Wilder Westen Brasilien

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Wilder Westen Brasilien

Beitragvon mikelo » Fr 11. Mai 2007, 19:13

Keine Einblicke in ein brasilianisches Auswandererleben
Dieses Taschenbuch ist unbedingt empfehlenswert, sowohl für alle Brasilieninteressierte als auch für diejenigen, die auswandern wollen. Der Autor beschreibt neben sehr persönlichen Momenten seines brasilianischen Auswandererlebens auch Eindrücke und reale Gegebenheiten, die er dort gesammelt hat. Es macht einfach Spass in der kurzweiligen Lektüre zu schmökern, und schneller als man will, ist man schon am Ende angekommen. Wenn man selbst schon in Südamerika, besonders in Brasilien war, und das Land etwas besser kennt, kommt einem das alles irgendwie bekannt vor. Das Buch gibt zwar nur wenige konkrete Tipps für das Auswandern bzw. die Immigration in Brasilien, ist aber dennoch sehr hilfreich in Bezug auf das "Erlernen" der neuen Mentalität. Besonders hat mir die Vielfalt der über vierzig abgeschlossenen Kapitel gefallen. Das Buch ist nicht systematisch oder methodisch im Stil eines Reiseführers mit Checkliste aufgebaut, sondern eher zufällig mit den persönlichen Schwerpunkten des Autors. Ich denke man kann mit dem Lesen des Buches einiges mitnehmen, vor allem wenn man es als Ergänzung zu Büchern mit konkreten Anleitungen zum Aus- bzw. Einwandern sieht. TOP-Bewertung.
http://www.amazon.de/gp/product/3936904 ... 393690426X
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Sprachkurs Portugiesisch (Brasilianisch)

Inhalte...

Beitragvon JerezBB » Mo 21. Mai 2007, 23:35

Oi gente,

konnte mir nicht verkneifen, das Buch auch zu lesen :-)

Unterm Strich würde ich sagen: Schockierend! (wobei ich dabei bleibe, dass niemand jemals sagen kann, was Regel ist und was die Ausnahme. Ich auch nicht übrigens).


Was mich allerdings derzeit am meisten überrascht ist, dass niemand zu diesem Buch und seinen Inhalten hier in diesem Forum offensichtlich etwas zu sagen hat....???


Inhalte und "Futter" finden sich im Buch sicherlich genug.

Zum Beispiel:
a) Die These, dass Brasilianer/-innen kein Talent besitzen, etwas hinzukriegen, weil sich ja doch nichts ändert und die Sonne auch heute wieder so schön scheint...
b) Die Konklusion des Buches, dass Brasilianer/-innen grundsätzlich desinteressiert sind und sich - wenn man das selbst erlebt hat - sehr Vieles plötzlich von selbst erklärt
c) Die Ansicht, dass im Grunde der ganze "Laden" korrupt ist und niemand irgend jemandem vertraut und man diese Art von "Exportartikel" (nämlich dieses unendlich tiefe Misstrauen und die damit verbundene totale Geldgeilheit) in einer weiterhin zivilisierten Welt wie in Deutschland und Europa garantiert nicht braucht....


Das Buch schildert Ansichten, klar, und persönliche Erfahrungen eines "Betroffenen".

Es ist interessant, dass hierzu bisher das komplette Schweigen im Forum zu verzeichnen ist.... Auch Desinteresse? Oder schlichtweg Schweigen, weil da jemand den Finger in die Wunde gelegt hat? Ich weiß es nicht.


Gute Woche, Jerez



P.S.:
Nein, nein, ich kassiere keine Provisionen für den Abverkauf dieses Buches.
Ich kenne den Autor gar nicht, also keine Sorge... :-)
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Beitragvon 1306 » Di 22. Mai 2007, 02:12

habe das Buch zwar nicht gelesen,aber nach deinen Ausführungen,stimme ich dem Autor zu.
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Beitragvon bruzundanga » Di 22. Mai 2007, 03:47

Hab das Buch noch nicht gelesen.

