007, 03:45

cumprimento roman, sehr huebsch. wenn ich hier weg komme, mache ich mit meiner familie ein paar tage ferien bei dir.
gruss aus ceara
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Beitragvon Toni » Mi 14. Feb 2007, 08:12

@coco
zu 1)
In Brasilien findest Du in jedem Ort an der Küste Pousadas mit Preisen die bei R$ 15 losgehen => bis nach oben ohne Begrenzung.
Die günstigeren Orte sind normalerweise auch die touristisch weniger gut erschlossenen.
In den Orten mit besserer touristischer Infrastruktur sollte man ruhig mit 50R$ und mehr rechnen.
Bei Langzeitgästen kann man natürlich bei allen was rausholen - besonders, wenn man in der Nebensaison bleibt.

zu2) kenne ich nichts, da ich dort zuletzt 1986 war.
Kann mir aber vorstellen, dass das Preisniveau in etwa ähnlich sein sollte.
Argentinien hat nun keine Tropenstrände wie Brasilien, wenngleich auch viele andere interessante Ecken.
Solltest Du Strand bevorzugen, wäre es vielleicht mal wert über Uruguay und die Gegend von Punta del Este nachzudenken...

zu3)
Behalte Deinen ersten Wohnsitz in Deutschland, und dann kannst Du auch Deine Firma an diesem behalten.
Natürlich musst Du dann dort auch die Steuererklärungen, etc. machen.
Ich war mehrere Jahre am Stück in Südamerika und mein Wohnsitz in D bestand ohne Probleme weiter fort. Hat nie jemand mal nachgefragt. (Warum auch?)

zu 4) keine Ahnung, da ich die Eurocard/Mastercard benutze.
Aber warum nimmst Du denn nicht so eine, hat doch heute sowieso fast jeder?
Verlangt nicht auch die PF bei der Visaverlängerung entsprechende Finanzmittel ODER Kreditkarte? Weiss jetzt nicht, ob diese eine Bankkarte akzeptieren würden.

zu Roman's Pousada:
Anhand der Fotos als auch der Beschreibung und Lage sieht man, dass diese nicht zu den 15 Reais Pousadas gehört.
Wer mehr will, muss auch mehr anlegen. Sicherlich eine schöne Ecke.
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Beitragvon daniel 78 » Mi 14. Feb 2007, 10:50

Hallo Coconut,

vielleicht wäre es eine Alternative, ein Apartment zu mieten. Ich war im Januar erst für 3 Wochen in Salvador. Wenn man da viel mit Leuten spricht, kennt immer irgend jemand jemanden, der Apartments monatsweise vermietet.
Mit etwas suchen kommst Du da bestimmt besser weg, als in einer Pousada. Dort kannst Du vor allem selber kochen und musst nicht immer auswärts essen, was auch Geld spart.

Zur Bankkarte könnte ich z.B. die Deutsche Kreditbank empfehlen.
Hier bekommst Du ein kostenloses Girokonto für den alltäglichen Zahlungsverkehr und ein Kreditkartenkonto, das zu aktuell 3,15% verzinst wird. Die Visa-Karte dazu ist auch kostenlos und mit der kann man weltweit gebührenfrei Bargeld abheben. Hab ich im Januar öfters Gebrauch davon gemacht. Z.B. Banco do Brasil und andere.
Klappt wunderbar.

@ roman 3:
Auf Itaparica war ich auch schon 2 mal (Barra do Gil). Ist wirtklich traumhaft dort.
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Brasilien

Beitragvon roman3 » Mi 14. Feb 2007, 23:07

Vielleicht noch ein paar Bemerkungen zu den Ausführungen von Toni und Daniel aus meiner Sicht. Und Mikolo kann ich versichern, hier kann man wirklich schönen interessanten Urlaub machen.
Es ist schon richtig, das meine Pousada im Normalfall nicht zu den 15 Reais Pousada gehören kann. Ansonsten würde ich den gleichen Weg gehen, wie viele andere, die am Ende vor einer besseren Ruine stehen, weil sie die ständigen Unterhaltungskosten ausser Acht gelassen haben. Doch da wäre unter Umständen noch die reine Vermietung.

