Wie lebe ich mich in São Paulo ein?

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Wie lebe ich mich in São Paulo ein?

Beitragvon Itacare » Mi 22. Jan 2014, 17:13

Trem Mineiro hat geschrieben:.......Ein paar suchen immer noch im Duty Free in New York nach dem motorgetriebenen Rollkoffer, von dem ich als neuste Errungenschaft geschwärmt habe. Den wollen jetzt alle haben :D .

Viele Grüße
Trem Mineiro

Meinst Du den mit eingebautem Navi, der selbst nach Hause findet? :mrgreen:

Übrigens, manche müssen in die Club gehen, damit niemand merkt, dass sie längst kein Geld mehr haben. Einer meiner Bekannten ist Präsi solch eines Clubs in RJ, was der über die ausstehenden Beiträge jammert.......
Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen.
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Re: Wie lebe ich mich in São Paulo ein?

Beitragvon zagaroma » Mi 22. Jan 2014, 18:20

Oi Trem,

der Wahrheit zuliebe muss man sagen, dass es enorme Unterschiede gibt. Ich kenne Leute mit exquisiter Erziehung und Kultur, die Mitmenschen aller Klassen mit hervorragenden Manieren und freundlichem Respekt behandeln, sich superkorrekt benehmen und niemals bösen Klatsch von sich geben. Die gehören zum alten Geldadel. Sie haben ein volles, deckenhohes Bücherregal mit Heine, Nietsche und Mann auf portugiesisch zuhause und einen Flügel im Wohnzimmer, wie die grossbürgerlichen europäischen Familien auch.

Die Elite-Arroganz ist typisch für die Neureichen und typisch für die "neue Welt", in den USA ist es genauso. Hier darf man noch unverholen stolz darauf sein, es "geschafft" zu haben, in Europa kennt man das nicht mehr. Mit dem Geld kommt ja allerdings keine bessere Erziehung, besonders in der zweiten Generation hat man dann diese verzogenen, unausstehlichen Parasiten, worauf die dritte Generation sich wieder um ihren Lebensunterhalt bemühen muss.

Irgendwie kann man schon aus 10 Metern Entfernung erkennen, mit wem man es zu tun hat.

Als Frau in dieser Szene Geschäfte zu machen hat den Vorteil, dass die Ehefrauen mit den Kreditkarten ihrer Männer sehr viel sorgloser umgehen als diese selbst, und eine eigene Yacht wird von mir nicht erwartet, ich darf die der anderen benutzen.
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Re: Wie lebe ich mich in São Paulo ein?

Beitragvon Troller_fan » Mi 22. Jan 2014, 18:44

zagaroma hat geschrieben:Die Elite-Arroganz ist typisch für die Neureichen und typisch für die "neue Welt", in den USA ist es genauso. Hier darf man noch unverholen stolz darauf sein, es "geschafft" zu haben, in Europa kennt man das nicht mehr.


Das sind dann wohl die "Porsche Cayenne Fahrer", die "Motorboot in Guaruja Besitzer" und die "Karibik Kreuzfahrer" ...

Ich frage mich auch immer, warum die uns einladen, aber als Deutscher hat man wirklich eine Art Exoten-Bonus.

Und man merkt dann oft, dass eigentlich eine eiskalte Dose Brahma oder Skol besser schmecken als ein Glas Veuve Cliquot mit Schicki Micki Gelaber.
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Re: Wie lebe ich mich in São Paulo ein?

Beitragvon Trem Mineiro » Mi 22. Jan 2014, 18:50

zagaroma hat geschrieben:...... dass es enorme Unterschiede gibt. Ich kenne Leute mit exquisiter Erziehung und Kultur, die Mitmenschen aller Klassen mit hervorragenden Manieren und freundlichem Respekt behandeln, sich superkorrekt benehmen und niemals bösen Klatsch von sich geben..


Die findet man aber nicht in den Sozial-Clubs........

Will aber nicht so viel über solche "speziellen" Leute schimpfen....bin ja nur neidisch :oops: ......

Die Mehrzahl der Brasilianer ist lieb.

Viele Grüße
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Re: Wie lebe ich mich in São Paulo ein?

Beitragvon zagaroma » Mi 22. Jan 2014, 20:41

Trem Mineiro hat geschrieben:
Die findet man aber nicht in den Sozial-Clubs........

Trem Mineiro


Doch, Trem, sie fallen nur nicht auf, weil sie nicht in ihre Handys schreien, keine laute Musik laufen haben, keinen Veuve Cliquot trinken und draussen nur einen Landrover stehen haben.... :mrgreen:
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Re: Wie lebe ich mich in São Paulo ein?

Beitragvon Cuco » Fr 24. Jan 2014, 09:17

...ein ganz kleiner Tipp am Rande:

Geh´ doch mal mit Deinem Freund am Samstag Abend in´s Garimpo nach Embu das Artes aus...

www.ogarimpo.com

Vielleicht lernt Ihr dort ja ein paar nette Leute mit ähnlichem Hintergrund kennen.

Ein Versuch wäre es wert.

:wink: Cuco
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Re: Wie lebe ich mich in São Paulo ein?

