Wieviel Geld braucht eine "normale" Familie zum Le

Allgemeine Fragen & Tipps über alles, was dem Gringo in Brasilien passieren kann

Beitragvon stefan - rio » Mi 5. Jul 2006, 17:04

Hallo Moni

...von wegen R$ 600,00 !!!!!!
Der Mindestlohn ist genau R$ 350,00, etwa 125 EU.
Und damit kann man auch auf dem Land NICHT leben.

Wuerde wirklich gerne wissen WOHER du diese Information hast.

Ciao Stefan
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Beitragvon moni » Do 6. Jul 2006, 23:02

von meinen Verwandten, die in der Nähe von Gandu (ist jetzt nicht ganz richtig geschieben, weil wg Tastatur) wohnen... Wo das ist, das kannst du ja gern recherchieren.Such mal nach Ibirapitanga/Gandu.
Selbst wenn der Lon bei 300 RS liegt- mit 600RS im Monat kannst du leben.
Und ob du es glaubst oder nicht- es gibt Menschen , die leben mit dem Mindestlohn. Auch wenn die ihr Einkommen zusammenwerfen müssen, aber vieles ist da halt nicht drin. Was ich für die Einkommensverhältnisse zB ziemlich Teuer finde, ist der Preis für einen Kasten Bier. Ich glaube, der lag so bei etwas über 30 Real- für und bezahlbar aber für die Leute dort schon kostspielig.
Fakt ist jedenfalls, das die einen verschwindend wenig für Strom bezahlen (wer sich erinnert 2003 glaub ich war das Thema) und auch die Miete für ein Haus ist auf dem Land verschwindend gering. Wenn alle Stricke reißen, dann greift das Soziale System-unserem Besuch wurde jedenfalls nie etwas an Essen weggeworfen, denn irgend ein Nachbar hat immer etwas gegessen oder sich selbstverständlich ein Stück Fleisch mit Reis abgeholt. Bevor auf dem Land jemand verhungert stehen Nachbarn da , die Kind und Kegel versorgen.
So wie wir dort gelebt haben, das wäre in einer Großstadt sicherlich Favelha- ich hab mich dort wohlgefühlt. Was man braucht, das kauft man im Supermarkt oder einmal pro Woche auf dem Markt.
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Beitragvon moni » Do 6. Jul 2006, 23:04

sorry, doppelt
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Beitragvon Trem Mineiro » Fr 7. Jul 2006, 18:24

Hallo Moni, Hallo Stefan

Von den 350 Reais leben nicht einige Menschen in Brasilien sonder die Masse der Leute, auf dem Lande und auch in der Stadt. Dazu legen davon nicht nur Standartfamilien (2+2) sondern erheblich größere Familien.
Aber bitte fragt mich nicht, wie man dass macht, ich weis es einfach nicht.

@Fraenki
Wenn eine Entsendung ansteht, kann ich dir ein paar Tipps geben, schicke mir bei Interesse mal eine PN
Ansonsten ist der Wert von Lemi für mittelalte Europäer die ihren gewohnten Lebensstandart halten wollen ok, wenn es nicht grade SP-Centro ist. Die Summe steigert sich aber, wenn man aus seinem Aufenthalt einen Teilzeiturlaub macht und auch noch Land und Leute kennen lernen will. Das kostet, lohnt sich aber auch.

Gruß

Manfred
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Beitragvon Severino » Mo 7. Aug 2006, 13:36

Oi Moni
Der Kasten SKOL kostet R$ 42 (natural). Gelada gibt es den ab R$ 47. Es gibt aber auch billigeres Bier.
Der Mindestlohn von R$ 350 reicht übrigens nicht, wenn man Miete, Strom, Wasser und Lebensmittel zusammenrechnet und das ganze dann Leben nennen will. Der Grossteil der Brasilianer muss aber damit auskommen.....
paz e amor
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Brasil Standard

Beitragvon senhorgringo » Sa 30. Sep 2006, 10:00

Viele brasilianischen Familien leben so:

3-5 Erwachsene die arbeiten
2-3 Erwachsene die nicht arbeiten (die machen dann was zuhause)
3-6 Kinder unter 18

-1 (Eine) Wohnung mit Strom und Kaltwasser, d.h. 3-4 Personen pro Zimmer, mit Klappbett oder Matratze auf'm Boden.
-Normale Schule
-Laufen, Fahrrad oder Busfahren
-1 gesperrtes Telefon, nur zum angerufen werden
-jeden Tag Reis mit wechselnden Beilagen
-Ausgang höchstens in die Bar um die Ecke um TV zu gucken

In Brasilien hat nicht jeder eine eigene Wohnung, vielfach leben 3-4 Generationen zusammen. Das Leben ist sehr einfach.

Das ist wohl für die meisten Brasilianer das normale. Allerdings ist die Differenz zwischen arm und reich sehr gross, und eine etablierte Mittelschicht gibt es nicht so wie in Europa. Diese lebt vielfach auch auf Pump d.h. auf Messers Schneide.

Merke: Die Armen sterben vor Hunger, die Reichen vor Angst.
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Leben in Brasilia

Beitragvon senhorgringo » Sa 30. Sep 2006, 10:38

Also, eine Freundin lebt in Brasilia wie folgt:

2 Erwachsene die arbeiten ca. 2500.- BRL netto pro Monat, von 4 Jobs als Lehrerin, Informatik Techniker, Service Angestellte und Musiker.
(2 Leute 4 Jobs !!) :!:

3 Kinder im Schulalter :twisted: :twisted: :twisted:

3 Zimmer Wohnung mit Wasser und Strom: 1000.- BRL

Telefon und Handy, jeder hat ein Handy: 100.- BRL

Krankenversicherung: 300.- BRL

Schule: 300.- BRL

Essen (seeeehr gut, aber zuhause): 400.- BRL :D

Kleider: 200.- BRL

Busfahren: 200.- BRL

Ausgang: keinen, 1. keine Zeit, 2. kein Geld :(

Wenn Extras anfallen muss entweder extra gearbeitet werden, am Sonntag oder anderswo eingespart werden.

Weiter wird noch die Mutter mit Einkäufen unterstützt bei den Besuchen.

Wenn die Kreditkarte überzogen ist, wird im nächsten Monat gespart, was eigentlich nicht typisch brasilianisch ist. :wink:

Es wird um 7 Uhr aufgestanden zur Arbeit gegangen, dann am Abend zum 2. Job. Feierabend ist zwischen 23 Uhr und 4 Uhr morgens.

Das ist brasilianische Mittelschicht!

Aber alle sind zufrieden, gesund und reklamieren nicht.
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Beitragvon Severino » Di 3. Okt 2006, 11:57

Aber alle sind zufrieden, gesund und reklamieren nicht.
...weil sie es nicht anders kennen und eben bereits "Mittelschicht" sind....
Ansonsten ist das ein wirklich typisches Beispiel. Bei den Ärmeren fällt dann Krankenkasse, Schule und Busfahren weg....
Wobei in Brasilia noch eher gute Löhne gezahlt werden als an anderen Orten in Brasilien.....
paz e amor
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