Zu Brasilien ziehe ich Originalliteratur, d.h. Bücher die von Brasilianern geschrieben sind, vor.
Nach 15 Jahren in diesem Land mache ich mir, bezüglich der Zustände in Brasilien und der brasiliansichen Mentalität , in der Regel eine eigene Meinung.

Auch ist es im allgemeinen mein Stil zur "Kritik" eines Landes und seiner Bevölkerung die einheimische Intelligenz heranzuziehen (falls meine nicht ausreicht). Halte das mit GOG ebenso.

Siehe meinen Thread im Brasilresidentforum "Mit ironischem Seitenblick"

Halte es aber für durchaus möglich, und in Bezug auf das Verstehen auch für wahrscheinlich, dass der Author einem deutschen Leser die Eigenheiten Brasiliens besser näherbringt als, meistens nicht einmal in deutsch vorhandene Werke, von Brasilianern.

Wie ein Brasilianer Deutschland sieht ist in dem Büchlein "Ein Brasilianer in Berlin" von Jão Ubaldo Ribeiro amüsant beschrieben und seine Sicht lässt Rückschlüsse zu, zumindest was den "denkenden" Teil der Brasilianer angeht.

Na ja, wie die meisten wissen stehts um das Bildungsniveau nicht besonders gut und von den gut 180 Millionen Brasilianern sind, ich weiss nicht wie wenig, "gebildet" oder wie auch immer man das nennen will. Die Folge dieses Mangels ist ein Quantensprung zwischen Intelligenz und breiter Masse der so in Deutschland nicht vorhanden ist.

Als mir ein Lehrer (allerdings hatte er schon einen längeren Aufenthalt in Kanada hinter sich, kannte also die sogen. 1. Welt) vor mehreren Jahren sagte: Wenn man die Landeshauptstadt (in meinem Fall Fortaleza) mehr als 20 Kilometer hinter sich lässt beginnt die gesetzlose Zone, widersprach ich Ihm in keinster Weise.

Meine Antwort war folgende: Diese Aussage ist näher an der Wahrheit als entfernt von der Wirklichkeit.

Wir lachten tranken ein Bierchen und sprachen über die Gründung eines Klubs. Der Name sollte seinerzeit "Clube dos passarinhos" lauten.

Desta vila de torre de marfim

B.
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Beitragvon Frankfurter » Di 22. Mai 2007, 07:13

Bildung in Brasilien: Gem. Radio Globo durchschnittlich 3 !! Jahre Grundschule. Das könnte einiges erklären . Oder ??


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Beitragvon niko » Di 22. Mai 2007, 08:25

hat alles vor und nachteile

bei einem leitenden angestellten sollte schon bildung vorhanden sein,

aber bei einer megascharfen samba-morena, wozu?

:roll:
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Beitragvon Jacare » Di 22. Mai 2007, 11:47

Genauso vielseitig wie das Leben nunmal eben ist, sind die litarischen Ausbrüche von Autoren und deren gemachten "Erfahrungen". Wenn es denn ein Büchlein geben müßte über Brasilien, hätte es meiner Meinung nach nur eine Seite mit folgenden 2 Wörtern: "Tudo Pode". :wink:

Gruss
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Beitragvon Severino » Di 22. Mai 2007, 12:16

Habe das Buch zwar auch nicht gelesen, aber ich denke eine Tendenz lässt sich anhand der Erfahrungen einer Person nicht ableiten. Ein Fünkchen Wahrheit kann man an den Thesen von JerezBB aber durchaus ableiten, obwohl Brasilien regional sehr verschieden ist. Um an Jacaré anzuknüpfen würde ich sagen man kann das in 3 Worten zusammenfassen: "Se Deus quiser...."
paz e amor
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Beitragvon niko » Di 22. Mai 2007, 13:26

.

oder vieleicht auch:
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Beitragvon mikelo » Di 22. Mai 2007, 20:05

niko hat geschrieben:hat alles vor und nachteile

bei einem leitenden angestellten sollte schon bildung vorhanden sein,

aber bei einer megascharfen samba-morena, wozu?

:roll:


um zum beispiel zu merken, dass der auslaender--z.b. tourist---mit dem sie sich gerade unterhaelt, noch um einiges duemmer ist als sie selbst
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