zurück nach Deutschland mit Familie

Tipps und Fragen von Auswanderungswilligen und Leuten, die es schon in Brasilien geschafft haben / Wirtschaftliche Unabhängigkeit

Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon Colono » Fr 24. Jul 2015, 13:26

Itacare hat geschrieben:wir haben schon mal einen Spanier, der sich über Internet beworben hatte, eingestellt, ihm eine Wohnung verschafft, für ihn gebürgt, hat alles geklappt. Der war technisch und elektrisch gut drauf und vor allem konnte er mit unserem spanischen Lieferanten kommunizieren, was vor allem am Anfang der Geschäftsbezihung vorteilhaft war, eben win-win.
Hat seine Familie nachgeholt, war n paar Jahre bei uns, bekam dann in ES wieder ein gutes Angebot und ging wieder zurück. life is life.
Warum soll Toni es schwerer haben. Außer er ist auf Kokosnüsse und Bananen spezialisiert, das ist momentan noch nicht so gefragt :mrgreen:


Gestern in JN: obwohl in Brasilien in der letzten Zeit die Arbeitslosigkeit anzieht sind solche Leute die eine gute technische Ausbildung haben nach wie vor sehr gefragt. 15% mehr freie Stellen als Arbeitskräfte im Bereich Elektrotechnik, Mechatronik. Ich kann mich in Itacares Beispiel gut hinein versetzen. Bin selber mit dem Lötkolben "groß" geworden. Lieber etwas weniger Geld unter Palmen verdienen, damit zufrieden sein. Anstatt im größtenteis kalten und hartherzigen Deutschland sein Leben lang vom Leben unter Palmen zu träumen. Allerdings Leute die es zu nichts in Deutschland bringen haben auch in Brasilien keine Chance. Da ist es besser im Jobjenter fūr 1 Euro zu arbeiten, bzw sich verarschen zu lassen. Man braucht schon ein dickes Fell um solche herabwūrdigende Tätigkeit und Bezahlung anzunehmen, bzw. zu ertragen. In Brasilien bekommen Hilfsbedūrftige ebenfalls eine Minimalunterstūtzung, Bolsa Familia. Werden aber im Gegensatz vom Staat in Ruhe gelassen.
Wir habe auch Asylsuchende in Brasilien. Fast alle finden schnell einen Job, liegen dem Staat nicht auf der Tasche, sind motiviert und zufrieden. Umfragen bestätigen das.
Unsere Kinder können es in beiden Ländern zu was bringen. In der Plattenbausiedlung oder in Favela etwas schwieriger zu realisieren.
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Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon Trem Mineiro » Fr 24. Jul 2015, 15:02

Colono hat geschrieben: Lieber etwas weniger Geld unter Palmen verdienen, damit zufrieden sein. Anstatt im größtenteis kalten und hartherzigen Deutschland sein Leben lang vom Leben unter Palmen zu träumen.


Ich wohne jetzt seit einem Jahr wieder in Deutschland, hab aber, obwohl ich ein wenig rumgekommen bin das von dir auch in anderen Beiträgen gegeißelte Deutschland nicht gefunden. Komm mal wieder rüber.

Colono hat geschrieben:Allerdings Leute die es zu nichts in Deutschland bringen haben auch in Brasilien keine Chance.


Zu deinen Plattenbauten kann ich nur sagen, dass hier hintereinander ein Film über die Pazifizierung der Favelas und danach ein Bericht über den Gaza-Streifen lief. Kommentar meiner Frau: kaum ein Unterschied in der Wohnstrultur. Die Romantisierung des Favela-Lebens ist wohl auch zu Ende, vor allem seitdem befriedete Favelas nun zu Spekulations-Objekten werden.

Zum TE:
Ich würde mir wegen der Rückkehr auch weniger Gedanken machen. Ich bin in 1996 einen Monat vor unserer Rückkehr vorab nach Deutschland gegangen und hab eine Bleibe gesucht und gefunden. Der Rest wird sich schon ergeben. Jetzt in 2014 war es komplizierter weil ich ein Haus kaufen wollte, da war ich 2 Monate vorher in D und bin dann noch mal zurück gegangen um meiner Frau beim Container-Packen zu helfen.

