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Condor




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BeitragVerfasst: 25 Aug 2007 23:00 
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Registriert: 07 Mär 2007 22:46
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Timm hat geschrieben:

Ich habe hier im Forum gründlich recherchiert und es wurde ganz klar gesagt (von Tinto glaub ich) dass man sich theoretisch schon einen Tag nach der Heirat wieder scheiden lassen kann, man behält das Bleiberecht. Ich meine, das ist doch eine ganz essentielle Frage für alle die nach Brasilien gehen bzw. heiraten, das muß man doch endlich mal verbindlich und eindeutig geklärt kriegen. Als erstes werde ich mich dazu gründlich bei einem Anwalt informieren.



oi timm,

da ich das alles eventuell so aehnlich machen will (nur lasse ich mir momentan noch ein bisschen mehr zeit als du), interessiert mich sehr, was bei deinem gespraech mit dem anwalt rauskommt.

natuerlich kannst du bereits einen tag nach der eheschliessung schon wieder die scheidung einreichen. aber ich hab bei meinen - zugegebenermassen: bisher eher fluechtigen - recherchen eigentlich das genaue gegenteil herausgehoert bzw. -gelesen:

dass man dann sehr wohl seine residencia verlieren kann.

gerade deshalb empfehlen doch einige, besser ein kind anzuerkennen (muss ja nicht das eigene sein), da ja dann eine "scheidung" nicht in betracht kommen kann.

allerdings hab ich auch insoweit meine zweifel. denn nicht das anerkennen des kindes alleine gibt ja die residencia, sondern das aufkommen fuer den unterhalt "vor ort". haut man also anschliessend ab oder stellt die zahlungen ein, dann sehe ich da auch probleme.

also halt uns mal auf dem laufenden mit dem, was du da noch rauskriegst...



gruesse, diter

Certo dia, o índio pegou a canoa e remou, remou, remou até encontrar a bela Iara, que o levou para o fundo das águas.


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BeitragVerfasst: 26 Aug 2007 09:42 
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Timm hat geschrieben:
Hey, Danke für die vielen Infos !

Dann will ich mal mehr Licht in das Ganze zu bringen: Eigenes Kind bedeutet mir zu viel Verantwortung und Verpflichtung, das geht finanziell nicht und ich bin auch schon zu alt dafür. Mache ich nicht, fertig aus.

Da ich aber Kinder sehr mag, und es in Brasilien sehr viele alleinerziehende Mütter gibt, kann es schon sein, dass ich mit einer solchen (inkl. Anhang) zusammenkomme. Falls ich dann währenddessen neben Unterkunft auch noch zu deren Lebensunterhalt beisteuere, wäre das doch schon ein netter Zug. Überhaupt, wenn es gut läuft, könnte es für alle eine gute Sache sein. Könnte !

Das will ich dann aber nicht auch noch nach der - möglichen - Trennung fortsetzen.
Schließlich bin ich nicht für die Alimentation von Teilen der brasilianischen Bevölkerung zuständig.

Die Situation wird nun aber noch etwas komlizierter:

Ich hatte mal ein Grundstück in Brasilien gekauft. Darauf beginne ich demnächst mit dem Bau eines Hauses mit mehrere kleinen Apartements. Von den Mieteinnahmen will ich dann den Lebensunterhalt bestreiten. Geld aus Deutschland kommt nicht nach, auch keine Rente. Daher achte ich genau darauf, nicht von Brasilianern ausgenommen zu werden.

Das geht auf Touristen-Visum nicht wirklich. Da man über kurz oder lang schon jemanden kennenlernen wird wo es dann auch funkt, wäre mit einer Heirat ein gute Lösung gefunden. Da ich aber bereits geschieden bin, und als Mittvierziger auch schon etwas Erfahrung habe (auch mit Brasilianerinnen), gehe ich davon aus, dass diese Ehe auch irgendwann nicht mehr funktionieren wird. Dann ist für alle eine Trennung das Beste. Daran muß man schon vorher denken.

Da aber hier - im weiteren Sinne - ein Immobilie im Spiel ist, bin ich sehr vorsichtig. Zumal die eigentliche Bautätigkeit voraussichtlich während der Ehezeit liegt, da könnte die brasilianische Ehefrau dann ihre Chance auf Zugewinn wittern. Obwohl es de facto so oder so kein Zugewinn ist, denn die Mittel dafür wurden schon vorher verdient und werden jetzt nur investiert. Aber es wäre schon so, wenn man viel in Eigenleistung macht und gut wirtschaftet, kostet das meinetwegen fiktiv 50.000 Euro. Der clevere Scheidungsanwalt läßt das ganze dann schätzen, und kommt auf einen Wert von 300.000 R$. Und Peng, alles im A... Das will ich dadurch verhindern, dass alles der Schwester gehört. Den Fall, dass ich während der Ehe von ihr erbe, will ich hier mal ausschließen !

