Wie realistisch ist dieser Artikel?

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: Wie realistisch ist dieser Artikel?

Beitragvon Schwobaseggl » So 13. Jul 2008, 00:14

Danke.

Gerne geschehen.

Es ist einfach immer schön wenn man einen einfachen Geist erfreuen kann :wink:
Dieses Posting darf jeder auslegen wie er denkt.
Ich schreibe es ja auch wie ich denke.
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Re: Wie realistisch ist dieser Artikel?

Beitragvon Takeo » So 13. Jul 2008, 02:10

ana_klaus hat geschrieben:also, ich muss donsteban beipflichten.

Mit dem "Gringoaufschlag" mag wohl in Touri-Zentren stimmen. Ich weiss, es gibt verschiedene cardapios, aber im normalen
Leben herrscht Wettbewerb, unabhängig von Herkunft. Wer sich dann übervorteilen lässt, hat es nicht anders verdient. Bei
Anschaffungen ist es normal, dass man sich vorher informiert- Möglichkeiten gibt es zu hauff.

klaus
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also ich muss 'ana_klaus' und 'donesteban' auch recht geben... von Gringoaufschlag ist wirklich NIE die Rede... das ist im normalen Leben wirklich vollkommen abwägig... natürlich muss man bei einschlägigen Geschäften (Gebrauchtwagen, Haus, Grundstück) etwas aufpassen, aber das hat wieder nichts mit Gringoaufschlag zu tun, sondern wie glaubwürdig und gut man handeln kann. Ja, Gringoaufschlag gibt's am Souvenirladen an der Praia, aber im normalen Alltag doch nicht... oder haben manche User ihr Gringosyndrom tatsächlich noch so wenig überwunden??? Oder die einheimischen Frauen? Knallen die ihr Berufsleben durch oder wir??? Wer natürlich immer nur seine Braut fragen muss was man wie in Brasilien machen muss, der brauch' sich auch nicht zu wundern der ewige Gringo incl. Gringoaufschlag zu sein!

überhaupt, das hat was mit der ganzen Haltung zu tun: wenn man immer nur durch Brasilien läuft mit der Haltung ich (Ausländer) versus Brasilien, wird man immer irgendwie der komische Gringo sein und wird immer an Gringoaufschlag denken und bezahlen, wenn man aber durch Brasilien läuft und garnichts besonderes denkt, und deshalb denkt und handelt wie ein normaler Mensch in einer normalen Welt, oder wie ein normaler Brasilianer in Brasilien, ist Gringosein plötzlich überhaupt kein Thema...
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Re: Wie realistisch ist dieser Artikel?

Beitragvon supergringo » So 13. Jul 2008, 07:14

Takeo hat geschrieben:überhaupt, das hat was mit der ganzen Haltung zu tun: wenn man immer nur durch Brasilien läuft mit der Haltung ich (Ausländer) versus Brasilien, wird man immer irgendwie der komische Gringo sein und wird immer an Gringoaufschlag denken und bezahlen, wenn man aber durch Brasilien läuft und garnichts besonderes denkt, und deshalb denkt und handelt wie ein normaler Mensch in einer normalen Welt, oder wie ein normaler Brasilianer in Brasilien, ist Gringosein plötzlich überhaupt kein Thema...
Ich bin kein Resident. Also könnte man sagen: "Einfach mal die Fresse halten". Ich glaube aber, dass ich mir aufgrund von insgesamt immerhin neun Reisen durchaus ein Urteil bilden kann. Ich bewegte mich dabei oft genug außerhalb der Touristentrampelpfade.

Den Gringoaufschlag würde ich nicht überbewerten. Die Preise sind ja oft genug ausgeschildert, ob beim Kauf vom Gasherd oder beim Friseur. Wie erfolgreich man verhandelt, hat dann wohl kaum etwas mit dem Heimatland zu tun. Aber verleumden sollte man ihn nicht, natürlich kommt der Versuch vor, gerade einen Gringo abzuzocken und die Verhandlungsbasis höher anzusetzen, als bei einem Brasilianer. Beim Taxifahren beispielsweise oder bei der überhöhten Rechnung in der Boate. Mein Mädel in Recife hat in meinem "Stammhotel" grundsätzlich einen günstigeren Preis rausgehandelt, als ich. Da gings nur um eine Differenz von BRL 5 die Nacht, aber immerhin. Und ich habe einige mal von meiner brasilianischen Begleiterin den Mund verboten bekommen: "Sei still, ist besser so, wenn er nicht merkt, dass Du kein Brasilianer bist, sondern ein Gringo." Ehrlich gesagt, fand ich das lächerlich und nicht besonders schlüssig, wo gibt´s denn sowas, dass die Frau nach dem Einstieg ins Taxi das Reiseziel benennt und der Mann wie ein kleines Kind daneben sitzt ..." Zudem musste ich - eigentlich zu meiner Freude - feststellen, dass auch Einheimische (überwiegend Touristen und Geschäftsleute auf Dienstreise) oft genug auf die gleiche Art und Weise beschissen werden wie die Gringos.
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Re: Wie realistisch ist dieser Artikel?

