zurück nach Deutschland mit Familie

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon sefant » Do 23. Jul 2015, 18:48

tonihandwerk hat geschrieben: habe irgend wie das Gefühl nicht mehr in Deutschland erwünscht zu sein, besonders wenn man sich schon mal von hier telefonisch informiert, die Angestellten sind nicht nur unfreundlich sondern sehr genervt, wenn man Information erbittet. Wünschte mir manchmal währe kein Deutscher, dann kommt man einen viel freundlicher entgegen. Lasse manchmal meine Frau (Brasilianerin) anrufen, da haben die Behörden wesentlich mehr "paciencia", sind mein Eindruck....


Komisch, die Servicewüste Brasilien müßte dich doch abgehärtet haben. Da sind die deutschen Behörden immer noch Traumland gegen. Vielleicht hast du halt nur 2-3 der unfreundlichen Vögel erwischt oder hattest auch einen genervten Ton in der Stimme :!:

Wie schon vorgeschlagen, geh am Anfang den Weg über eine Ferienwohnung oder Lofts etc und miete die 3 Monate an. Wenn du dann auch noch im Voraus alles bezahlst inkl. Kaution wird das auch klappen. Notfalls laß die Familie erst ein paar Wochen später nachkommen, wenn mehr geregelt ist.

Ich würde auch überlegen ob ich nicht die ersten 6-12 Monate in Festanstellung gehe und mich nicht sofort in eine Selbstständigkeit stürze. Dann hast du erstmal einene Arbeitsvertrag und Einkommensnachweis und das macht dann vieles erstmal deutlich einfacher. Kündigen kannst du dann immer noch von selber...
Beleeeza
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Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon Brazil53 » Do 23. Jul 2015, 19:12

frankieb66 hat geschrieben:
Brazil53 hat geschrieben:Und warum soll sich eine Behörde für Dich und Deine Familie besonders einsetzten? Da wirst Du nicht anders behandelt wie die anderen die auch kein soziales Netz mehr haben.

Warum? Vielleicht weil ER eine deutsche "Fachkraft" ist, also eine von jenen die hier so händeringend gesucht werden? Oder sind nur noch ausländische "Fachkräfte" hier in D erwünscht bzw. PC? Also diejenigen die genügend Kohle haben um sich nach D menschenschmuggeln zu lassen, dafür aber ihre Familie(n) in der Heimat hochverschuldet und den gleichen Gefahren ausgesetzt zurück lassen?
:idea:


Das mit den gesuchten Fachkräften ist doch nur eine Sprechblase der Regierung und macht sich immer gut in Talkrunden und bei Sonntagsreden. Das Programm "Willkommen in Bayern" ist nach zwei erfolglosen Jahren wieder eingestellt worden.

Gestern erst gesehen. Da suchen die Autowerkstädten händeringend Auszubildende. Ein junger Mann aus Afghanistan der hier ohne Familie lebt und der deutschen Sprache mächtig ist, macht eine Ausbildung in einem KFZ-Betrieb.

Die ersten 2 Jahre bekam er immer nur eine Duldung für 3 Monate, jetzt ist er im dritten Lehrjahr und durch ein geändertes Gesetzt hat er jetzt eine Duldung für 1 Jahr, also bis zum Ende der Ausbildung bekommen. Danach kann er mit einer Ausweisung rechen. Der junge geht Abends noch in einem Restaurant jobben, damit er seine Mietwohnung bezahlen kann. Er hat keinen Anspruch auf Harz4.
Der Handwerksmeister würde ihn gerne einstellen, aber die Behörden blocken ab.

Darum werden Flüchtlinge nicht von Handwerksfirmen genommen, weil eine Ausbildung kostet Geld und es ist nicht sicher wann und ob der Auszubildende abgeschoben wird.

Und die Handwerksbetriebe suchen Händeringend nach Auszubildenden.

Die Unfähigkeit der deutschen Regierung in dieser Frage ist unbeschreiblich und menschenverachtend. Außer schönen Sprüchen ist dort nichts zu erwarten. Und eine deutsch Fachkraft im Handwerk zählt auch nichts.
Da zählen nur sogenannte Mangelberufe, wie Naturwissenschaftler, Mathematiker, Ingenieure, Ärzte und IT-Fachkräfte mit einem Bruttojahresgehalt in Höhe von mindestens 48.400 € (4.034 Euro monatlich), und in sogenannten Mangelberufen in Höhe von 37.752 € (3.146 Euro monatlich) hat.

Hier eine Liste: Da sind viel Handwerker bei
http://www.mangelberufe.de/facharbeiter/index.php
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Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon Itacare » Do 23. Jul 2015, 19:47

Toni, welchem Handwerk gehst Du denn nach?
Wenn Du so lange in B gut durchgekommen ist, musst Du was auf dem Kasten haben, das auch in D gefragt sein könnte.
Oute Dich mal.
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Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon frankieb66 » Do 23. Jul 2015, 20:28

Bernd,
Brazil53 hat geschrieben:
frankieb66 hat geschrieben:
Brazil53 hat geschrieben:Und warum soll sich eine Behörde für Dich und Deine Familie besonders einsetzten? Da wirst Du nicht anders behandelt wie die anderen die auch kein soziales Netz mehr haben.

