Zinsen in Brasilien

Aktuelle Tendenzen und Prognosen der brasilianischen Regierungspolitik und Wirtschaftsentwicklung / Daten und Fakten aus der mehr als 500-jährigen Geschichte Brasiliens

Zinsen in Brasilien

Beitragvon Playboater_nr1 » So 8. Apr 2007, 14:49

HI
War gerade 7 Monate und hab da von einer brasilianischen Freundin gehoert dass es moeglich ist Geld ueber einen laengeren Zeitraum(6Monat oder so) anzulegen bei einer verzinsung von 2% pro MONAT.... Hab ihr aehnliches gehoert bzw. vielleicht schon gemacht? Kann mir das eigentlich nicht vorstellen aber wenn dem so wäre......
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Beitragvon tadinho » Mo 9. Apr 2007, 16:30

....ist ein normales zins niveu in brasilien...auf den sparbuch(poupanca) um die 0,6 - 0,8% pro monat steuerfrei....und in konservativen anlagen um die 1,8 - 2% brutto pro monat.....
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Beitragvon Lemi » Mo 9. Apr 2007, 17:58

tadinho hat geschrieben:......und in konservativen anlagen um die 1,8 - 2% brutto pro monat.....


Hi Tadinho,

mir scheint das etwas hoch gegriffen. Ich wäre froh, wenn ich auf meinen RF- oder DI-Fond noch 1,2% bekommen würde. Aber vielleicht hast du ja andere (Zins-)Quellen. Kannst ja mal ein paar Referenzen nennen (Bank, Fond).

Man sollte vielleicht auch noch erwähnen, dass sich der Staat gleich 20% der Zinsgutschrift einbehält (Quellsteuer) und es auch keine Zinsfreibeträge gibt.
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Beitragvon bruzundanga » Mo 9. Apr 2007, 19:22

Poupança: Stimmt in etwa was tadinho gesagt hat, Würde aber die Obergrenze in etwa bei 0,75% ansetzen.

Rentenfonds,DI, CDB etc.: Zischen 1,2% und 1,6% Brutto, selten darüber.

Die Kapitalertragsteuer liegt zwischen 22,5% und 15% (Sinkend von 6 Manaten Anlagedauer bis 15% nach 2 Jahren)

Tesouro Direto kann man sich hier anschauen:

http://www.tesouro.fazenda.gov.br/tesouro_direto/rentabilidade.asp


Einige Erklärungen dazu:

url]http://g1.globo.com/Noticias/Economia/0,,MUL1035-5599,00.html[/url]
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Beitragvon tadinho » Di 10. Apr 2007, 05:09

...habe da ein bißen die jahreszahl durcheinandergebracht....liegt schon etwas zurück...wo es noch keine kapitalertragssteuer laufzeitabhängig gab sondern nur die 20% die am monatsende abgezogen wurden....man muß auch die verwaltungsgebühren berücksichtigen die zwischen 0,5% - 4% liegen je nach anlagekapitalhöhe.....
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Beitragvon RonaldoII » Di 10. Apr 2007, 17:02

Mal anders gefragt:

Wie hoch ist der effektiv Zins p.a zur Zeit auf Sparbücher und auf Anlagen in Brasilien ??? Aber nicht zu vergessen ist minus der Inflation.


Ich schätze so 3-4% auf Sparbücher und auf Anlagen 6-8 %


Na ja immer noch besser als bei uns,da gibt es ja nur 0,5% - inflation

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Beitragvon Playboater_nr1 » Mi 11. Apr 2007, 23:08

Mh dann hab ich das richtig verstanden und ist es theoretisch wie praktisch moeglich in Brasilien eine Geldsume (ca. 25000€) zu einem Zinssatz von 1,5% pro Monat anzulegen? Hat jemand von euch damit schon mal praktische Erfahrungen gesammelt?
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Beitragvon Lemi » Do 12. Apr 2007, 00:30

Playboater_nr1 hat geschrieben:Mh dann hab ich das richtig verstanden und ist es theoretisch wie praktisch moeglich in Brasilien eine Geldsume (ca. 25000€) zu einem Zinssatz von 1,5% pro Monat anzulegen? Hat jemand von euch damit schon mal praktische Erfahrungen gesammelt?
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Wahrscheinlich eher nicht, denn hier kann man nur REAIS anlegen !!!

Aber ansonsten ist das schon möglich ...
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Erstens....

Beitragvon bruzundanga » Do 12. Apr 2007, 03:13

Erstens stimmt was LEMI sagt: Hier kann man nur in REAIS anlegen, was bei einem potentiellem Hin- un Herwechseln einen Kursverlust zur Folge hat.

Zweitens sind es nicht 1,5% (Tesouro Direto hab ich noch nicht ausprobiert) sondern mehr gegen 1%. Hab den Zinsdurchschnitt für 2 Anlagen (Rentenfonds un Aktionfonds (80% der Summe in Rentenfonds 20% in Aktionfonds) berechent und bin auf 12% im Jahr gekommen.


Betrachtungszeitraum 76 Tage also Faktor 365/76= 4,8 und 2,5% im Zeitraum (76 Tage). Reales Beispiel. Inflation nicht berechnet aber Eurokurs im Zeitraum realtiv stabil.

Vor kurzem hatten wir (einige Brasilianer und ich) ein "Wirtshausgespräch" über agiotas (private Geldverleiher, Wucherer). Die Zinsätze wurden um die 10% oder mehr pro Monat eingestuft.Nicht einmal zum Freundschaftspreis, hiess es, würde ein "Agiota" unter 5% gehen. Als ich meinte, ich würde für 3% Verleihen (nicht ernst gemeint) sagten alle: Dann bist du aber keint "agiota" sondern ein "banqueiro". Die Banco do Brasil verlangt zwischen 7,7 und ca 3% pro Monat (in meinem Fall 55,55% pro Jahr) für einen Überziehungskredit je nach nachdem wie verlässlich sie dich einschätzen und wieviel Geld du bewegst und/oder anlegst. Klar dass ich den nicht in Anspruch nehme.

Fazit: privater Geldverleih bringt mehr Zinsen aber auch mehr Risiko(ist ja klar). Es ist halt immer so. :roll: 8) :shock:
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Beitragvon tadinho » Do 12. Apr 2007, 13:53

....wo es noch etwas attraktiver ist an zinsen und gebühren wenn man bei der bdb zur einer agencia -estilo- geht.....viele der angebote sind nicht im internet....ich nehme an bei bradesco dürften es die agencias -prime- und bei itau die-personalite- sein.......
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