Da wir uns ja in der Auswandererrubrik befinden kann, kann ich ja etwas weiter ausholen und mich als Neuling in diesen Forum etwas transparenter machen.
Mir ging es wie den Droschkenkutschern beim Erscheinen der Motortaxis, mein Beruf als Fotomensch ernährte nicht mehr. Auch die Flucht ins Fernsehfach brachte zwar viel interessante Arbeit und Ehr, aber am Ende war das auch nicht finanziell tragfähig. Ein Leasingvertrag zur benötigten der Technik lösste den anderen ab, so schnell liess sich gar nicht das Geld herankarren. Aus Vernunftgründen galt es die Notbremse zu ziehen, am Ende hätte ich mit meiner Arbeit nur noch Schaden produziert.
Damals Mitte der 50 zeichnete sich ein düsteres Zukunftsbild ab, da vorher selbstständig auch keine Aussicht auf Frührente. Die Idee vage im Kopf fand sich noch ein Partner, der scheinbar auch finanziell das Zeug dazu hatte entscheidend bei dem Aufbau der Pousada in Brasilien da mit zu tun. 2-3 Touristenaufenthalte hatten mir das Land nähergebracht, eigentlich eine recht bescheidene Basis zur Entscheidungsfindung. Mit der Kenntnis von heute muss ich sagen, leicht verrückt war das schon. Doch was hatte ich am Ende zu verlieren, zu Sozialhilfe bzw. wohl nun Hartz 4 lässt sich immer noch überwechseln. Da gehört nun wohl wirklich nicht viel Mut dazu den Schritt zu wagen.
Ich verhehle nicht, für die Planungsphase war das schon ganz gut, zwei Köpfe brüten mehr aus als einer, als es jedoch in die entscheidende Phase ging, bekam er kalte Füsse. Doch mich von der Idee aus der Vernunft heraus zu trennen, das wäre möglicherweise das Naheliegende gewesen, dazu wollte ich mich nicht mehr durchringen, zu sehr war ich gedanklich schon mit einem Bein geistig hier. Von der Grundeinstellung her war mir auch klar, das goldenen Ei ist mit der vielleicht 12 000.den Pousada nicht zu gewinnen. Das reine Überleben schon als dicken Erfolg werten.
Noch dazu, ich hatte nicht ein Funken von Ahnung wie eine solche Pousada zu betreiben ist. Und ich wage es kaum auszusprechen, mein Wortschatz belief sich damals vielleicht auf 10-15 Worte. Heute bin ich auch noch kein Sprachwunder, aber für den Alltagsumgang reicht es erst mal.
Lange Rede kurzer Sinn, habe mein altes Haus für 75 000 Euro verkaufen können und damit die Sache hier aufgebaut. Die Trennung von den alten Kasten viel gar nicht so leicht, gab ich doch auch mein letztes Fitzelchen Sicherheit auf. Heute weiss ich, die Entscheidung war Eingebung und goldrichtig, im vergangenen Jahr fand eine verordnete grundhafte Instandsetzung der Strasse statt, so trommelte der Buschfunk unlängst, da schlugen um die 30 000 Euro zu Buche. Da wäre ich das Haus ohnehin losgewesen.
Natürlich hat das Geld hinten und vorn nicht gereicht, beim Start vor vier Jahren war war äusserlich zwar scheinbar alles fein, doch innen über die Hälfte noch Rohbau. Und für kleiner konnte ich mich nicht durchringen. Man möchte ja irgendwann für ein solches Projekt den Schlusspunkt setzen. An meinem offiziellen Anreisetag hatte ich gerade mal noch 350 Euro. Und kein Gast in Sicht. Das war schon gruselig.
Meine Zielrichtung waren und sind auch heute Deutsche , Brasilianer die Ausnahme. Warum, wieso das führt jetzt an dieser Stelle zu weit. In den 4 Jahren habe ich es nun aus den Einnahmen geschafft baulich soweit alles fertigzustellen und auch sonst den Laden soweit zu beherrschen. Doch im Selbstlauf geht da nichts und die finanzielle Basis ist immer stellenweise noch sehr wackelig. Es kostet viel Aufwand die Leute davon zu überzeugen nun ausgerechnet zu mir zu kommen. Dann die ständige Panikmache was die angeblich so erschreckende hier Kriminalität betrifft, das kann ich immer nur schwer nachvollziehen. Auch bei uns in Deutschland gibt es Kreuzberg und Fussballrandale und Viertel wo man sich nicht unbedingt freiwillig hinbegibt und Itaparica samt Salvador ist eben nicht Rio oder Sao Paulo. Ansonsten würde ich hier nicht leben wollen, würde ich mich bedroht fühlen. Doch auch das ist wieder ein Thema ganz für sich.
Als faktisch Alleinunterhalter kämpft man an allen Fronten, kümmert sich um Marketing per Internet und umsorgt seine Gäste permanent. Das hält mich ganz schön in Schwung. Mittlerweile weiss man nun auch , wie die Grundkosten monatlich so aussehen und was die Erhaltung so finanziell verschlingt. Nach den 4 Jahren habe ich praktisch alles neu durchrenovieren müssen. Das Meer und die hohe Luftfeuchtigkeit verlangen einem diesbezüglich da allerhand ab. Zugute kommt mir, als ehemaliger DDR Bürger mit polytechnischen Unterricht, dass ich mich handwerklich ganz gut auskenne. Einen Architekten habe ich auch nicht bemüht und die Bauleitung selbst übernommen. Nur so war das finanziell überhaupt zu stemmen. Wer baut kann ein Buch darüber schreiben, abenteuerlich war das schon, die Leute von der Strasse gesammelt, jeder Handgriff muss erklärt und überprüft werden, ausser Schubkarren keinerlei Hilfsmittel, keine Leitern oder uns geläufige Gerüste. Da ich teilweise bis zu 70 Leute beschäftigte um alles von A nach B zu bewegen, gemischt wurde auch alles mit Hand, blieb den Behörden nicht ganz verborgen was die Nichtabführung von Sozialleistungen betrifft. Da schaut man bei Ausländern schon genauer hin. Da kam ich mächtig in die Enge. Streik, Gewerkschaft, rote Fahnen, heulende Mütter die auf Wiedereinstellung ihrer Männer pochten, Anklage vor Gericht und ein Inbrandstecken meines Autos gehörten zu den Begleitumständen. Doch egal, Ergebnis zählt und ausserdem lässt sich gut darüber plaudern. Hat mir aber Brasilien in keiner weise vermiesst. Jetzt bin ich aber vom eigentlichen Thema hübsch abgekommen.