Wie sieht es denn aus, hier wurde mehrmals erwähnt, die Aufenthaltserlaubnis könnte nach der Scheidung entzogen werden ? Gibt es wie in Deutschland - ich glaube hier sind es drei Jahre ? - eine Mindestlaufzeit für die Ehe ?

Das wäre aber auch noch keine Beinbruch, man kann ja als Tourist einreisen, oder neu heiraten.

Bin schon gespannt auf die Diskussion !

Und Danke DiterRio für die moralische Unterstützung !

Tschau, Timm


Habe sellten soviel Blödsinn gelesen.

1. Eigenes Kind machen:

Verantwortung und Verpflichtung. Lachhaft so in Brasilien zu denken. Da gehören Kinder zum Leben einfach dazu. Außerdem gibt es hier im Forum genügend "Männer" die ihren "Mann" stehen können, wenn du dich zum Kindermachen zu alt fühlst.
Ich war immer sehr froh, daß Brasilien so kinderfreundlich ist. Laß deine Gedanken bitte in Deutschland. Möchte nicht, daß in Brasilien Kinder als Hindernis angesehen werden.
Ich lasse mich auch nicht davon beeindrucken, daß du angeblich Kinder sehr magst. Das ist für mich nur eine Schutzbehauptung.

2. Lebensunterhalt, Alimente und Trennung:

Was bist du für ein gutmütiger Mensch, der einer Brasilianerin (vielleicht noch mit Kind) den Lebensunterhalt versorgt. Obwohl du nicht für die Alimentation des brasilianischen Volkes zuständig bist. Sehr herzlich.
Natürlich, wenn man eine Lebensbeziehung eingeht, hat man nichts besseres zu tun, als Gedanken für eine Trennung zu verschwenden. Wie schäbig. Erinnert mich alles an die biedere deutsche Mentalität.

Du solltest vorher mal zum Psychiater gehen. Du bist überhaupt nicht Beziehungsfähig. Eine Partnerschaft ist kein Geschäft. Außerdem: Was hast du schon? Nichts! Du kannst froh sein, wenn eine Brasilianerin deine Wenigkeit aushält. Das was Diter_Rio sagt, gilt eher für Reiche, die vielleicht einen Betrieb und deren Mitarbeiter schützen müssen, damit diese durch Scheidung nicht vor die Binsen geht. Der Otto Normalverbraucher sollte dankbar sein.

Noch ein Tipp:

Du wirst dein Leben besser gestalten können, wenn du nicht so weit in die Zukunft guckst. Die Gegenwart ist aktueller und wichtiger als die Zukunft. Du kannst morgen von einem Auto überfahren werden, dann ist es sowieso scheiß egal, ob du dir Gedanken über mögliche Trennungen gemacht hast oder nicht. Lebe das Leben jetzt und zwar mit Partnerin! Dann wird der Kopf freier, Geld ist nicht das wichtigste und über Trennungen braucht man sich keine Gedanken zu machen. Ist einfach besser.


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BeitragVerfasst: 26 Aug 2007 12:30 
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Beiträge: 98
Sehr amüsant, BrasilJaneiro :lol: :lol: Aber lass mal stecken Alter, kümmere Dich mal besser um Dein eigenes Leben, okidoki ? :wink:

@Diter_Rio: Eine (nicht echte) Vaterschaft anzuerkennen oder ein Kind zu adoptieren halte ich für zu verpflichtend. Hab natürlich auch schon überlegt als eine Möglichkeit, eine Vaterschaft anzunehmen, gegen Zahlung eines monatlichen Betrages an die Mama. Aber das summiert sich auch ordentlich und man ist erpressbar, obwohl man da wohl auch irgendwann per Vaterschaftstest auch wieder raus kommen müßte. Aber dann ist auch mit der permanencia Schluß.

Was mir aufgefallen ist, sind so Fälle wie sie auch hier im Forum öfter erwähnt werden, dass man die Permanencia für Brasilien von Deutschland aus sehr viel schneller und einfacher erhält, und wohl auch mit längerer Gültigkeit. Es gibt ja so einige Deutsche die in Brasilien ohne ihre esposa leben, die ist allein in Deutschland geblieben. Eventuell kann man das auch so tricksen dass die esposa in Brasilien bleibt, während man in Deutschland die permanencia erhält.

Ich gehe die Sache übrigens auch langfristig an, in den nächsten 2-3 Jahren werde ich beruflich auch noch nicht abkömmlich sein.