Beitragvon Lucas » Mi 29. Jan 2014, 23:57

Hi Leute

Also ich bin ja sprachlos. In diesen Forum scheint es ja nur Menschen der "Oberklasse" zu geben. Ich selbst durfte in sehr schlichten Verhältnissen aufwachsen und ich habe auch "nur" einen 0815 Job und führe trotzdem ein sehr gutes und zufriedenes Leben. Die Familie meiner Brasilianischen Freundin ist mit mir bisher eigentlich so umgegangen wie ich es aus Deutschland kenne. Ich habe in SP überhaupt keine Probleme gehabt Freunde zu finden, weil ich einfach in normale Kneipen oder auf Konzerte gegangen bin. Wahrscheinlich hatte ich es einfacher da ich selber zur "Arbeiterklasse" gehöre und ich mich normal gebe und ein absolut Weltoffener Mensch bin.(ich denke auch das ihr Weltoffen seid) :)

Also das klingt hier wirklich viel nach " goldenen Käfig" vielleicht hilft es ja einfach mal seinen Reichtum zu schmälern und am realen Leben mit realen Problemen alla wie bezahle ich meine Miete usw. :wink:

Beste Grüße

Lucas
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Re: Wie lebe ich mich in São Paulo ein?

Beitragvon Trem Mineiro » Do 30. Jan 2014, 00:59

Oi Lucas
Marley Problem ist nicht sie, sondern die Familie in die sie da hereingeraten ist. Eine Facette der brasilianischen Wirklichkeit. Aber besser so ein Problem, als sich als brasilianischer normaler Angestellter mit 3500 Reais durch den langen Monat schleppen zu müssen.

Ansonsten siehst du hier im Forum doch keine Oberschicht. Ein paar Leute aus der Mittelschicht und in diesem Fall mal 2 User, Zagaroma und mich, die mal an den Tischen der Oberschicht schnuppern durften.

Die Brasilianische Oberschicht ist so weit abgehoben, die verkehrt hier nicht im Forum und auch nicht mit dem gewöhnlichen Volk.

Kannst dich hier ruhig bei den Lohnabhängig Beschäftigten wohlfühlen. Aber komm erst mal fest als Resident rüber.

Gruß
Trem Mineiro
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Re: Wie lebe ich mich in São Paulo ein?

Beitragvon Lucas » Do 30. Jan 2014, 07:49

Oi Trem

Jau ich weiß das diese Familie eher das Problem darstellt. Ich wollte auch niemanden Angreifen oder ähnliches in meiner Vorstellung einer friedlichen Welt darf natürlich jeder Leben wie er es möchte und ich gönne es auch jeden der mehr Geld hat. Ich fühle mich hier sehr wohl :D

Also für mich wird es wohl in den nächsten 2 Wochen mal wieder nach SP gehen falls dann mal jemand aus diesen Forum mit mir ein Bierchen trinken gehen möchte o.ä. würde ich mich sehr darüber freuen. :D

Alles Gute Marley

Beste Grüße

Lucas
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Re: Wie lebe ich mich in São Paulo ein?

Beitragvon frankieb66 » Do 30. Jan 2014, 14:06

Trem Mineiro hat geschrieben:Ansonsten siehst du hier im Forum doch keine Oberschicht. Ein paar Leute aus der Mittelschicht und in diesem Fall mal 2 User, Zagaroma und mich, die mal an den Tischen der Oberschicht schnuppern durften.

Der 1. Teil deiner Aussage stimmt möglicherweise, aber was den 2. Teil angeht: ich kenn mindestens noch 2 weitere Foristen die schon mal an den Tischen der Oberschicht rumschnuppern bzw. sitzen durften, aber auch egal ...

Eigentlich wollte ich ja dazu was beitragen:
Trem Mineiro hat geschrieben:Die Brasilianische Oberschicht ist so weit abgehoben, die verkehrt hier nicht im Forum und auch nicht mit dem gewöhnlichen Volk.

Die bras. Oberschicht verkehrt sicherlich nicht in Foren wie diesem, aber hat selbstverständlich nach wie vor Kontakte zum "gewöhnlichen Volk", und sei's nur zu den zig. Hausangestellten, die übrigens meiner Erfahrung nach in der sog. Oberschicht zwar distanziert, aber immerhin relativ respektvoll behandelt werden (und in einigen Fällen sogar fast schon zur "Familie" gehören), ganz im Gegensatz zur Behandlung der Hausangestellten durch die sog. "Neureichen". Und was die "Clubes" und "Vereinigungen" wie z.B. Lions oder Rotary oder ernsthaften Kulturvereinen etc. angeht: da gibt es gewaltige Unterschiede, und es ist bei Weitem nicht so, dass man sich dort überall "einkaufen" könnte ... nein, in viele solcher "Vereine" kommt man z.B. nur auf Empfehlungen rein, die sich eben nicht nur auf finanziellen Background beschränken ... wenn man in deren Augen eine kuturelle "Bereicherung" darstellt, kommt man da schon auch rein ... aber natürlich muß man zuvor schon mal seine Kontakte aufbauen und pflegen ... ohne diese wirds schwierig, aber das ist wahrscheinlich im Rest der Welt nicht viel anders.

Frankie (der wieder mal keine Grundsatzdiskussion auslösen, aber immerhin relativieren möchte)
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