Wiedereinreise nach Visumverstoß

Fragen zur Gesetzeslage in Brasilien, Einwanderungs-, Einfuhr- und Zollbestimmungen sowie Steuerfragen

Wiedereinreise nach Visumverstoß

Beitragvon Folgaçinho » Fr 25. Mär 2005, 14:14

Hi Leute,

entschuldigt bitte wenn ich jetzt hier schon genauso schusselig herumfrage wie in dem Parallelforum üblich, aber ich würd´s halt gern wissen !

Angenommen, ich bliebe ca. 1 Jahr unbehelligt einfach mit dem 90-Tage-Touri-Visum in Brasilien (um mein Häusle zu errichten z.B.).

Dann reise ich zurück nach D, und zahle auch die Multa beim Verlassen von BR. Ich werde dann ja sicherlich mit Namen und Passnr. zentral erfasst.

Wann kann ich dann frühestens wieder einreisen ???
Bei normaler (neuer) Einreise in GRU wird doch der Pass gar nicht eingescannt oder neuerdings doch ?
Nützt mir mein 2. Pass mit anderer Nr. und anderer Anschrift etwas (Name, Geburtsort und -tag sind natürlich gleich) ?

Kennt jemand einen brauchbaren Weg sein Aufenthaltsrecht in BR zu verlängern ?

Mal angenommen man würde die Vaterschaft des Kindes der Namorada anerkennen, welche rechtlichen / finanziellen Konsequenzen brächte das mit sich (in BR) ?
Abraços Folgaçinho
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Re: Wiedereinreise nach Visumverstoß

Beitragvon Hans » Fr 25. Mär 2005, 16:08

Folgaçinho hat geschrieben:Mal angenommen man würde die Vaterschaft des Kindes der Namorada anerkennen, welche rechtlichen / finanziellen Konsequenzen brächte das mit sich (in BR) ?


Wenn es dein Kind ist, solltest du es sofort anerkennen und wenn du damit "nur" erreichen möchtest, damit du in Brasilien bleiben kannst, dann solltest du es lassen, ABER wenn du das Kind anerkennen willst, weil du es liebst, ist es natürlich auch etwas anderes. Die Folge einer Anerkennung ist eine lebenslange Verantwortung und es gibt da auch keine Gründe, DANN sich vor finanziellen Konsequenzen zu fürchten, DENN nach der ANERKENNUNG ist es dein Kind, moralisch und finanziell, ALSO warum deine Frage??
Nebenbei: Das GESETZ ist da nicht viel anders, als in Deutschand (soweit ich weiß), nur wird oft dieses von den armen Frauen nicht durchgesetzt, weil sie kein Geld haben und/oder dumm sind oder der brasilianische Erzeuger sich einfach über alle Berge verabschiedet hat. ABER einen Deutschen findet man immer schnell, da sie entweder in Deutschland registriert sind oder einfach da bekannt sind, wo eben das Haus gebaut ist!!
Ich kenne ein paar Fälle, da haben die ehemaligen brasilianischen Freundinnen von Deutschen über den brasilianischen Anwalt und den örtlichen Verbindungsanwalt den Unterhalt für den Nachwuchs eingeklagt, alles kein Problem, wenn später auch der gegnerische Anwalt vom Deutschen bezahlt werden muß, da haben die Anwälte kein Problem dies durch zu setzen. UND Brasilien hat wie gesagt auch Gesetze und ist kein Freiraum für Aussteiger.

ALSO: ein Kind nur anerkennen, wenn es das Eigene ist (meine Meinung nach ein PFLICHT) oder wenn man das Kind als seines für den Rest des Lebens als eigenes annehmen möchte.
Auf keinen Fall für eine Aufenthaltsgenehmigung



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Beitragvon Folgaçinho » Fr 25. Mär 2005, 16:46

Hallo Hans,

danke für deine offene Antwort.
Es ist natürlich NICHT mein Kind sonst wäre alles klar.
Ich habe da noch nicht einmal jemand konkretes, es war nur ein allgemeiner Gedanke um die Aufenthaltserlaubnis zu erhalten.
Wir alle kennen viele Brasileiras die nach Kurzem mit dem Nachwuchs im Stich gelassen wurden. Und viele bekommen leider auch keinen Unterhalt.

Daher die Idee, sie bekäme Geld und ich könnte bleiben ...

Aber das ist wohl wirklich keine gute Idee !

Weiß jemand wie sich der Unterhalt für ein Kind in Brasilien berechnet, für den Fall man würde mal ungewollt Vater ... ??
Abraços Folgaçinho
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Beitragvon Hans » Fr 25. Mär 2005, 17:04

Folgaçinho hat geschrieben:Weiß jemand wie sich der Unterhalt für ein Kind in Brasilien berechnet, für den Fall man würde mal ungewollt Vater ... ??


Es sind, so glaube ich, ungefähr 2/3 des Betrages(Düsseldorfer Tabelle => richtet sich nach dem Verdienst des Vaters des Kindes => ca. 250-300 € =>2/3: ca. 170-200 €) und das jeden Monat, wenn er in Deutschland wohnt und sie in Brasilien, aber sie kann jederzeit nach Deutschland kommen, vorausgesetzt sie hat jemand, der das Ticket finanziert, und so bekommt sie natürlich auch 100% des Unterhalts für das Kind und sie kann bleiben, weil sie die Bezugsperson eines deutschen Staatsbürgers ist.

Unterhalt, den du in Brasilien zahlen mußt, wenn du dort wohnst, wird sich bestimmt auch auf dein Gehalt beziehen, wie hoch, müßte man da einen Fachanwalt dort befragen. Ich meine auch gehört zu haben, dass dort auch das Vermögen (z.B. Haus) in die Berechnung des Unterhalt mit einfließt.

Hans
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