Beitragvon supergringo » So 13. Jul 2008, 08:17

Ich habe mein gefälschtes oder vom LKW gefallenes Trikot von Atletico auf dem Markt an der Aveninda Atlantica gekauft. Wirklich gute Qualität (ich habs schon tausendmal gewaschen und immer noch Tip Top), aber ein kleiner Schmutzfleck war am Ärmel. Der Standardpreis für Fußballtrikots lag dort bei BRL 70 bis 80, je nachdem. Ich sagte, dass sei zweite Wahl, ich nehme es für 30. Er ging schnell auf 50 runter. Ich sagte 40, was wirklich schon ein Schnäppchen ist, der Fleck ist kaum zu sehen. Er überlegte kurz und sagte: "Pra 40? Saia." Ich dachte im ersten Moment, er meinte das als höfliche Umschreibung für "Verpiss Dich!", und hätte mich beinahe geknickt von dannen getrollt ... :lol:

Natürlich hab ich 5 Reais zu viel bezahlt, doch die zwei Bier zusätzlich gönnte ich dem netten Verkäufer. Ein Gringozuschlag war das aber ganz sicher nicht.
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Re: Wie realistisch ist dieser Artikel?

Beitragvon Elsass » Sa 19. Jul 2008, 10:13

SchnapsMaedel

um in Brasilien zu ueberleben im Geschaeftsleben, musst du als Auslaender mehr bringen als in D.
Die Gesetze und Regelungen, die es zu beachten gibt, sind recht undurchschaubar.
Ueberleg dir gut, was du von Brasilien erwartest. Brasilien hat ne Menge noch unberuehrte Natur, Strand, gutes Klima und eine exotische Kultur. Rechtssicherheit und soziale Sicherheit sind nicht vergleichbar mit D. Aber mit Geld geht (fast) alles in Brasilien, den Reichen gehts sicher gut.
Ohne einheimischen Partner wuerde ich nichts anfangen in Brasilien, man kann sehr viel falsch machen. Und damit viel Geld und am Ende die Lust am Land verlieren.

Reg. Gringoaufschlag; Den gibts - ab und zu.
Manche Geschaefte kommen dann mit mir einfach nicht zustande, weil der Brasilianer nicht weiter runter konnte, ohne das Gesicht zu verlieren, oder wollte, weil er auf den Gringoaufschlag fixiert war. Man muss den Preis kennen und seine eigenen Limits. Und fuer alle Gringos zum Trost: Viele Brasilianer werden von ihren eigenen Landsleuten gleichermassen ueber den Tisch gezogen.

Aber so ganz ernst scheint es dir nicht zu sein, wenn ich mir dein Pseudonym ansehe. Mit dem kommst du im serioesen Geschaeftsleben in Br. in den allermeisten Branchen nicht weit.

Gruss
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Re: Wie realistisch ist dieser Artikel?

Beitragvon ana_klaus » Sa 19. Jul 2008, 10:40

Elsass,
Du schreibst:

Ohne einheimischen Partner wuerde ich nichts anfangen in Brasilien, man kann sehr viel falsch machen. Und damit viel Geld und am Ende die Lust am Land verlieren.

Mein Ratschlag geht genau in die andere Richtung. Meine Erfahrung ist, dass man sich 1000 % erkundigen muss. Auf einen
br. Partner angewiesen zu sein, ist so ziemlich das Schlimmste was Dir passieren könnte.

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Re: Wie realistisch ist dieser Artikel?

Beitragvon Zauberfee » Sa 19. Jul 2008, 16:53

Admin hat geschrieben:
Hallo Schnapsmädl, willkommen im Forum!
Die Zahlen sind teilweise falsch, die Einwanderungsbestimmungen unvollständig. Solch eine Seite kann einen Anspruch auf exakte Information erheben. Und sollte man auch nicht so sehen.



Also das geht ja auch nicht,
sollen doch in ihre Kneipe zum saufen.
Hab ja nix dagegen bedüdelt am PC zu sitzen,aber dann anderen Leuten noch sinnlos betrunkene Mail´s ins Postfach zu schmeissen,
also das geht ja mal gar nicht.
Na ja, ich hab zum Glück seither keine mehr bekommen. #-o
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Re: Wie realistisch ist dieser Artikel?

Beitragvon O_Periquito » So 20. Jul 2008, 01:28

hallo ihr
dieser artikel ist absolut realitätsfremd, wenn das einwandern und hier eine selbstständigkeit sich aufbauen so einfach wäre, würden sicher nicht so viele immer wieder fragen: wie kann ich nach brasilien einwandern?

