zweimalige Einreise und Doppelstaatsbürgerschaft

Fragen zur Gesetzeslage in Brasilien, Einwanderungs-, Einfuhr- und Zollbestimmungen sowie Steuerfragen

Re: zweimalige Einreise und Doppelstaatsbürgerschaft

Beitragvon BrasilJaneiro » Do 9. Mär 2017, 10:11

Biba hat geschrieben:Liebe Brasilienfreunde

Ich bin am verzweifeln... Habe das Gefühl, die öffentlichen Stellen möchten oder können keine genauen Angaben machen. Ich habe mehrere Fragen betreffend Einreise in Brasilien. Vielleicht könnt ihr mir helfen oder ein bisschen Mut machen :)

1. Ich bin Doppelbürger CH/D. Bis jetzt bin ich mit dem CH-Pass nach Brasilien gereist. Wenn ich jetzt den Deutschen nehme. Merken die das an der Grenze?

2. Meinen letzte Einreise war am 1.8.2016, Ausreise 23.12.2016. Habe beim Ausreisen meine Busse erhalten, aber noch nicht bezahlt. Wann darf ich wieder einreisen? 6 Monate nach Einreise oder 6 Monate nach Ausreise?

3. Falls ich jetzt wieder einreisen darf. Kann ich im Februar für 2 Wochen einreisen und dann im April nochmals 2 Wochen? Darf ich also innerhalb der 90 Tage mehrmals ein und ausreisen?

Danke für eure Hilfe!
Beijo


Nein, die sind blöd. Natürlich merken die das. Brasilien ist digital besser ausgestattet als Deutschland. Jede 180 Tage kannst du einreisen und musst wieder ausreisen.
Nicht wissen, aber Wissen vortäuschen, ist eine Untugend. Wissen, aber sich dem Unwissenden gegenüber ebenbürtig verhalten, ist Weisheit.
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Re: zweimalige Einreise und Doppelstaatsbürgerschaft

Beitragvon cabof » Do 9. Mär 2017, 10:28

Nein, auf so ein jekyll and hyde sind auch brasil. Behörden nicht eingestellt... kkkk

(PS hoffentlich hat der Knast auch WLAN und man lässt ihm sein Handy, dann folgen Berichte)
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Re: zweimalige Einreise und Doppelstaatsbürgerschaft

Beitragvon Colono » Do 9. Mär 2017, 13:10

Um das Kind beim Namen zu nennen:

Wenn er seinen zweiten Pass dafür benutzt sich einen Vorteil (bei brasilianischen Behörden) zu erschleichen, dann bedeutet das Falsidade Ideolôgica

Omitir, em documento público ou particular, declaração que dele devia constar, ou nele inserir ou fazer inserir declaração falsa ou diversa da que devia ser escrita, com o fim de prejudicar direito, criar obrigação ou alterar a verdade sobre fato juridicamente relevante.


Reclusão de um a cinco anos, e multa - quando o documento objeto da fraude é público;
Reclusão de um a três anos, e multa - se o documento for particular.

https://pt.wikipedia.org/wiki/Falsidade_ideol%C3%B3gica

Besitzt der Fragesteller ein Universtätsdiplom oder Vergleichbares, so kann er Einzelzelle buchen. Eventuell ist die dann mit mit Wifi ausgestattet :mrgreen: Aber zuerst werden sie die Echtheit genau prüfen.

http://www.egov.ufsc.br/portal/conteudo/pris%C3%A3o-especial-no-c%C3%B3digo-de-processo-penal
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Re: zweimalige Einreise und Doppelstaatsbürgerschaft

Beitragvon cabof » Do 9. Mär 2017, 13:51

.... eine erneute Einreise nach 90 Tagen ist schon Strafe genug.... in diesem Sinne: boa tarde gente
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Re: zweimalige Einreise und Doppelstaatsbürgerschaft

Beitragvon Saelzer » Do 9. Mär 2017, 14:15

Colono hat geschrieben:Um das Kind beim Namen zu nennen:
Wenn er seinen zweiten Pass dafür benutzt sich einen Vorteil (bei brasilianischen Behörden) zu erschleichen, dann bedeutet das Falsidade Ideolôgica
Omitir, em documento público ou particular, declaração que dele devia constar, ou nele inserir ou fazer inserir declaração falsa ou diversa da que devia ser escrita, com o fim de prejudicar direito, criar obrigação ou alterar a verdade sobre fato juridicamente relevante.