Echte Tips wirst du hier nicht finden, weil wohl keiner von den Usern so was mal mitgemacht hat und wenn schreibt er nicht darüber.
Wer sich in Brasilien durchgeschlagen hat wird das wohl auch hier in D schaffen, also sei guten Mutes.

Gruß
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Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon zagaroma » Fr 24. Jul 2015, 20:41

Hier hatten wir ein bekanntes Ehepaar aus DE, die seit 12 Jahren hier wohnten. Dann wurde bei ihm eine degenerative chronische Krankheit diagnostiziert und die erfordert ständige Behandlung und komplizierte Therapien. Also haben sie beschlossen, nach De zurück zu ziehen. Es hat nur einen Monat gedauert, dann hatten sie alles organisiert. Das Haus hier verkauft (günstig) und im Internet eine Wohnung im Hinterland von Hamburg gemietet. Sie haben die ersten 3 Mieten überwiesen plus 3 Mieten Kaution und konnten vom Flughafen gleich in ihre eigene Wohnung. Es hat dann dort nochmal drei Wochen gedauert, bis er wieder in der Krankenkasse war und auch sonst alle Formalitäten erledigt waren. Ich kenne keine Einzelheiten, aber ich habe nichts über irgendwelche Schwierigkeiten gehört.
Das war allerdings ein Rentner-Ehepaar, da ist es vielleicht einfacher als für eine Familie mit 2 Kindern.
Alles Gute!
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Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon cabof » Fr 24. Jul 2015, 20:56

Trem Mineiro - ich oute mich locker. Okay - Dino-Zeiten, 80iger Jahre - nach 6 Jahren Brasilien in DE aufgeschlagen, überall bei den Ämtern abgeblitzt - sprich: Arbeitsamt, Sozialamt, Krankenversicherung... hatte meine Wohnung im Hause meiner Eltern (noch möbliert) und nach 6 Wochen "in der Luft hängend" eine Festanstellung bekommen, damit war mein Problem gelöst... sage dazu... ich war nicht ganz mittellos, berührte mich eigentlich nicht, ABER und das war der Knackpunkt... als DE-Bürger abserviert und seit Dezember 1986 ist DE für mich gestorben, bin hier weil ich hier bin -
wenn man heute sieht wie die Regierung die "Ankömmlinge" hofiert... lasse meine rechte Keule stecken. Hilft eh nicht.
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Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon Colono » Sa 25. Jul 2015, 03:20

Trem Mineiro hat geschrieben:Ich wohne jetzt seit einem Jahr wieder in Deutschland, hab aber, obwohl ich ein wenig rumgekommen bin das von dir auch in anderen Beiträgen gegeißelte Deutschland nicht gefunden. Komm mal wieder rüber.

Hallo Trem,
wollen wirs nicht so hart ausdruecken. Genauso wie ich annehme du wuerdest niemals Brasilien geisseln :shock:, habe ich das auch bei unserer eigenen Nation nicht vor. Steht uns nicht zu. Es gibt viel Ungerechtigkeiten, aber dafuer auch viel positives in beiden Laendern. Ich war das letzte mal 2009 in Deutschland. Fand es dort nicht recht viel anders als vor meiner Auswanderung im Jahr 2001. Nach vierzig jahren ist alles ein bisschen gewoehnlich. Meine neue Heimat ist da fuer mich etwas aufregender. Ist halt ne Turistenhochburg.
Es freut mich dass es dir im Freistaat gut gefaellt. Hast dir eine ruhige Ecke ausgesucht. Ich glaube jeder von uns hat den fuer ihn geeigneten Lebensmittelpunkt gefunden. Vielleicht gehts man wieder auf Urlaub :mrgreen: nach Brasilien und man sieht sich.
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Re: zurück nach Deutschland mit Familie

Beitragvon BrasilJaneiro » Sa 25. Jul 2015, 07:52

Cheesytom hat geschrieben:
BrasilJaneiro hat geschrieben:
Wenn du gut versorgt werden willst, dann solltest du mit dem Paddelboot über Lampedusa einchecken. Ohne Papiere versteht sich.


Und schon wieder hat sich einer als Nazi geoutet.
Kann man das essen? :titanic:
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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