Natürlich steht bei mir im Vordergrund die touristische Vermarktung meines Objektes. Deutsche die zu mir kommen erwarten, dass ich praktisch rund um die Uhr für sie da bin, Ausflüge führe und saubere Zimmer und Wäsche bereitstehen und das leibliche Wohl nicht zu kurz kommt. Und das Objekt muss natürlich auch gepflegt werden. Das hat natürlich seinen Preis. Das Personal was man dazu braucht, will ja auch bezahlt werden, die Grundsteuer entrichtet und die Lizenzgebühr für die Betreibung der Pousada entrichtet werden. Und das Auto zum Brötchen holen muss ja auch unterhalten werden. Entsprechend ist die Kalkulation, die das alles beinhaltet.
Auf der anderen Seite verfüge ich aber über genügend Zimmer und kann diese nicht immer füllen, selbst totale Leerstände muss man da schon verkraften können, da steht einem Langzeitaufenthalt unter einem anderem Vorzeichen nichts entgegen, wenn es sich um die Vermietung eines einzelnes Zimmer für eine Person handelt. Ich habe da keine schlechten Erfahrungen mit den sogenannten Wanderärzten des hiesigen Hospitals gemacht, die gelegentlich 3-4 Monate hier Unterkunft suchen.
Aber da sollte die sprichwörtliche Chemie stimmen, geht es auf einem solchen Gelände doch recht familiär zu. Unter der Voraussetzung, dass man keinen sonstigen Service in Anspruch nimmt, vermiete ich genau zu den angesprochenen 15 Reais. Zusätzlich Strom nach Verbrauch und 25 Euro Wasserpauschale monatlich. Unkomplizierte Rechnung. Die Zimmer haben Doppelbett, Kleiderschrank, Tisch, Ventilator und natürlich eine Dusche. Genutzt werden können die Freiflächen und Restaurantterrasse. Es spricht auch nichts dagegen in unserer Hotelküche sich selbst mal was am Herd zu brutzeln oder Kaffee zu kochen und das Geschirr dazu mitzunutzen. Sind Gäste im Haus, kann man sich auch an den Mahlzeiten nach Lust und Laune beteiligen. Doch das sind alles bereits Details. Das macht natürlich nur Sinn bei einem solchen Langzeitaufenthalt unter den genannten Bedingungen und ich betrachte das als praktikable Ausnahmesituation.
Muss ich dem noch etwas hinzufügen, ich denke nein.
Zu finden ist mein Internetauftritt für touristische Aktivitäten unter www. aquamarin-do-brasil.de
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Beitragvon mikelo » Mi 14. Feb 2007, 23:22

also meine frau und die kids sind uns einig: der naechste urlaub bei dir.
warum in die ferne reisen, wenn...............
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Beitragvon Severino » Do 15. Feb 2007, 10:12