@schnapsmädel
vergiss den schmarn der dort steht und liess hier im forum lieber nach. über dieses thema wurde ja schon oft geschrieben.

@all
ich denke der gringoaufschlag kann schon mal zum tragen kommen, aber in der regel, wenn man resident ist und etwas aufpasst brennt bei einkäufen, egal ob haus oder auto nix an.

als wir unser grundstück gekauft haben 5500m2, centrumnähe, wollte der ehemalige besitzer 120.000R$. unsere preisvorstellungen waren aber anders. er hatte sich total verschuldet, das wasser stand ihm bis zum hals, die gläubiger machten ihm das leben zur hölle, ganz unterm strich hat er das grundstück an uns verschleudert. (cashzahlung)
und da hat kein brasilianer mit ihm verhandelt, nur wir und er.
was wir aber haben machen lassen, von unserem anwalt die papiere überprüfen lassen ob er wirklich der rechtmässige besitzer ist und berechtigt ist das grundstück zu veräussern.

nachdem sich herumgesprochen hatte das deutsche dieses grundstück gekauft hatten, meldete sich ein nachbar der an unser grundstück angrenzt. er wollte uns sein grundstück 400m2, angefangenes haus, liegt mit der baufirma im klinsch weil er nicht die raten bezahlt hat, ebenfalls für 120.000R$ verkaufen. WAR DAS NUN GRINGOAUFSCHLAG oder dummfang?

wir haben ihm für sein 400m2 grosses grundstück 5200R$ angeboten was ihn total entsetzt hat. war anteilmässig genau das was wir für unser grundstück bezahlt haben. danach wurde er frech und hat uns beschimpft, worauf wir ihn rausgeschmissen haben. das grundstück ist bis heute nicht verkauft, ist jetzt schon 7 jahre her.

@donesteban
wie hast du geschrieben: "also ich mache schon immer die grossen und die kleinen anschaffungen selbst, grundstück, auto, apartment 5 monate mieten usw."
was hast du denn da für eine trulla von frau, oder hast du sie total entmündigt das sie bei dir nichts zu sagen hat. dir hätte ich aber eine zwischen die hörner gehauen und zum tempel raus gejagt. bist du deswegen extra nach brasilien gekommen um dir so ein entmündigtes mäuschen zu suchen und hier noch damit zu prahlen?
sag mal kaufst du deiner frau auch die pille und die tampons, oder darf sie das im mercado oder der apotheke selbst kaufen?
man, komm mal etwas runter von deinem hohen ross. viele andere hier sind auch nicht auf der wurstsuppe daher geschwommen.

@ana_klaus
wir haben seit fast 12 jahren eine brasilianische partnerin, wobei uns aber 66,66% der firma gehören und grund und boden, sowie sämtliche imobilien der firma auch unser eigentum sind.
zu anfang war es mit ihr nicht einfach, und sie hatte es mit uns auch nicht einfach. aber nach fast 12 jahren haben wir uns zusammengerauft und sind ein gutes gespann geworden. meinungsverschiedenheiten gibt es immer mal, aber keinen streit mehr. sie hat viel von uns gelernt, wir aber auch von ihr.
sie ist eine persönlichkeit geworden, finanziell total unabhängig und in ihren augen endlich erfolgreich geschieden. kann ihr leben jetzt leben wie sie möchte und sich kleinere und grössere wünsche erfüllen.
wir haben es nie bereut das wir diese partnerschaft eingegangen sind, aber wenn sie einmal zu ende ist möchten wir keine brasil. beteiligung wieder in unserer firma. man weiss nie ob es noch einmal so gut funktioniert.
Zuletzt geändert von O_Periquito am So 20. Jul 2008, 01:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Wie realistisch ist dieser Artikel?

Beitragvon mikelo » So 20. Jul 2008, 01:42

O_Periquito hat geschrieben:ich denke der gringoaufschlag kann schon mal zum tragen kommen, aber in der regel, wenn man resident ist und etwas aufpasst brennt bei einkäufen, egal ob haus oder auto nix an.



so ist es.
o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.

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Re: Wie realistisch ist dieser Artikel?

Beitragvon donesteban » Mo 21. Jul 2008, 21:35

Sag mal Kleines, wie war Dein Name a_perequita, oder so? Egal, es tut mir jedenfalls leid zu lesen, dass Du gerade Deine Tage hast. Ich habe gehört das soll vorbei gehen, bei den meisten Frauen jedenfalls. Liebe Grüße auch von meiner Trulla. Ich soll Dir ausrichten, dass Sie Dir gerne ein paar Tampons abgibt. Ich kaufe immer zu viele. Brauchst Du welche?

#-o #-o #-o
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