Reclusão de um a cinco anos, e multa - quando o documento objeto da fraude é público;
Reclusão de um a três anos, e multa - se o documento for particular.

https://pt.wikipedia.org/wiki/Falsidade_ideol%C3%B3gica

Na, wenn der zweite Pass ein brasilianischer ist, dann sehen das die brasilianischen Behörden aber ziemlich entspannt, wenn sich dadurch jemand "einen Vorteil" zieht!

http://viagem.estadao.com.br/noticias/geral,dupla-cidadania-modo-de-usar-imp-,1594365

Und es ist auch eine Frage, ob es eine "Fälschung" darstellt, wenn man mal den einen "echten Pass" und mal den anderen "echten Pass" benutzt. Mal reist ein "EU-Europäer" durchs Land und mal ein "Schweizer". Da müsste man schon irgendwo eine Quelle heranziehen, in der es den Leuten untersagt wird nacheinander mit unterschiedlichen Pässen einreisen und sich im Land aufhalten zu dürfen. Heißt es nicht immer, dass der Vorteil von Brasilien sei, dass "alles erlaubt sei, was nicht verboten ist", während in Deutschland "alles verboten sei, was nicht ausdrücklich erlaubt wurde"?

Ich würde es auch nicht als "Falsche Angabe" bezeichnen, wenn man einen "echten Schweizer Pass" hat und einen "echten Europäischen Pass".

Hätte ich beispielsweise eine uruguayische Cedula, also einen uruguayischen Personalausweis, dann dürfte ich mich doch auch unbegrenzt im Mercosur (also auch in Brasilien) bewegen, obwohl ich keinen uruguayischen Pass und nur einen deutschen Pass hätte, der mich einschränken würde. Würde ich bei der Einreise nach Brasilien die uruguayische Cedula vorlegen würde mich keiner an der Grenze fragen, ob ich vielleicht noch einen weiteren "mich einschränkenden" Pass hätte.

Die Bezeichnung "Ideologie" finde ich auch interessant. Steht das nicht mehr für eine "Weltanschauung"? Wäre die Frage nicht, ob es eine "falsche Identität" ist, wenn man sich mal mit dem einen Pass ausweist und mal mit dem anderen? Aber dazu habe ich noch nichts gefunden und es wären in meinen Augen auch keine "falschen" Identitäten, sondern eben nur zwei "verschiedene", aber "echte".

Vielleicht würde es auch klarer, wenn man den Fall einmal anders herum betrachten würde. Wäre es eine "Ausreise aus der EU" wenn ein Brasilianer nach 90 Tagen in Deutschland in die Schweiz ginge, um dann da eine gewisse Zeit zu bleiben? Wenn das möglich wäre, dann muss das andere auch möglich sein!

Dem TE würde ich folgenden Versuch empfehlen: Erst mal rund 80 Tage mit einem der beiden Pässe nach Brasilien einreisen. Dann eine Woche Urlaub in der Karibik, oder dem Urlaubsziel außerhalb des Mercosur mit kürzester Entfernung wählen, falls möglich mit einem Bus oder auf dem Landweg machen, denn die Flugtickets werden oft für Hin- und Rückreise mit einem Pass verbunden. Deshalb wohl auch die Empfehlung mit Iguaçu. Anschließend mit dem anderen Pass wieder einreisen. Werden dann in dem anderen Pass 90 Tage eingetragen, würde ich mich dumm stellen und das Zeitfenster ausnutzen. Tragen sie nur 10 Tage ein, dann hast Du noch eine Woche, um die Rückreise zu planen. ;)

Zum Glück nicht meine Probleme! ;) Ich kann in Uruguay 90 Tage bleiben und verlängere dann entweder bei der Polizei um weitere 90 Tage (bis max. 180 Tage) oder fahre fürs Wochenende rüber nach Buenos Aires, haue mir die Hucke voll und das Spiel beginnt bei der Wiedereinreise von vorne. Das Ticket für den Katamaran hat man schon alleine durch den zollfreien Einkauf wieder raus! ;)
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Re: zweimalige Einreise und Doppelstaatsbürgerschaft

Beitragvon cabof » Do 9. Mär 2017, 14:29

Hey Saelzer - Du bis nicht zufällig ein Coiote der an südamerikanischen Grenze Kasse macht? Schreibst ziemlich professionell und zwischen den Zeilen lese ich schon Insiderwissen. Mach`s gut!
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Re: zweimalige Einreise und Doppelstaatsbürgerschaft

Beitragvon Colono » Do 9. Mär 2017, 15:10

Saelzer hat geschrieben:
Und es ist auch eine Frage, ob es eine "Fälschung" darstellt, wenn man mal den einen "echten Pass" und mal den anderen "echten Pass" benutzt. Mal reist ein "EU-Europäer" durchs Land und mal ein "Schweizer". Da müsste man schon irgendwo eine Quelle heranziehen, in der es den Leuten untersagt wird nacheinander mit unterschiedlichen Pässen einreisen und sich im Land aufhalten zu dürfen. Heißt es nicht immer, dass der Vorteil von Brasilien sei, dass "alles erlaubt sei, was nicht verboten ist", während in Deutschland "alles verboten sei, was nicht ausdrücklich erlaubt wurde"?