@Boli: Klar gerne, lass den Link doch mal rüberkommen !

Tschau Timm


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 Betreff des Beitrags: @Toni
BeitragVerfasst: 30 Aug 2007 01:07 
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Beiträge: 38
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>Außerdem, wo soll die "Höhle des Löwen" liegen ?? Es besteht doch gar keine Gefahr, bei mir ist doch gar nichts zu holen, offiziell bin ich (fast) mittellos, ist doch alles bei meiner Schwester die mir ein monatliches Gehalt zahlt.

seh dieses "offiziell" nicht zu locker. Wenn deine persönlichen Lebensumstände (Auto, Reisen,...) darauf schliessen lassen, dass du in Wirklichkeit mehr verdienst als offiziell, dann wird diese Wirklichkeit geschätzt und auf dieser Grundlage Unterhalt berechnet!! Die Richter haben diese Freiheit und nutzen sie!!!

und das Investorenvisum ist viel besser als du denkst:
du musst keine Brasis einstellen
es ist ein überschaubarer Aufwand und Kosten
es gilt sofort 5 Jahre
die Steuern auf die Mieteinnahmen kriegt ein guter Buchhalter kräftig reduziert.

mach das Investorenvisum!!

ps der eigentliche Hausbau ist nach Aussage meines Buchhalters viel billiger, wenn es im Namen einer Privatperson passiert (INSS, FGTS,...) . Der abgabensparende Ablauf ist also:
Toni investiert 50000 USD in Toni Ltd (Überweisung Deutschland->BR)
Toni kriegt dafür Visum
ToniLtd gibt 50000 Kredit an Toni (alles in BR)
Toni baut Haus
Toni gibt Haus als Einlage an Toni Ltd


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: 31 Aug 2007 10:10 
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Beiträge: 98
Ist es beim Investorenvisum nicht so, dass man die ganze Sache genehmigen lassen muss, mit Darstellung des geplanten Unternehmens ?

Dann müßtest Du in diesem Fall entscheiden ob Du Immobilieninvest machen oder eine Bank gründen willst !

Selbst in Deutschland ist es einer GmbH nicht erlaubt, so wesentlich vom Unternehmensbereich abzuweichen, und das GESAMTE STAMMKAPITAL als Darlehen zu verteilen, no no !

Außerdem, der Hauptgrund dagegen ist doch der gleiche, warum man sowieso stets versucht Immobilien nicht als Firmenbesitz zu halten:

Wenn der Schuppen mal verkauft (oder vererbt :wink: ) wird, dann muß die Differenz aus Baukosten und Erlös als Gewinn versteuert werden, wenn man es Ltda. laufen lässt :!:

Ich denke, ich werde beides nicht machen, weder Investorenvisum noch Heirat. Ich habe 2 Pässe weil ich beruflich viel unterwegs bin (Anlagenbau) und kann ja problemlos schonmal 180 Tage pro Jahr vor Ort sein. Beide Wege würden wohl Probleme nach sich ziehen, die die Sache nur Wert sind, wenn man da unbedingt durchgängig Leben will.
War von mir eher als Ruhesitz gedacht, und so weit ist es noch nicht :roll:

Tschau, Timm


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 Betreff des Beitrags: Re: @Toni
BeitragVerfasst: 31 Aug 2007 16:28 
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Registriert: 07 Mär 2007 22:46
Beiträge: 573
Wohnort: Rio/Berlin
safadao hat geschrieben:

Wenn deine persönlichen Lebensumstände (Auto, Reisen,...) darauf schliessen lassen, dass du in Wirklichkeit mehr verdienst als offiziell, dann wird diese Wirklichkeit geschätzt und auf dieser Grundlage Unterhalt berechnet!! Die Richter haben diese Freiheit und nutzen sie!!!



oi safado,

ich kenn dich bisher nicht und weiss nicht, woher du dein wissen nimmst.

vom brasilianischen recht hab ich bislang keine ahnung.

aufgrund meiner berufserfahrung in deutschland behaupte ich jedoch:

deine oben zitierte aussage stimmt nicht und kann nicht stimmen.

wenn timm dem richter ins gesicht sagt, dass der rolls royce, den er faehrt, seiner schwester gehoert, und dass das benzingeld ihm jeden monat von seiner schwester schenkungsweise ueberwiesen wird..

und das anhand von unterlagen nachweist...

und ausserdem seine schwester als praesente zeugin dabei hat...


dann koennte der richter allenfalls einen unterhalt schaetzen, den die SCHWESTER zu zahlen haette - wenn SIE denn der ehemann waere

also:

lass mal die kirche im dorf; so dumm kann der anwalt, den timm sich im ernstfall nehmen wuerde, gar nicht sein.



gruesse, diter

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