Wie prüfe ich, ob ein Makler seriös ist?

Tipps zum Erwerb, Verkauf, Vermietung von Häusern, Wohnungen oder Grundstücken in Brasilien (KEINE IMMOBILIEN-ANGEBOTE) sowie Infos zu Bau, Umbau, Ausbau und Renovierung

Re: Wie prüfe ich, ob ein Makler seriös ist?

Beitragvon dimaew » So 21. Nov 2010, 15:19

Revillo hat geschrieben:
dimaew hat geschrieben:Für den Bundesstaat São Paulo schlägt die zuständige OAB folgendes vor

Gebührentabelle OAB-SP hat geschrieben:95 – DOCUMENTAÇÃO IMOBILIÁRIA ...:

a) estudo ou organização de documentação imobiliária, mínimo R$ 1.066,70 (o estudo e a organização não compreendem a extração da respectiva documentação);

b) elaboração de contrato: 2% do seu valor, mínimo R$ 1.066,70 ;

c) quando o trabalho envolver as duas tarefas, mínimo de 3%.


würde in Deinem Fall mindestens 12.000 R$ bedeuten. ich würde an Deiner Stelle versuchen, den Anwalt auf diesen Satz als Festbetrag festzunageln. Damit ist er im Zweifel gut bedient.


Hi, vielen Dank. Uff, das ist aber ein Stange Geld. Ist da die Verschreibung und sämtliche Notariatsgebühren inklussive? Zusätzlich muss ich dann noch mit 5-7 % rechnen für Grundbucheintrag, Marine Steuer, etc.?

beste Grüsse


Entschuldige Revillo, jetzt treffen wieder Deutscher und Schweizer aufeinander :wink: Was meinst Du mit "Verschreibung"? Gebühren für die Ämter, also insbesondere der Notar auf dem Cartório sowie die Eintragung beim Grundstücksregister sind in den Gebühren des Anwalts nicht enthalten. Allerdings übernimmt der Anwalt alle Arbeiten einschließlich Vertragsdokumentation und - prüfung und die Anforderung aller erforderlichen Nachweise vom Verkäufer und den zuständigen Stellen (Bürgermeisteramt wg. der städtischen Gebühren, Finanzamt wegen der Steuern usw.). Wie hoch die Gebühr beim Notar und beim register sind, kann ich Dir leider nicht sagen. Ich weiß aber, dass diese gebühren zumindest von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. Am Besten informierst Du Dich direkt bei der Stadt, in der Dein zukünftiges Apartement liegt - oder der beauftragte Anwalt soll Dir das sagen.

Übrigens ist es hier nicht völlig unüblich, im privatschriftlichen Vertrag über den Kauf des Grundstückes und im Notarvertrag verschiedene Preise anzugeben, nämlich im Notarvertrag den "preço de escritura". Dieser preis entspricht der "Bewertung" durch die Stadt/Gemeinde bei der Genehmigung des Baues und liegt regelmäßig erheblich unter dem privatschriftlich vereinbarten Kaufpreis. Am unteren Wert bemessen sich aber alle Gebühren, auch die Steuer des verkäufers. Auch darüber solltest Du offen mit Deinem Anwalt reden.
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Re: Wie prüfe ich, ob ein Makler seriös ist?

Beitragvon Revillo » So 21. Nov 2010, 15:26

dimaew hat geschrieben:
Revillo hat geschrieben:
dimaew hat geschrieben:Für den Bundesstaat São Paulo schlägt die zuständige OAB folgendes vor

Gebührentabelle OAB-SP hat geschrieben:95 – DOCUMENTAÇÃO IMOBILIÁRIA ...:

a) estudo ou organização de documentação imobiliária, mínimo R$ 1.066,70 (o estudo e a organização não compreendem a extração da respectiva documentação);

b) elaboração de contrato: 2% do seu valor, mínimo R$ 1.066,70 ;

c) quando o trabalho envolver as duas tarefas, mínimo de 3%.


würde in Deinem Fall mindestens 12.000 R$ bedeuten. ich würde an Deiner Stelle versuchen, den Anwalt auf diesen Satz als Festbetrag festzunageln. Damit ist er im Zweifel gut bedient.


Hi, vielen Dank. Uff, das ist aber ein Stange Geld. Ist da die Verschreibung und sämtliche Notariatsgebühren inklussive? Zusätzlich muss ich dann noch mit 5-7 % rechnen für Grundbucheintrag, Marine Steuer, etc.?

beste Grüsse


Entschuldige Revillo, jetzt treffen wieder Deutscher und Schweizer aufeinander :wink: Was meinst Du mit "Verschreibung"? Gebühren für die Ämter, also insbesondere der Notar auf dem Cartório sowie die Eintragung beim Grundstücksregister sind in den Gebühren des Anwalts nicht enthalten. Allerdings übernimmt der Anwalt alle Arbeiten einschließlich Vertragsdokumentation und - prüfung und die Anforderung aller erforderlichen Nachweise vom Verkäufer und den zuständigen Stellen (Bürgermeisteramt wg. der städtischen Gebühren, Finanzamt wegen der Steuern usw.). Wie hoch die Gebühr beim Notar und beim register sind, kann ich Dir leider nicht sagen. Ich weiß aber, dass diese gebühren zumindest von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich sind. Am Besten informierst Du Dich direkt bei der Stadt, in der Dein zukünftiges Apartement liegt - oder der beauftragte Anwalt soll Dir das sagen.