Es geht nicht darum ob die Pässe echt sind, sondern darum einen Ausstellungsfehler zu nutzen um die brasilianischen Behörden zu bescheissen. Omitir, em documento público ou particular, declaração que dele devia constar Es geht in diesem Fall erster Linie nicht um den Pass sondern um Einreisebestimmungen bzw. Einreisedeklaration, die jeder kennen sollte. Es geht auch nicht um die Nationalität sondern um die Person selbst. Wir Gringos sollten nicht den Fehler machen anzunehmen jeder Brasilianer = sangue bom. Auch hinter dem Grenzhäuschen befindet sich manchmal ein Gente mal resolvido. Ich habe das schon erlebt dass man von einem überfreundlichen Abstempeler geschickt ausgefragt wird.
Zuletzt geändert von Colono am Do 9. Mär 2017, 15:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: zweimalige Einreise und Doppelstaatsbürgerschaft

Beitragvon GatoBahia » Do 9. Mär 2017, 15:11

Saelzer hat geschrieben:
Colono hat geschrieben:Um das Kind beim Namen zu nennen:
Wenn er seinen zweiten Pass dafür benutzt sich einen Vorteil (bei brasilianischen Behörden) zu erschleichen, dann bedeutet das Falsidade Ideolôgica
Omitir, em documento público ou particular, declaração que dele devia constar, ou nele inserir ou fazer inserir declaração falsa ou diversa da que devia ser escrita, com o fim de prejudicar direito, criar obrigação ou alterar a verdade sobre fato juridicamente relevante.

Reclusão de um a cinco anos, e multa - quando o documento objeto da fraude é público;
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https://pt.wikipedia.org/wiki/Falsidade_ideol%C3%B3gica

Na, wenn der zweite Pass ein brasilianischer ist, dann sehen das die brasilianischen Behörden aber ziemlich entspannt, wenn sich dadurch jemand "einen Vorteil" zieht!

http://viagem.estadao.com.br/noticias/geral,dupla-cidadania-modo-de-usar-imp-,1594365

Und es ist auch eine Frage, ob es eine "Fälschung" darstellt, wenn man mal den einen "echten Pass" und mal den anderen "echten Pass" benutzt. Mal reist ein "EU-Europäer" durchs Land und mal ein "Schweizer". Da müsste man schon irgendwo eine Quelle heranziehen, in der es den Leuten untersagt wird nacheinander mit unterschiedlichen Pässen einreisen und sich im Land aufhalten zu dürfen. Heißt es nicht immer, dass der Vorteil von Brasilien sei, dass "alles erlaubt sei, was nicht verboten ist", während in Deutschland "alles verboten sei, was nicht ausdrücklich erlaubt wurde"?

Ich würde es auch nicht als "Falsche Angabe" bezeichnen, wenn man einen "echten Schweizer Pass" hat und einen "echten Europäischen Pass".

Hätte ich beispielsweise eine uruguayische Cedula, also einen uruguayischen Personalausweis, dann dürfte ich mich doch auch unbegrenzt im Mercosur (also auch in Brasilien) bewegen, obwohl ich keinen uruguayischen Pass und nur einen deutschen Pass hätte, der mich einschränken würde. Würde ich bei der Einreise nach Brasilien die uruguayische Cedula vorlegen würde mich keiner an der Grenze fragen, ob ich vielleicht noch einen weiteren "mich einschränkenden" Pass hätte.

Die Bezeichnung "Ideologie" finde ich auch interessant. Steht das nicht mehr für eine "Weltanschauung"? Wäre die Frage nicht, ob es eine "falsche Identität" ist, wenn man sich mal mit dem einen Pass ausweist und mal mit dem anderen? Aber dazu habe ich noch nichts gefunden und es wären in meinen Augen auch keine "falschen" Identitäten, sondern eben nur zwei "verschiedene", aber "echte".

Vielleicht würde es auch klarer, wenn man den Fall einmal anders herum betrachten würde. Wäre es eine "Ausreise aus der EU" wenn ein Brasilianer nach 90 Tagen in Deutschland in die Schweiz ginge, um dann da eine gewisse Zeit zu bleiben? Wenn das möglich wäre, dann muss das andere auch möglich sein!