Warum? Vielleicht weil ER eine deutsche "Fachkraft" ist, also eine von jenen die hier so händeringend gesucht werden? Oder sind nur noch ausländische "Fachkräfte" hier in D erwünscht bzw. PC? Also diejenigen die genügend Kohle haben um sich nach D menschenschmuggeln zu lassen, dafür aber ihre Familie(n) in der Heimat hochverschuldet und den gleichen Gefahren ausgesetzt zurück lassen?
:idea:

Das mit den gesuchten Fachkräften ist doch nur eine Sprechblase der Regierung und macht sich immer gut in Talkrunden und bei Sonntagsreden ...

gut, dass Du die versteckte Ironie bzw. den Sarkasmnus in meinem Geschreibsel entdeckt hast.

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Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon BrasilJaneiro » Do 23. Jul 2015, 21:14

tonihandwerk hat geschrieben:Hallo

Möchte 2016 nach Deutschland zurück gehen, wegen den Kindern.
Nach 10 Jahren gibt es viele Veränderungen in Deutschland, wie Krankenkassenflicht und Rentenkasse.
Daher stellt sich die Frage, gibt es spezielle Rückkehrer oder Integrationsprogramme oder sonstige Unterstützung für Familien, die längere Zeit im Ausland waren?
Ich meine damit keine finanzielle Unterstützung, sondern eher organisatorische Hilfe.
Als Beispiel wenn man zurück kommt braucht man eine Wohnung, die bekommt man in der Regal erst mit einem Verdienstnachweis, ohne Wohnung keine Anmeldeadresse, ohne Adresse keine Arbeit oder Krankenversicherung.
Was also tun wenn es keine Bekannten gibt, bei denen man unter kommen kann?
Es gibt Hilfe für Aussteiger aus dem Chiad, es gibt Eingliederungsprogramme für Akademiker und Flüchtlinge aus aller Welt...
Was ist mit Familien mit Kinder ????
Laut einer Empfehlung aus Dt. soll mir die Botschaft weiter helfen können.
Aber wer die Botschaft in Salvador kennt weiß, das das ein schlechter Tipp ist.

Freue mich über jede Information, Hilfe und Erfahrungen.
Grüße Toni


Wenn du gut versorgt werden willst, dann solltest du mit dem Paddelboot über Lampedusa einchecken. Ohne Papiere versteht sich.
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Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon Itacare » Do 23. Jul 2015, 21:27

wir haben schon mal einen Spanier, der sich über Internet beworben hatte, eingestellt, ihm eine Wohnung verschafft, für ihn gebürgt, hat alles geklappt. Der war technisch und elektrisch gut drauf und vor allem konnte er mit unserem spanischen Lieferanten kommunizieren, was vor allem am Anfang der Geschäftsbezihung vorteilhaft war, eben win-win.
Hat seine Familie nachgeholt, war n paar Jahre bei uns, bekam dann in ES wieder ein gutes Angebot und ging wieder zurück. life is life.
Warum soll Toni es schwerer haben. Außer er ist auf Kokosnüsse und Bananen spezialisiert, das ist momentan noch nicht so gefragt :mrgreen:
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Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon Cheesytom » Fr 24. Jul 2015, 04:53

BrasilJaneiro hat geschrieben:
Wenn du gut versorgt werden willst, dann solltest du mit dem Paddelboot über Lampedusa einchecken. Ohne Papiere versteht sich.


Und schon wieder hat sich einer als Nazi geoutet.
Gruss aus Maceió, Alagoas
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Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon Brazil53 » Fr 24. Jul 2015, 05:13

Cheesytom hat geschrieben:
BrasilJaneiro hat geschrieben:
Wenn du gut versorgt werden willst, dann solltest du mit dem Paddelboot über Lampedusa einchecken. Ohne Papiere versteht sich.


Und schon wieder hat sich einer als Nazi geoutet.


Diese Denkweise ist in Deutschland mehrheitsfähig geworden, dafür sorgt schon die Springer-Presse und einige Politiker besonders südlich des Limes...

Noch eine Anmerkung zu dem Fachkräftemangel...
Es gibt Ökonomen die sagen, dass der Dollar seine Stärke nur aus der Wanderung von Arbeitnehmer zwischen den Bundesstaaten der USA hat und dass ein permanenter "Finanzausgleich" zwischen finanzstarken und schwachen Bundesstaaten stattfindet. Darum halten sie den Euro in der jetzigen Form nicht für Überlebensfähig.

Damit könnten wahrscheinlich die meisten europäischen Länder leben, aber erkläre das mal den Deutschen. :mrgreen:

Aber das hilft unserm Themenstarter jetzt auch nicht unmittelbar weiter. :mrgreen:
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Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon cabof » Fr 24. Jul 2015, 07:39

Tonihandwerk - 2016 ist noch was hin aber am besten jetzt schon informieren... vielleicht hier:

http://www.raphaelswerk.de/wirberaten/deutscherueckkehrer/deutscherueckkehrer
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Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon Urs » Fr 24. Jul 2015, 10:53

Hallo tonihandwerk

Bereits 2012 schreibst du, dass es zurück nach Deuschland geht. 2013 warst ja mit Familie vor Ort in den Ferien. Trotzdem bist du überhaupt noch nicht vorbereitet. Hast ja aber noch genügend Zeit. Vorallem hast du dank dem Hausverkauf den grossen Vorteil Reaismillionär zu sein. Hoffentlich sind sie inzwischen gewechselt oder sonst gut angelegt. Werd etwas lockerer. Gönn den
Ärmsten die Hilfe bei ihrem ankommen. Sei positiv gegen Beamte eingestellt (ist wirklich manchmal nicht einfach). Viele Vorschläge sind ja schon geschrieben worden.

Gruss Urs
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