Wie sich meine Bekannten Brasilien vorstellen

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Re: Wie sich meine Bekannten Brasilien vorstellen

Beitragvon mikelo » So 15. Jun 2008, 23:02

Zauberfee hat geschrieben:
Oi Mikelo,
grins,die WM in der Schweiz....sorry :wink:



sorry-dazu sind wir ja dann wohl doch zu klein [-X [-X
o sol nasce pra todos; a sombra pra quem merece.

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Re: Wie sich meine Bekannten Brasilien vorstellen

Beitragvon Zauberfee » So 15. Jun 2008, 23:07

mikelo hat geschrieben:
Zauberfee hat geschrieben:
Oi Mikelo,
grins,die WM in der Schweiz....sorry :wink:



sorry-dazu sind wir ja dann wohl doch zu klein [-X [-X



Dafür aber fein :P ,

jetzt aber schnell wieder zurück zum Thema :wink:
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Re: Wie sich meine Bekannten Brasilien vorstellen

Beitragvon 007 » Mo 16. Jun 2008, 00:07

Zauberfee hat geschrieben:
007 hat geschrieben:

Nun bin ich schon ein paar Jährchen hier und möchte eigentlich nicht mehr weg. (man soll aber niemals nie sagen).





Darf ich an dieser Stelle mal die Frage in den Raum stellen,
wie sieht es bei Euch dauerhaft in Brasilien lebenden mit Heimweh aus?
Gibt es das,..diese Momente nach dem " alten " Leben,..Momente wo ihr Euch fragt...
will ich das alles so für immer?
Oder könnt ihr Euch das gar nicht mehr vorstellen,zurück in dieses alte Leben,oder ist der Gedanke sogar unerträglich?

Interessierte Grüße Zauberfee



Liebe Zauberfee

Nein, klar nicht. Ich habe kein Heimweh. Nach so langer Zeit hat man sich in der neuen Wahlheimat so gut eingelebt (jedenfalls ich)so dass ein Heimweh gar nicht aufkommt. Früher als meine Eltern noch gelebt haben, bin ich eigentlich fast jedes Jahr einmal in meine alte Heimat gedüst und habe es dort genossen. Vor allem kulinarisch. Da ich aber selbst leidenschaftlich koche, hat mir eigentlich das Essen nie eigentllch gefehlt hier. Nur ab und zu ein echtes "Kalbsleberli" oder eine gute Blut- oder Leberwurst, in der Schweiz heiss gegessen, fehlt schon.

Letzte Reisen waren 2001, 2004 (war ich an einen Kongress eingeladen) und 2008, aber nur um meinen Sohn zu besuchen, der seit 2006 in einem Internat in London ist.

Schön alte Freunde wiederzusehen, aber meine Heimat ist definitiv Brasilen. Ich drücke mich auch so aus wenn in in der CH bin, dass ich wieder nach Hause fliege. Die meisten Freunde verstehen es. Sie kommen mich auch regelmässig besuchen hier.

abraço

James

PS. Fast hätte ich das Klima vergessen. Ich habe es gerne warm mit viel Sonne und schönen Stränden.
Leben oder sich geschaeftlich betätigen in Fortaleza
oder Ceará ? WIR HABEN IMMER NEUE UND SERIOESE ANGEBOTE !


fortalezaconsult
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Re: Wie sich meine Bekannten Brasilien vorstellen

Beitragvon Takeo » Mo 16. Jun 2008, 04:01

Zauberfee hat geschrieben:
007 hat geschrieben:

Nun bin ich schon ein paar Jährchen hier und möchte eigentlich nicht mehr weg. (man soll aber niemals nie sagen).





Darf ich an dieser Stelle mal die Frage in den Raum stellen,
wie sieht es bei Euch dauerhaft in Brasilien lebenden mit Heimweh aus?
Gibt es das,..diese Momente nach dem " alten " Leben,..Momente wo ihr Euch fragt...
will ich das alles so für immer?
Oder könnt ihr Euch das gar nicht mehr vorstellen,zurück in dieses alte Leben,oder ist der Gedanke sogar unerträglich?

Interessierte Grüße Zauberfee


Nein! Höchstens nach einen paar Bekannten, die man mal zurückgelassen hat... die Freunde bleiben ja überall!
Wenn ich Deutschland schnuppern will, komm ich ins Forum oder schaue deutsche Welle, und bei Letzteren überkommt mich immer so eine art 'Seeligkeit', dass ich nicht mehr in deutscher graue Enge leben muss. Als ich noch in Deutschland lebte, überkamm mich an Flughäfen immer Fernweh - jetzt freue ich mich, dass ich an Flughäfen entweder nur Abholer, oder "nur" domestic Reisender bin! Deutschland? No way - schon eher nach Russland!