Oi roman3,
Gratuliere. Deine site http://www.aquamarin-do-brasil.de/ ist interessant und ich wünsche Dir viel Glück und viele zufriedene Touristen....
paz e amor
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Beitragvon coconut » Do 15. Feb 2007, 12:15

roman3 hat geschrieben:Lieber Coconut,

Wie wäre es mit der Region Salvador? Ich betreibe seit etwa 4 Jahren eine kleine Pousada auf der Insel Itaparica direkt am Meer. Die Insel Itaparica liegt in etwa genau gegenüber der Altstadt von Salvador und ist mit dieser durch Fähren verbunden. Das dies hier der schönste Ort von Brasilien ist, versteht sich von selbst. Doch Spass beiseite, ich bin gern bereit mit Dir in Gedankenaustausch darüber zu treten, weiteres Interesse vorausgesetzt. Ich hatte hier bei mir schon einmal unlängst einen solchen Langzeitgast, habe erste Hilfestellungen gegeben und daraus ist eine angenehme anhaltende freundschaftliche Beziehung entstanden.
Allerdings hat er das Bleibeproblem auf seine Weise gelöst und ist nach Ablauf der Frist einfach hier geblieben und hat sich jetzt in Salvador eine Dienstleistungsexistenz geschaffen. Doch illegal ist nun mal nicht jedermanns Sache, doch im schlimmsten Fall steht ja dann die sogenannte Strafgebühr, wenn man erwischt wird. Doch da das an anderer Stelle bereits ausführlich diskutiert wurde, führe ich das jetzt nicht weiter aus.
Wenn Du ein umgänglicher pflegeleichter Mensch bist, darauf verzichtest ein Frühstück ans Bett gebracht zu bekommen, denke ich, haben wir Chancen daraus was zu machen.
Ich bedauere nur, nicht eher auf dieses Forum darauf gestossen zu sein, mit vielen Dingen wäre ich ungleich schneller zum Ziel gekommen und hätte nicht erst das Rad selbst erfinden müssen.
Roman

PS: Ich habe unzählige Fotos von der Insel, Salvador, Festen, Hinterland ,doch das einlesen dauert hier ja ewig und 3 Tage. Also belasse ich es erstmal bei den 3 Hotelfotos. Auf ein Bild bekomme ich die drei Häuser einfach nicht drauf.


Hallo Roman!

Sieht ja alles klasse aus und Salvador de Bahia habe ich auch ins Auge gefasst. Ich bin jetzt kein Party - Typ aber ich möchte auch dort wohnen wo nicht ganz der Hund begraben liegt. Bin ein Deutscher aber in mir brodelt brasilianische Tanzleidenschaft :P

Also, entspannen ist ja alles schön aber nicht bis zum Tode. Ich arbeite tagsüber hart und abends möchte ich schon gerne Musik,Kultur und Leute kennenlernen.
Bin ein geselliger Mensch mit viel Lust am Leben.

Angenommen ich fahre aufs Festland und bleibe bis in den frühen Morgenstunden.
Wie komme ich dann aber zurück? :(

Beste Grüsse, Coconut
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Brasilien

