Zeit der Reparation

Alles über Brasilien aus der internationalen Presse (Beiträge bitte max. anreissen, unbedingt die Quelle verlinken sowie ein eigenes kurzes Statement abgeben).

Zeit der Reparation

Beitragvon Theo » So 3. Dez 2006, 10:53

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Beitragvon dumpfbacke » So 3. Dez 2006, 15:26

Thanks, interessanter Artikel. Lustig die Bezeichnung "hoeflicher Rassismus", aehnlich ist es auch in Portugal. Hier wird man auch aeusserst selten Farbige in angesehenen Berufen finden, obwohl von den 10 Millionen Portugiesen, etwas 10 % Kolonialemigranten sind (zum groesstenteil mit Aufenthalts- und Arbeitsgenehmigung). Aber lieber einen "hoefflichen Rassismus", als Doenerbuden abfackeln und Farbige mit Springerstiefeln vermoebeln.
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Beitragvon Takeo » So 3. Dez 2006, 15:59

dumpfbacke hat geschrieben: Aber lieber einen "hoefflichen Rassismus", als Doenerbuden abfackeln und Farbige mit Springerstiefeln vermoebeln.


Aber im Endeffeckt ist der höffliche Rassismus (so ein Quatsch!!) viel schlimmer: während in Deutschland ein paar Asoziale arbeitlose Neonazis ein paar Kanaken jagen, und die Gesellschaft sich noch aufregt, ist's in Brasilien noch ganz anderes: Bist Du in Brasilien schwarz, dann bist Du ein Aso!!! Bist Du in Brasilien Arm, dann bist Du auch ein Aso!!! Brasilien ist wie die USA vor 50 Jahren: feudalistiscvh, lobbyistisch... gnadenlos!!! Bist Du Arm oder Schwarz, wirst Du von der Gesellschaft ignoriert!!!

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Beitragvon dumpfbacke » So 3. Dez 2006, 16:06

Takeo hat geschrieben:
dumpfbacke hat geschrieben: Aber lieber einen "hoefflichen Rassismus", als Doenerbuden abfackeln und Farbige mit Springerstiefeln vermoebeln.


Aber im Endeffeckt kommt das Gleiche bei raus: Bist Du in Brasilien schwarz, bist Du ein Aso!!! Bist Du in Brasilien Arm, bist Du auch ein Aso!!! Brasilien ist wie die USA vor 50 Jahren: feudalistiscvh, lobbyistisch... gnadenlos!!!


Naja, aber in Brasilien scheint sich etwas in der Gesellschaft zu bewegen, wobei die die Quotendisskusion anscheinend polarisiert aber ja von einigen Universitaeten begruesst wird, weil viele die Chance als einmalig erkennen und ihr Studium eher besser abschliessen oder nicht abbrechen. Mal schauen, wie Brasilien in 20 Jahren dasteht.
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Beitragvon Takeo » So 3. Dez 2006, 18:17

:roll:
Zuletzt geändert von Takeo am So 3. Dez 2006, 18:25, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitragvon Takeo » So 3. Dez 2006, 18:18

Willst Du eine Prognose? Ich sprach von den USA von vor 50 Jahren... das heisst USA 1956, oder? Die USA hat sich entwickelt, und 20 Jahre hiessen dort USA 1976... für Brasilien sag' ich: USA 1956!!!

Ignoranz auf beiden Seiten: Brasilien will unter sich bleiben - und die Neger und die Armen sind beides, zu faul und zu doof was zu reissen!!!

Geht nicht konform mit der europäischen Haltung (Jean Jacques Rousseau: der einfache Mensch ist gut!) - ich weis schon... aber wollen wir mal wetten??? In 20 Jahren hat sich nichts geändert... ausser, vielleicht, dass anderswo in China und Indien die Leute nicht geschlafebn haben, und Lateinamerikas Rückstand bald genauso weit vorgedrungen ist wie der von Afrika!!!
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Beitragvon dumpfbacke » So 3. Dez 2006, 18:51

Mit amerikanischer Geschichte kenne ich mich nicht wirklich aus, aber Brasilien heute mit den USA hinsichtlich Rassendiskriminierung in den 50er Jahren zu vergleichen, geht glaube ich nicht. Da waren die USA wohl krasser. Aber die Intergration und der "Melting Pot" funktioniert ja da auch nur auf dem Papier.

Brasilien hat den Vorteil, dass es langsam aus dem Dornroeschenschlaf wachgeruettelt wird und ja auch hinsichtlich des Weltklimas (Rodung des Regenwaldes) im internationalen Blickpunkt steht.

Die diskriminierten Gesellschaftschichten, haben den Vorteil, dass sie den offenen Rassismus nicht mehr ueberwinden muessen. Ich frage mich, wie lange sich Brasilien die "weiche" bestehende Diskriminierung leisten kann.

Irgendwann werden sich die reichen Gesellschaftschichten nicht mehr hinter vergitterten Condominiums verstecken koennen und wollen. Brasilien ist ein extrem reiches Land, aber die Chancen sind ungerecht verteilt.
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