Übrigens ist es hier nicht völlig unüblich, im privatschriftlichen Vertrag über den Kauf des Grundstückes und im Notarvertrag verschiedene Preise anzugeben, nämlich im Notarvertrag den "preço de escritura". Dieser preis entspricht der "Bewertung" durch die Stadt/Gemeinde bei der Genehmigung des Baues und liegt regelmäßig erheblich unter dem privatschriftlich vereinbarten Kaufpreis. Am unteren Wert bemessen sich aber alle Gebühren, auch die Steuer des verkäufers. Auch darüber solltest Du offen mit Deinem Anwalt reden.



Hello, vielen Dank für die Infos. Nun, für mich ist wichtig, dass das ganze einwandfrei abläuft und ich keine grossen Risiken eingehe. Somit bin ich auch gerne bereit, etwas dafür zu zahlen. Werde mich mal erkundigen. Aber es ist so, dass ich mit dem Anwalt eine Pauschale aushandeln kann und soll? Das Appartmento liegt in Fortaleza. Beste Grüsse
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Re: Wie prüfe ich, ob ein Makler seriös ist?

Beitragvon dimaew » So 21. Nov 2010, 15:34

Ja, mit dem Anwalt solltest Du auf jeden Fall eine Pauschale aushandeln. Das ist auch völlig üblich hier und die Anwälte sind das so gewöhnt.
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Re: Wie prüfe ich, ob ein Makler seriös ist?

Beitragvon Itacare » Mo 22. Nov 2010, 10:56

dimaew hat geschrieben:.....

Übrigens ist es hier nicht völlig unüblich, im privatschriftlichen Vertrag über den Kauf des Grundstückes und im Notarvertrag verschiedene Preise anzugeben, nämlich im Notarvertrag den "preço de escritura". Dieser preis entspricht der "Bewertung" durch die Stadt/Gemeinde bei der Genehmigung des Baues und liegt regelmäßig erheblich unter dem privatschriftlich vereinbarten Kaufpreis. Am unteren Wert bemessen sich aber alle Gebühren, auch die Steuer des verkäufers. Auch darüber solltest Du offen mit Deinem Anwalt reden....


Weshalb manche Gemeinden allerdings dazu übergehen, nicht den Kaufvertrag, sondern einen ihrer Meinung nach ortsüblichen Preis als Bemessungsgrundlage für Grunderwerbssteuer und IPTU zugrunde zu legen......
Bei mir wollten sie das 3,5 fache des Kaufpreises eintragen. Konnte meine Anwältin dann auf das 1,1 fache abbiegen, was mir nen Haufen Geld ersparte.
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Re: Wie prüfe ich, ob ein Makler seriös ist?

Beitragvon dimaew » Mo 22. Nov 2010, 14:34

Itacare hat geschrieben:
dimaew hat geschrieben:.....

Übrigens ist es hier nicht völlig unüblich, im privatschriftlichen Vertrag über den Kauf des Grundstückes und im Notarvertrag verschiedene Preise anzugeben, nämlich im Notarvertrag den "preço de escritura". Dieser preis entspricht der "Bewertung" durch die Stadt/Gemeinde bei der Genehmigung des Baues und liegt regelmäßig erheblich unter dem privatschriftlich vereinbarten Kaufpreis. Am unteren Wert bemessen sich aber alle Gebühren, auch die Steuer des verkäufers. Auch darüber solltest Du offen mit Deinem Anwalt reden....


Weshalb manche Gemeinden allerdings dazu übergehen, nicht den Kaufvertrag, sondern einen ihrer Meinung nach ortsüblichen Preis als Bemessungsgrundlage für Grunderwerbssteuer und IPTU zugrunde zu legen......
Bei mir wollten sie das 3,5 fache des Kaufpreises eintragen. Konnte meine Anwältin dann auf das 1,1 fache abbiegen, was mir nen Haufen Geld ersparte.


Stimmt, die Gemeinden sind ja auch nicht dumm. In unserem Dorf hier interessiert es die Prefeitura nicht besonders, was im Kaufvertrag steht, solange der Preis nicht allzusehr vom für die bisherige IPTU angenommenen Betrag abweicht. Aber in der größeren Nachbarstadt, gibt es eine regelrechte "Neubewertung" einer Vielzahl von Grundstücken.
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