Beitragvon roman3 » Do 15. Feb 2007, 19:04

Hallo Coconut,

schön. Dass Du Dich meldest, hatte fast schon den Anlass vergessen, weswegen ich mich fast schriftstellerisch bemüht habe. Was ich im folgenden wiedergebe ist die Summe meiner persönlichen Erfahrungen und muss nicht sich mit den Erfahrungen anderer hier Anwesender decken. Aus Deinen zeilen geht auch nicht hervor, ob Du bereits in Brasilien warst und wenn ja wo!
Die Presse in Deutschland bastelt so herrliche Traumbilder und das wohl seit Jahrzehnten, denn mittlerweile glaubt wohl jeder daran, der hier noch nicht war.
Das fängt an bei dem Caiprinhawahn. Das wird in Deutschland zelebriert, als heiliges Nationalgetränk. Hier trinkt man Bier. Und bestehe ich auf eine Caipirinha dann ist sie so lieblos gemacht wie es nur geht. Ein Grossteil des Jahres gibt es nur mit Mühe Limetten und die geben kaum Saft. Zitronensaft aus der Flasche ist unbekannt, brauner Rohrzucker verpönt.
Genauso ist es mit der Vorstellung von Gesang, Tanz und Spiel jeden Tag auf allen Strassen und Plätzen. Klar gibt es hier viele Feste und da wird auch ausgiebig gefeiert. Doch wenn z.B. der Carneval vorbei ist, herrscht auch in der letzten Kasse Ebbe und da zieht man es erst mal vor für niedrigere Fahrpreise zu streiken statt Feste zu feiern.
Nun ist die Frage, was willst Du? Frauen hier kennenzulernen kein Problem, doch wenn es dann auf den Heimweg oder sonst wohin geht, die Augenaufschlag Frauen immer dort, wo touristischer Budenzauber veranstaltet wird und die sind auch nicht auf den ersten Blick zu erkennen. So ein Nachtleben mit Bars und Diskos wirst Du in Salvador bis auf wenige ausnahmen weit draussen, besonders immer Dienstags, da ziehen die Damen mit den Herren samt ihren persönlichen Taxifahrern, die sie in der Altstadt im Pelourinho aufgerissen haben dorthin. Ich gebe zu, dass habe ich auch alles mal mitgemacht, aber irgendwann kommt die Ermüdung. Kultur und Leute lernst du hier am Besten des Tages kennen, Ausnahme Pelorinho stets Dienstags, da arbeitest Du eben schlicht mal an Abenden wo nach Deiner Vorstellung nichts los ist. Hast Du aber erst mal ein , wie soll ich sagen, liebenswertes richtiges Mädchen kennengelernt, wird sie Dich genau mit den Dingen vertraut machen, die Du angesprochen hast. Man muss sich das schlicht erst mal erarbeiten.
Es ist schon ein Unterschied, ob man mal hier als Tourist schnell durchrauscht oder das wirkliche Leben kennenlernen will. Nun will ich nicht Schulmeistern, doch wie sehr der Hund irgendwo begraben ist, das bestimmt man selber und darf nicht erwarten, dass nun die Brasilianer ihn für Dich ausgraben. Die deutschen neigen nämlich dazu, passiv herumzustehen und sich beschweren, es wäre nichts los. Und nicht nur Salvador hat viel zu bieten, auch hier auf der Insel und im Hinterland gibt es immer irgendwelche Aktivitäten. Doch muss man dazu erst mal einheimischen Anschliss finden, dann läuft das.
Deine Frage nach Salvador, ganz einfach, die letzte Fähre geht gegen Mitternacht, der sogenannte Lumpensammler, Kleinbusse fahren Dich dann noch bis vor die Tür, etwa 7 Minuten oder Du machst durch wie das jetzt beim Carneval üblich und steigst in die 5 Uhr Fähre früh. Wenn Du vorher abklappst, habe ich noch eine Adresse dieses Bekannten u.a. in Salvador von den ich schrieb. Vielleicht ist das auch für dich gewöhnungsbedürftig, denn bisher reichten seine Einkünfte nur für Möbel vom Sperrmüll nach unseren Vorstellungen und lebt aber glücklich mit Frau und Kind dort in einer einfachen Wohnung in einem ganz durchschnittlichen Stadtviertel. Ein will er keinesfalls, zurück nach Deutschland. Gestern haben wir und verabredet zum Auftritt von Olodum zum Carneval. Das ist schon ein echter Höhepunkt Montag werde ich zum Transvestitenball auf den Fahrstuhlplatz oben rüberfahren, ansonsten bin ich erst mal vom Carneval gesättigt. Nicht umsonst nennt sich das ja hier der grösste Strrassencarneval der Welt. Vorrangig habe ich aber hier im Hotel zu tun, Brasilianer die vor den Carneval Salvador fliehen sind hier meine Gäste. Sie ziehen die etwas ruhigeren Aktivitäten hier auf der Insel vor. Und stelle Dir nicht die insel , wie eine Insel vor, sie ist die grösste Meeresinsel Brasiliens, beherbergt z.B. auch einen Club Med und ist voll erschlossen. Für meine Verhältnisse schon zu erschlossen. Aber das ist Ansichtssache. Ich kann jedenfalls wählen zwischen Trubel und Beschaulichkeit. In Salvador bekam man des Nachts kaum je ein Auge zu, der Strassenlärm ebbte nie ab. Doch wie gesagt, alles Ansichtssache. Doch vielleicht haben sich aus meinen Ausführungen neue Fragen ergeben,

nur zu.

Viele Grüsse Roman

Fotoanhang: Eine Geburtstagsfeier auf meinem Anwesen. Anlass, meine Tochter wurde 3 Jahre.
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