Dem TE würde ich folgenden Versuch empfehlen: Erst mal rund 80 Tage mit einem der beiden Pässe nach Brasilien einreisen. Dann eine Woche Urlaub in der Karibik, oder dem Urlaubsziel außerhalb des Mercosur mit kürzester Entfernung wählen, falls möglich mit einem Bus oder auf dem Landweg machen, denn die Flugtickets werden oft für Hin- und Rückreise mit einem Pass verbunden. Deshalb wohl auch die Empfehlung mit Iguaçu. Anschließend mit dem anderen Pass wieder einreisen. Werden dann in dem anderen Pass 90 Tage eingetragen, würde ich mich dumm stellen und das Zeitfenster ausnutzen. Tragen sie nur 10 Tage ein, dann hast Du noch eine Woche, um die Rückreise zu planen. ;)

Zum Glück nicht meine Probleme! ;) Ich kann in Uruguay 90 Tage bleiben und verlängere dann entweder bei der Polizei um weitere 90 Tage (bis max. 180 Tage) oder fahre fürs Wochenende rüber nach Buenos Aires, haue mir die Hucke voll und das Spiel beginnt bei der Wiedereinreise von vorne. Das Ticket für den Katamaran hat man schon alleine durch den zollfreien Einkauf wieder raus! ;)


Eventuell sitzt der Kumpel ja auch nur 90 Tage im Knast, irgendwo im Amazonas [-X
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Re: zweimalige Einreise und Doppelstaatsbürgerschaft

Beitragvon Saelzer » Do 9. Mär 2017, 15:29

Colono hat geschrieben:Es geht nicht darum ob die Pässe echt sind, sondern darum einen Ausstellungsfehler zu nutzen um die brasilianischen Behörden zu bescheissen. Omitir, em documento público ou particular, declaração que dele devia constar Es geht in diesem Fall erster Linie nicht um den Pass sondern um Einreisebestimmungen bzw. Einreisedeklaration, die jeder kennen sollte. Es geht auch nicht um die Nationalität sondern um die Person selbst.
Behörden kennen kein "Individuum", sondern lediglich "Identitäten", siehe "Ausländer in Deutschland mit 14 Identitäten". Jemand, der zwei Pässe hat, der hat nun mal ZWEI "Identitäten", obwohl es nur EIN "Individuum" ist und zwar vollkommen legal. Der Fall Deniz Yücel beschreibt auch sehr schön, was den Unterschied ausmacht.

Vielleicht kann ja auch eine Anfrage bei dem deutschen oder schweizer Auswärtigem Amt Klarheit verschaffen. Wie würden die reagieren, wenn einem Schweizer/Deutschen die Einreise nach Brasilien verweigert würde, bzw. dieser im Knast säße, weil er zuvor 90 Tage mit einer anderen "IDENTITÄT" im Land war? Das würde so manche Spekulation beenden. ;)
Colono hat geschrieben:Wir Gringos sollten nicht den Fehler machen anzunehmen jeder Brasilianer = sangue bom. Auch hinter dem Grenzhäuschen befindet sich manchmal ein Gente mal resolvido. Ich habe das schon erlebt dass man von einem überfreundlichen Abstempeler geschickt ausgefragt wird.
Warum soll das in Brasilien anders sein als in Deutschland, da gibt es auch nette Menschen am Flughafen, die schon mal fragen woher man denn so kommt! :mrgreen: ?
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Re: zweimalige Einreise und Doppelstaatsbürgerschaft

Beitragvon Colono » Do 9. Mär 2017, 15:55

Saelzer hat geschrieben:Behörden kennen kein "Individuum", sondern lediglich "Identitäten", siehe "Ausländer in Deutschland mit 14 Identitäten". Jemand, der zwei Pässe hat, der hat nun mal ZWEI "Identitäten", obwohl es nur EIN "Individuum" ist und zwar vollkommen legal. Der Fall Deniz Yücel beschreibt auch sehr schön, was den Unterschied ausmacht.

Eine Person kann dabei durchaus mehrere Identitäten besitzen, während eine Identität gewöhnlich nur einer Person zuzuordnen ist. Dabei ist die Identität eine Sammlung von personenbezogenen Attributen, die die Person, die sich dieser Identität bedient, individualisiert. Es mag durchaus sein dass man in Deutschland zwischenzeitlich diese Definition aufgeweicht hat. Was soll man denn anderes machen? Die deutschen Gefängnisse sind doch schon ohnhin muslimisch überbelegt. Ausserdem was nützen 14 Identitäten? Es kann nur Einer erschossen werden.
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