Aber überhaupt: in der Frage steht "will ich das alles so für immer?" ... aber WAS denn überhaupt WIE für immer? Womit wir ja eigentlich wieder genau beim Ausgangsthema und bei meiner Gegenthese sind!!! WAS soll denn hier WIE so schrecklich anders sein als in Mitteleuropa? Ich bspw. (Ottonormalcidadão) lebe weder in der Favela noch unter Palmen, einen Strand sehe ich genauso oft wie der durchschnittliche Bundesbürger - dann aber in Brasilien, Indianer kennt man zum Glück nur aus der Glotze (wo sie für schlechte Nachrichten sorgen!), und ums Überleben kämpfe ich genauso wie in der Bundesrepublik: indem ich nicht gerade meinen Job verlieren will... ...ansonsten geht's nämlich genauso weiter, nur mit best. brasilianischen Vor- aber auch Nachteilen... aber ob man das "alles so" für "immer" will wäre ein Frage, für die Brasilien bei einem normalen Leben - und das gibt's auch hier - nicht genug hergibt!
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Re: Wie sich meine Bekannten Brasilien vorstellen

Beitragvon Zauberfee » Mo 16. Jun 2008, 10:44

@James und @Takeo

danke für Eure ausführlichen Erläuterungen,für jemand wie mich der das nicht kennt ist das schon interessant wie sich Menschen mit und in ihren Gefühlen entwickeln,es ist halt nicht mal eben nach Franreich oder Spanien usw.auszuwandern,abgesehen von der Entfernung ein völlig anderes ( deswegen muß es ja nicht schlechter sein ) Leben.

@Takeo

habe meine Frage bezüglich ob man das immer so will nicht auf die negativen Seiten Brasiliens bezogen sondern eher ob nicht das,was urverwurzelt in einem steckt (in allen Belangen) manchmal durchdrückt und man sich nach diesem zurücksehnt.

So wie ihr das beschreibt ist es aber wohl möglich dieses abzulegen und sich zu 100% mit der neuen Heimat zu identifizieren

Beste Grüße
Zauberfee
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Re: Wie sich meine Bekannten Brasilien vorstellen

Beitragvon Takeo » Mo 16. Jun 2008, 14:41

Ach Zauberfee, wenn man ein normales Leben in Brasilien führt (also nicht gerade "ausgestiegen" ist), 'vergisst' man eigentlich weitgehendst, dass man in Brasilien oder im Ausland lebt... dass man überall portugiesisch sprechen muss, und dass es fast immer warm ist, und brasilianische Eigenarten...etc... werden sooo normal, dass man nicht drüber nachdenkt... wenn einem was Negatives widerfährt ist man geneigt zu sagen:"ach, in Deutschland wär' das jetzt nicht so..." andersrum wenn einem in Deutschland was nicht passt ist man ja auch geneigt zu sagen: "ach, in Brasilien wär' das jetzt nicht so..." Alles in Allem ist das aber kein Thema! Dann darf man ja nicht vergessen dass Brasilien ja ein Einwanderungsland ist, und multikulturell ist... manchmal kann man auch Deutsch sprechen - manchmal muss man es sogar!, Deutsch essen Deutsche Kultur finden... ...ich persöhnlich brauche dies zwar nicht unbedingt, gehe deutscher Kultur aber auch nicht aus dem Weg. Alles was ich sagen will ist, dass ein leben in Brasilien eigentlich so stinknormal sein kann wie mitten in der Bundesrepublik! Das kann donesteban seinen Freunden übrigens auch mal erzählen!!!
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Re: Wie sich meine Bekannten Brasilien vorstellen

Beitragvon amarelina » Mo 16. Jun 2008, 16:51

Takeo hat geschrieben:dass ein leben in Brasilien eigentlich so stinknormal sein kann wie mitten in der Schweiz!


.........wurde irgendeinmal was anderes gesagt?.....das problem Takeo ist einfach, sobald irgendjemand irgendetwas von gefühlen sagt, dann drehst du im roten.....wo doch gerade grosse gefühle in Brasilien etwas völlig alltägliches sind.....

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"Wenn man sich mit einem langweiligen, unglücklichen Leben abfindet, weil man auf seine Mutter, seinen Vater, seinen Priester, irgendeinen Burschen im Fernsehen oder irgendeinen anderen Kerl gehört hat, der einem vorschreibt, wie man leben soll, dann hat man es verdient."
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Re: Wie sich meine Bekannten Brasilien vorstellen

Beitragvon donesteban » Mo 16. Jun 2008, 18:52

Takeo hat geschrieben:...Das kann donesteban seinen Freunden übrigens auch mal erzählen!!!
Bin am Sammeln von Meinungen und Ideen. Nicht zu diesem Thema, habe schon was anderes im Kopf. Du wirst Dich freuen und rege beteiligen, hoffe ich ;-)
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